Albert Müller, Salem, Albert Haas, [Zisterzienserkloster] Raitenhaslach, und Andochius Danner, Salem
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 98-1 Nr. 847
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 98-1 Kloster Salem: Nachträge aus Schloss Salem
Kloster Salem: Nachträge aus Schloss Salem >> Bilder und Schautafeln >> Thesenblätter
1750
Enthält:
Texte:
Widmung Papst Benedikt XIV.; Vorsitz der Disputation Prof. Georg Bettinger; Datum September 1750 [Tagesdatum offen gelassen; vgl. Birnau-Weihe 19.-24. September 1750] Anrede des Papstes durch Abt Anselm und den Konvent zu Salem; Thesen "ex philosophia", "ex theologia scholastica et polemica"
Ikonografie:
Maria Himmelskönigin [Birnauer Gnadenbild]. Bekrönte Maria mit bekröntem Jesus, rechts von Maria Papstporträt, daneben Putto mit besiegelter Papsturkunde [Bulle vom 12.3.1746], Engelgruppe mit Instrumenten und Psalmvers "in pace factus est locus ejus" über der Birnau und einem ans Ufer segelnden Boot auf dem stürmischen Bodensee, am Ufer Salemer Wappen in Form einer Torarchitektur, im Hintergrund Altbirnau und Ruinen [eines 1742 von Überlingern zerstörten Wirtschaftsgebäudes]; links von Maria 3 Wappen der Protektoren (des Nuntius Filippo Acciajuoli, des Bischofs Kasimir von Konstanz und der Fürsten von Fürstenberg), darunter Porträt des Abtes Anselm II., von einem Putto als Bauherr ausgewiesen; vor Maria aufsteigender Schwan in Muschelbecken, gehalten von Neptun, Ceres und Bacchus, flankiert von Löwe mit Salemer Abtsstab (mit "S") und Ölkrug. Vgl. Matthias Bisemberger, Maria in Neu-Bürnau, oder Fortsetzung des gründlich- und wahrhaften Berichts von Ubersetzung der Marianischen Wallfart zu Bürnau (...). Konstanz 1751, S. 25-27:
"Die Haupt=Figur stellet vor das Bürnauische Gnaden-Bild der Göttlichen Mutter mit dem Kindlein auf dem Schoos, sitzend zwischen zwey Oel-Zweig mit der Oberschrifft: quasi oliva speciola, Ecclesiast. 24. Oben rechter Hand das Portrait Sr. dermahligen Päbstlichen Heiligkeit BENEDICTI des XIV. mit der Oberschrifft: confluent ad Eum omnes gentes: ConCLaManDo, BENEDICTUS Ob dem Kindlein ist zu lesen: Fructus
Das Portrait des Heil. Vatters haltet ein Genius, welcher in der andern Hand die Bürnauische Confirmations-Bullam darbiethet, mit der Schrifft: Hoc confirmante. Lincker Hand ist ein Pyramid, auf welcher die Wappen Ihro Excellenz des Päbstlichen Herrn Nuntij zu Lucern Philippi Acciajuoli; Weyland Ihro Hochfürstl. Gnaden Bischoffen zu Costantz Casimiri; und Ihro Hochfürstl. Durchl. von Fürstenberg. Bey dem ersten in der Mitte oben ist zu lesen: hoc promovente; bey dem dritten lincker Hande: hoc protegente. Weiter unten rechter Hand ist der alte und nicht weit darvon, der neue Bürnauer=Platz samt dem jetztmahligen Kirchen= und Priester=Hausgebäu; zwischen beyden ist die Schrifft: ex hoc in illud Psalm. 143. darob laßt sich sehen eine Fama mit der Schrifft: in pace factus est locus ejus. Psalm. 75. Auf der neuen Kirchen stehet: haec requies mea. Psalm . 131.
Lincker Hand ist das Portrait Sr. Excellenz Hochwürden und Gnaden von Salem mit dero Denckspruch: in fide & lenitate.
