Otto II. Graf von Oldenburg-Delmenhorst (Aldenborch) beurkundet folgendes: Adelheid (Alheydis), Witwe des Ritters Reiner (Reyneri), ihr Sohn Dietrich (Thidericus) und ihre Tochter Bertradis verkaufen 16 Jück (iugera) bei Ollen (Oldenen que vulgariter roden vocantur), an das Kloster Hude (Hutha) mit dem Eigentumsrecht für 100 Bremer Mark und lassen diese Güter zugunsten des Klosters in die Hände des Grafen auf. Der Kaufpreis wird so verteilt, dass der Sohn 50, die Tochter 25, die Mutter 25 Mark erhalten, aber das Geld der Mutter bleibt stehen, das Kloster zahlt ihr an Rente jährlich 3 1/4 Mark, nach ihrem Tod fällt die Rente weg, und das Kloster verbleibt im Besitz der 25 Mark Silber. - Der Graf siegelt. Zeugen (geistlich): Mauricius prepositus Wildeshusensis [Graf Ottos Bruder], Otto canonicus Bremensis fratuelis noster [Sohn Christians III.], Zeugen (weltlich): Otto et Luderus fratres dicti Slore, Johannes Stumpe, Johannes de Elmelo, Marquardus de Brema milites, item Helmericus Grans, Gerardus de Stelle, Gerardus Brawe famuli militares et al. 1302 Mai 18, Delmenhorst (Datum et actum apud castrum Delmenhorst anno domini MCCC secundo XV. Kal. Junii)