Ursula, Tochter des Stephan Wiest aus Kohlberg, wegen Kindsabtreibung einige Zeit im Gefängnis der Fürstin Elisabeth, Herzogin zu Württemberg usw., zu Nürtingen gef., jedoch auf Fürbitten ihrer Freunde und in Anbetracht ihrer Jugend statt harter Strafe zu einer Stunde Prangerstehen begnadigt, schwört U. Ursula Wiest hatte sich mit einem verheirateten Manne in Unehren eingelassen und war von ihm geschwängert worden. In ihrer Not versuchte sie zuerst mit einem Trunk das Kind abzutreiben, sodann mit einer Wurzel, die sie 1-2 Tage zwischen ihre Brüste auf das Herz legte. Als sie wenige Tage später ein totes Kind gebar, vergrub sie es heimlich in einem Stall.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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