Der Dekan Marsilius und das Kapitel des Stifts Aschaffenburg verleihen Friedrich Siber, seiner Ehefrau Wila und ihren Erben ihr Haus in Tauberbischofsheim (Byschofsheym) am Markt. Dieses Haus war auf Lebenszeit an Heinrich Granuz verliehen und ist nach dessen Tod dem Stift heimgefallen. Es stößt auf der einen Seite an Apel Markgraf und auf der anderen Seite an Heinrich Seste. Die Beliehenen sollen dafür jedes Jahr 3 Pfund Heller Aschaffenburger Währung auf ihre Kosten in Aschaffenburg der Präsenz des Stifts bezahlen, und zwar 30 Schilling am 11. November (vf sante Mertins dag) und 30 Schilling am 1. Mai (vf sante Walpurge tag). Als Unterpfand für die fristgerechte Entrichtung des Zinses haben die Beliehenen vor dem Amtmann zu Tauberbischofsheim Konrad von Bickenbach dem Jüngeren dem Stift ihren gewölbten Keller unter dem Haus des Heinrich Seste als Pfand eingesetzt. Bei Säumnis kann das Stift oder sein Amtmann den Keller und das verliehene Haus einziehen.

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Stadt- und Stiftsarchiv Aschaffenburg