Georg Schreiber von Erbishofen ("Erbißhouen") [Gde. Pfaffenhofen a. d. Roth/Lkr. Neu-Ulm] bekennt, dass ihm der Ulmer Richter, Ratsherr und Bürger Daniel Schad einen Hof und eine Hufe in Erbishofen, die zuvor Ulrich Spiegler bewirtschaftet hat, auf Lebenszeit verliehen hat. Er verpflichtet sich, Hof und Hufe während dieser Zeit in gutem Kulturzustand zu halten. Seinem Lehnsherren wird er von dem Hof jährlich 12 Malter Roggen und 6 Malter Hafer Weißenhorner Maß, 1 Pfund Heller Heugeld, 200 Eier, 2 Vierteil Öl, 10 Herbsthühner, 2 Schilling Heller für eine Weisung und 2 Fastnachtshühner, von der Hufe 4 Malter Roggen, 2 Malter Hafer, 13 Schilling Heller und 2 gemästete Gänse nach Ulm liefern. Auch soll er jedes Jahr 2 Muth Lein aussäen oder dafür 1 Pfund Heller entrichten, wobei die Wahl beim Lehnherren liegt. Bei unsachgemäßer Bewirtschaftung, Säumnissen in der Lieferung der Abgaben und nach seinem Tod fallen Hof und Hufe an den Lehnherren zurück. Diesem stehen außerdem bei einem vorzeitigen Abzug oder nach seinem Tod 6 Pfund Heller als Weglöse zu.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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