Hofmeister Blicker von Landschad, Kanzler Thomas Dornberg und Engelhard von Neipperg, Ritter und Viztum zu Neustadt (Nuwenstat), entscheiden in der Streitsache zwischen Hans von Massenbach genannt Talacker (Teilacker) sowie Junker Jakob zu Lichtenberg, dass Jakob dem Hans nichts pflichtig ist. Hans hat persönlich geklagt und ausführlich dargelegt, wie drei seiner Knechte - darunter ein Knecht namens Hassewein (Hassenwin) - während einer Fehde gegen die Markgrafschaft Baden und andere in eine 25wöchige Gefangenschaft Jakobs geraten sind und für die dortige Kost Pferde und Harnisch veräußern mussten, wofür er nun Schadensersatz fordert. Jakobs Anwälte Hartmann Schilmann und Jakob Bermann wiesen ausführlich u. a. darauf hin, dass man die Knechte in Altorf (Altorff) für Feinde der Pfalz gehalten hätten, es zu mehrfachem Schriftverkehr diesbezüglich gekommen sei und die Knechte nur deshalb solange in Gefangenschaft verblieben wären, da Hans Teilacker sich geweigert hätte, drei Gulden für ihre Verköstigung zu zahlen.
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Hofmeister Blicker von Landschad, Kanzler Thomas Dornberg und Engelhard von Neipperg, Ritter und Viztum zu Neustadt (Nuwenstat), entscheiden in der Streitsache zwischen Hans von Massenbach genannt Talacker (Teilacker) sowie Junker Jakob zu Lichtenberg, dass Jakob dem Hans nichts pflichtig ist. Hans hat persönlich geklagt und ausführlich dargelegt, wie drei seiner Knechte - darunter ein Knecht namens Hassewein (Hassenwin) - während einer Fehde gegen die Markgrafschaft Baden und andere in eine 25wöchige Gefangenschaft Jakobs geraten sind und für die dortige Kost Pferde und Harnisch veräußern mussten, wofür er nun Schadensersatz fordert. Jakobs Anwälte Hartmann Schilmann und Jakob Bermann wiesen ausführlich u. a. darauf hin, dass man die Knechte in Altorf (Altorff) für Feinde der Pfalz gehalten hätten, es zu mehrfachem Schriftverkehr diesbezüglich gekommen sei und die Knechte nur deshalb solange in Gefangenschaft verblieben wären, da Hans Teilacker sich geweigert hätte, drei Gulden für ihre Verköstigung zu zahlen.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Nr. 829, 43
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 67 Kopialbücher
Kopialbücher >> Weltliche Territorien und Herrschaften >> Kurpfalz >> Einzelne Pfalzgrafen und Kurfürsten >> Philipp >> Entscheide, Anlässe und Verträge I (Kurfürst Philipps von der Pfalz) >> Urkunden
1478 Dezember 22 (uff dinstag nach sant Thomas tag apostoli)
fol. 36r-37v
Urkunden
Ausstellungsort: [ohne Ort]
Siegler: Blicker Landschad von Steinach; Thomas Dornberg
Siegler: Blicker Landschad von Steinach; Thomas Dornberg
Engelhard von Neipperg benutzt die Siegel der anderen beiden Aussteller mit. Kopfregest: "Entscheit zwuschen Juncker Jacob herre zu Liechtenberg eins und Hans von Massenbach genant Teilacker ander teils".
Bermann, Jakob; erw. 1478
Dornberg (Dorniberg), Thomas, von Memmingen; kurpfälzischer Kanzler und Rat, ca. 1440-1497 | 102761027
Hassewein; Knecht des Hans von Massenbach, erw. 1478
Landschad von Steinach, Blicker XIV.; kurpfälzischer Hofmeister, -1499
Schilmann, Hartmann; erw. 1478
Altdorf = Altorf, Dep. Bas-Rhin [F]
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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