Jacob Rathgeb ("Ratgeb") von Ehningen ("Eningen"), gefangengesetzt, weil er erstens im Verdacht gestanden und angezeigt worden war, hinter dem Rücken des Junkers Jörg von Rödt, Obervogts zu Böblingen, Herrenberg ("Herenperg") und Leonberg ("Lewenperg"), der Dorothea Höfler gegen Bezahlung versprochen zu haben, bei Fahndungen sie zu warnen; zweitens zusammen mit Jacob Höfel dem Hanns Röslin von Ehningen ("Eningen") einen Hammel genommen hat; drittens den Obervogt beschuldigt hat, von dem Juden zu Deufringen ("Tyfringen") 100 Gulden Wucher eingesteckt, ebenso an Jacob Richlin ("Rychlin") von Gärtringen ("Gertringen") und Hanns Scheffer von Ehningen ("Eningen") zu hohem Wucher Geld geliehen zu haben und Anna, Wendel Kapplers ("Kaplers") Frau, heimlich getroffen zu haben; viertens gegen den Willen des Obervogts Hanns Giegel von Lustnau ("Lustnauw"), Enderlin Schmid und Sohn von Holzgerlingen ("Holtzgerringen") und den Maier von Mauren ("Muoren") gegen Sold für einen Zug gegen die Türken angeworben hat, vor ein Gericht zu Böblingen gestellt, das ihn auf das Versprechen und den Eid frei lässt, Junker Jörg und Anna Kappler ("Kapler") seien ehrenhaft, sich an denselben nicht zu rächen, in keine offenen Zechen mehr zu gehen, kein Wehr zu tragen, sich nicht aus dem Böblinger Amt zu entfernen und alle Gefängniskosten zu bezahlen, schwört Urfehde