Das Portrait haltet der Genius MARIÆ, mit der Hand auf Neubürnau zeigend, unter dieser Schrifft, Ipse ædificabit. 2. Reg. 7. Unten her ist ein verschlossener Weinberg, auf der Thür aber die Wappen Sr. Excellenz von Salem zu sehen. Dabey wachet der Löw, welchen das Salmansweilische Convent im Wappen führet, ober der Thür aber stehet ein Kranich mit einem Stein in den Klauen, beyde mit einem einzigen Wörtlein: Vigilantibus.
Aus dem Rachen des Löwen flieget ein Imen=Schwarm mit der Schrifft: de forti dulcedo. Iudicum. 14. Gegen dem Marianischen Gnaden=Bild flieget ein Schwan hinauf, welchen sowohl Weyland Se. Hoch=Fürstlich=Bischöfliche Gnaden von Costanz Casimirus, als Se. Excellenz Hochwürden und Gnaden von Salem Anselmus II. im Wappen führten, mit der Schrifft: omni die dic MARIÆ. Unter diesem zeigen sich der Neptunus, die Ceres, und der Bacchus, nicht nur die Fruchtbarkeit dieser Lands=gegend des Schwäbischen Meers, oder Boden=Sees, sondern auch den durch die Marianische Vorbitt für dauerenden Seegen GOttes anzuzeigen; derowegen von der Gnaden-Bildnus einige Thau=Tropfen herabfallen, mit der Schrifft: de rore C¿li, bey der Cerere und Baccho aber, & de pinguedine terræ. Zu Unterstem und an dem Fuß des Bilds laßt sich sehen der Bodensee, mit der Schrifft: Lacus Bodamicus: Alsdann die Conclusiones, und die Dedication, welche in dem Wappen=Schild des Patroni eingestochen ist.
Die Theses wurden dedicirt Ihro Päbstlichen Heiligkeit, welche auch selbe Allergnädigst aufgenommen (...)."
Texte:
Widmung Papst Benedikt XIV.; Vorsitz der Disputation Prof. Georg Bettinger; Datum September 1750 [Tagesdatum offen gelassen; vgl. Birnau-Weihe 19.-24. September 1750] Anrede des Papstes durch Abt Anselm und den Konvent zu Salem; Thesen "ex philosophia", "ex theologia scholastica et polemica"
Ikonografie:
Maria Himmelskönigin [Birnauer Gnadenbild]. Bekrönte Maria mit bekröntem Jesus, rechts von Maria Papstporträt, daneben Putto mit besiegelter Papsturkunde [Bulle vom 12.3.1746], Engelgruppe mit Instrumenten und Psalmvers "in pace factus est locus ejus" über der Birnau und einem ans Ufer segelnden Boot auf dem stürmischen Bodensee, am Ufer Salemer Wappen in Form einer Torarchitektur, im Hintergrund Altbirnau und Ruinen [eines 1742 von Überlingern zerstörten Wirtschaftsgebäudes]; links von Maria 3 Wappen der Protektoren (des Nuntius Filippo Acciajuoli, des Bischofs Kasimir von Konstanz und der Fürsten von Fürstenberg), darunter Porträt des Abtes Anselm II., von einem Putto als Bauherr ausgewiesen; vor Maria aufsteigender Schwan in Muschelbecken, gehalten von Neptun, Ceres und Bacchus, flankiert von Löwe mit Salemer Abtsstab (mit "S") und Ölkrug. Vgl. Matthias Bisemberger, Maria in Neu-Bürnau, oder Fortsetzung des gründlich- und wahrhaften Berichts von Ubersetzung der Marianischen Wallfart zu Bürnau (...). Konstanz 1751, S. 25-27:
"Die Haupt=Figur stellet vor das Bürnauische Gnaden-Bild der Göttlichen Mutter mit dem Kindlein auf dem Schoos, sitzend zwischen zwey Oel-Zweig mit der Oberschrifft: quasi oliva speciola, Ecclesiast. 24. Oben rechter Hand das Portrait Sr. dermahligen Päbstlichen Heiligkeit BENEDICTI des XIV. mit der Oberschrifft: confluent ad Eum omnes gentes: ConCLaManDo, BENEDICTUS Ob dem Kindlein ist zu lesen: Fructus
Das Portrait des Heil. Vatters haltet ein Genius, welcher in der andern Hand die Bürnauische Confirmations-Bullam darbiethet, mit der Schrifft: Hoc confirmante. Lincker Hand ist ein Pyramid, auf welcher die Wappen Ihro Excellenz des Päbstlichen Herrn Nuntij zu Lucern Philippi Acciajuoli; Weyland Ihro Hochfürstl. Gnaden Bischoffen zu Costantz Casimiri; und Ihro Hochfürstl. Durchl. von Fürstenberg. Bey dem ersten in der Mitte oben ist zu lesen: hoc promovente; bey dem dritten lincker Hande: hoc protegente. Weiter unten rechter Hand ist der alte und nicht weit darvon, der neue Bürnauer=Platz samt dem jetztmahligen Kirchen= und Priester=Hausgebäu; zwischen beyden ist die Schrifft: ex hoc in illud Psalm. 143. darob laßt sich sehen eine Fama mit der Schrifft: in pace factus est locus ejus. Psalm. 75. Auf der neuen Kirchen stehet: haec requies mea. Psalm . 131.
