Nachlass Walter und Gertrud Dörr (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, N Dörr
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Nichtstaatliches Archivgut >> Nachlässe >> Andere Nachlässe >> Dörr
(1870-) 1897-1973 (-2009)
Überlieferungsgeschichte
Geschenk von Heinz Dörr/Überlingen, 1999-2009
Inhalt und Bewertung
Lebensdokumente des Karlsruher Schriftsetzers Walter Dörr und seiner Frau Gertrud geb. Gieser. Beruf, Militärdienst im 1. und 2. Weltkrieg, Alltag zwischen 1918 und 1946, mit Fotos und Pressematerial aus dem 1. Weltkrieg
Überlieferung: Der Familiennachlass des Ehepaars Walter und Gertrud Dörr wurde dem Generallandesarchiv Karlsruhe von ihrem Sohn Heinz Dörr in den Jahren 1999 bis 2010 nach und nach als Geschenk übergeben.
Lebensläufe: Walter Dörr (1891-1973) stammte aus Frankfurt, wo sein Vater Franz Dörr Schulrektor war. Sein älterer Bruder Wilhelm (1882-1954) machte als Techniker bei der Zeppelin Luftschiffbau Karriere und leitete im 1. Weltkrieg die Werften Potsdam und Staaken; nach 1918 wohnte er in Überlingen, zeitweise arbeitete er bei Good Year in den USA. Walter nahm als Sanitätshundeführer am 1. Weltkrieg teil; aus dieser Zeit haben sich Feldpostbriefe an seinen Bruder und Fotos erhalten. Nach dem Krieg machte er seine Gesellenprüfung als Schriftsetzer bei Klingspor in Offenbach; dort lernte er seine Frau, die Kinderkrankenschwester Gertrud Gieser (1895-1959) kennen. Wohl 1925 fand Walter Dörr eine Anstellung bei C.F.Müller-Verlag und Druckerei in Karlsruhe (vgl. dazu auch den Bestand GLA 69 C. F. Müller), die Familie wohnte in Rüppurr. Im 2. Weltkrieg noch zum Volkssturm eingezogen, konnte Walter Dörr sich 1945 nach Überlingen absetzen.
Inhalt: Der Familiennachlass dokumentiert einfache bürgerliche Lebensverhältnisse in der Zeit der beiden Weltkriege, mit wenigen, aber aussagekräftigen Dokumenten - die Skala reicht von den Fotos und Extrablättern des 1. Weltkriegs bis zum Schriftwechsel über eine Apfelsendung aus Überlingen nach Karlsruhe im 2. Weltkrieg, vom Poesiealbum der jungen Gertrud Gieser aus dem Jahr 1911 bis zu den Mitgliedschaftsbüchern und Spendenbescheinigungen der NS-Organisationen. Die Familienpapiere sind nicht spektakulär, aber sie repräsentieren weit über das Einzelschicksal hinaus Lebenserfahrung und Bewältigung von Zeitumbrüchen in der Generation, die 1914 gerade erwachsen geworden war. Der Bestand umfasst 56 Nummern in 0,1 lfd.m. Die Nummern 55 und 56 wurden 2024 dem GLA von Monika Dörr, Überlingen, der Tochter von Walter Dörr, übergeben und von Peter Exner in den Bestand integriert. Karlsruhe, im August 2011 Konrad Krimm
Geschenk von Heinz Dörr/Überlingen, 1999-2009
Inhalt und Bewertung
Lebensdokumente des Karlsruher Schriftsetzers Walter Dörr und seiner Frau Gertrud geb. Gieser. Beruf, Militärdienst im 1. und 2. Weltkrieg, Alltag zwischen 1918 und 1946, mit Fotos und Pressematerial aus dem 1. Weltkrieg
Überlieferung: Der Familiennachlass des Ehepaars Walter und Gertrud Dörr wurde dem Generallandesarchiv Karlsruhe von ihrem Sohn Heinz Dörr in den Jahren 1999 bis 2010 nach und nach als Geschenk übergeben.
Lebensläufe: Walter Dörr (1891-1973) stammte aus Frankfurt, wo sein Vater Franz Dörr Schulrektor war. Sein älterer Bruder Wilhelm (1882-1954) machte als Techniker bei der Zeppelin Luftschiffbau Karriere und leitete im 1. Weltkrieg die Werften Potsdam und Staaken; nach 1918 wohnte er in Überlingen, zeitweise arbeitete er bei Good Year in den USA. Walter nahm als Sanitätshundeführer am 1. Weltkrieg teil; aus dieser Zeit haben sich Feldpostbriefe an seinen Bruder und Fotos erhalten. Nach dem Krieg machte er seine Gesellenprüfung als Schriftsetzer bei Klingspor in Offenbach; dort lernte er seine Frau, die Kinderkrankenschwester Gertrud Gieser (1895-1959) kennen. Wohl 1925 fand Walter Dörr eine Anstellung bei C.F.Müller-Verlag und Druckerei in Karlsruhe (vgl. dazu auch den Bestand GLA 69 C. F. Müller), die Familie wohnte in Rüppurr. Im 2. Weltkrieg noch zum Volkssturm eingezogen, konnte Walter Dörr sich 1945 nach Überlingen absetzen.
Inhalt: Der Familiennachlass dokumentiert einfache bürgerliche Lebensverhältnisse in der Zeit der beiden Weltkriege, mit wenigen, aber aussagekräftigen Dokumenten - die Skala reicht von den Fotos und Extrablättern des 1. Weltkriegs bis zum Schriftwechsel über eine Apfelsendung aus Überlingen nach Karlsruhe im 2. Weltkrieg, vom Poesiealbum der jungen Gertrud Gieser aus dem Jahr 1911 bis zu den Mitgliedschaftsbüchern und Spendenbescheinigungen der NS-Organisationen. Die Familienpapiere sind nicht spektakulär, aber sie repräsentieren weit über das Einzelschicksal hinaus Lebenserfahrung und Bewältigung von Zeitumbrüchen in der Generation, die 1914 gerade erwachsen geworden war. Der Bestand umfasst 56 Nummern in 0,1 lfd.m. Die Nummern 55 und 56 wurden 2024 dem GLA von Monika Dörr, Überlingen, der Tochter von Walter Dörr, übergeben und von Peter Exner in den Bestand integriert. Karlsruhe, im August 2011 Konrad Krimm
56 Unterlagen (Nr. 1-56)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