Lincker Hand ist das Portrait Sr. Excellenz Hochwürden und Gnaden von Salem mit dero Denckspruch: in fide & lenitate.
Das Portrait haltet der Genius MARIÆ, mit der Hand auf Neubürnau zeigend, unter dieser Schrifft, Ipse ædificabit. 2. Reg. 7. Unten her ist ein verschlossener Weinberg, auf der Thür aber die Wappen Sr. Excellenz von Salem zu sehen. Dabey wachet der Löw, welchen das Salmansweilische Convent im Wappen führet, ober der Thür aber stehet ein Kranich mit einem Stein in den Klauen, beyde mit einem einzigen Wörtlein: Vigilantibus.
Aus dem Rachen des Löwen flieget ein Imen=Schwarm mit der Schrifft: de forti dulcedo. Iudicum. 14. Gegen dem Marianischen Gnaden=Bild flieget ein Schwan hinauf, welchen sowohl Weyland Se. Hoch=Fürstlich=Bischöfliche Gnaden von Costanz Casimirus, als Se. Excellenz Hochwürden und Gnaden von Salem Anselmus II. im Wappen führten, mit der Schrifft: omni die dic MARIÆ. Unter diesem zeigen sich der Neptunus, die Ceres, und der Bacchus, nicht nur die Fruchtbarkeit dieser Lands=gegend des Schwäbischen Meers, oder Boden=Sees, sondern auch den durch die Marianische Vorbitt für dauerenden Seegen GOttes anzuzeigen; derowegen von der Gnaden-Bildnus einige Thau=Tropfen herabfallen, mit der Schrifft: de rore C¿li, bey der Cerere und Baccho aber, & de pinguedine terræ. Zu Unterstem und an dem Fuß des Bilds laßt sich sehen der Bodensee, mit der Schrifft: Lacus Bodamicus: Alsdann die Conclusiones, und die Dedication, welche in dem Wappen=Schild des Patroni eingestochen ist.
Die Theses wurden dedicirt Ihro Päbstlichen Heiligkeit, welche auch selbe Allergnädigst aufgenommen (...)."
167 x 115 (Höhe x Breite)
Autor/Fotograf: Göz, Gottfried Bernhard, Augsburg
Fotos
Schaden: Starke Randschäden, starke Einrisse
Art der Vorlage: Schabkunstblatt
Art der Vorlage: Schabkunstblatt
3 verklebte Teile. Vgl. Hans-Otto Mühleisen, Das Birnauer Thesenblatt, in: Bernd Mathias Kremer, Barockjuwel am Bodensee. 250 Jahre Wallfahrtskirche Birnau, Lindenberg 2000, S. 114-132, Abb. S. 114
Acciajuoli, Filippo; Nuntius
Bettinger, Georg; Professor zu Salem
Danner, Andochius; Doktorand zu Salem
Haas, Albert; Doktorand zu Salem, aus Raitenhaslach
Müller, Albert; Doktorand zu Salem
Schwab, Anselm; Abt des Klosters Salem
Sickingen, Kasimir von, Bischof von Konstanz
Birnau Kloster : Oberuhldingen, Uhldingen-Mühlhofen FN
Raitenhaslach, Burghausen AÖ; Kloster
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:18 MESZ
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