Bauamt (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Wertheim, R-H 19
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim (Archivtektonik) >> Rosenbergisches Archiv >> Provenienzbestände >> Lokalverwaltung
1828-1985
Zur Geschichte der Behörde: Die Behördenbezeichnung Bauamt taucht etwa ab 1876 in den Akten auf und wurde mit einer Unterbrechung von 1894 bis 1915 bis in die 80er-Jahre des 20. Jahrhunderts verwendet, zuletzt von dem im Auftrag des Fürstenhauses tätigen Freien Architekten Götz in Wertheim. Die Aufhebung des fürstlichen Bauamts mit Wirkung zum 1. März 1894 bedeutete keineswegs die Einstellung der Bautätigkeiten, sondern lediglich eine Umorganisation. Dabei wurden den zu dieser Zeit in fürstlichen Diensten stehenden zwei Baumeistern, die sich im Rang gleichstanden, bestimmte Baubezirke zugewiesen. Der Baumeister Wilhelm Hermann Jentjens erhielt den bayerischen Baubezirk mit Ausschluss von Wörth und Mömlingen und vom badischen Baubezirk Wertheim mit Stadt und Gemarkung. Der zweite Baumeister Karl Keller war zuständig für den übrigen badischen Baubezirk und den württembergischen Baubezirk. Ihre Tätigkeit orientierte sich an der fürstlichen Bauordnung, ihnen gegenüber weisungsbefugt waren die Domänenkanzlei bzw. der fürstliche Baureferent. Während der Dienstzeit des Baumeisters Emil Albicker kam ab 1915 die Behördenbezeichnung Bauamt wieder in Gebrauch.
Bestandsgeschichte und Bearbeitung: Aufgrund des Wechsels in der Organisation des Bauwesens und der Zuständigkeiten schien eine Trennung in einzelne Provenienzen nach Bauamt Wertheim, gemeinschaftlichem Bauamt mit dem Grafenhaus Erbach-Schönberg für Breuberg und den Baubezirken für Baden, Bayern und Württemberg nicht sinnvoll. Die genannten Provenienzen zeichnen sich deutlich in der Ordnungssystematik ab. Der Bestand H 19 Bauamt setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Der Hauptteil besteht aus Akten, die sich bei dem Ankauf der fürstlichen Archive durch das Land Baden-Württemberg im Jahr 1975 in noch vollkommen ungeordnetem Zustand befanden und im Rahmen der Strukturierungsmaßnahmen in der Abt. Rosenberg des Staatsarchivs Wertheim im Jahr 1996 nach Provenienzen geordnet worden waren. Aus dieser Schicht stammen auch die Akten, die bei der Verzeichnung des Bestands H 6 Rentamt Breuberg durch Frau Reinhild Felgenträger separiert und verzeichnet wurden. Dazu geschlagen wurden außerdem die Akten aus den Zugängen 42/1993 und 10/1995, die über das Landratsamt des Main-Tauber-Kreises als Käufer der Klosteranlage Bronnbach bzw. den letzten in fürstlichem Auftrag arbeitenden Architekten Götz ins Staatsarchiv kamen. Zu dem ersten Zugang gab es bis zur Gesamtverzeichnung lediglich eine Liste, zu dem zweiten Zugang fertigte im Jahr 1995 Frau Claudia Wieland ein Repertorium, dessen Titelaufnahmen in dem vorliegenden Findbuch wieder verwendet wurden. Der größere Teil wurde im September/Oktober 1999 durch Herrn Reinhard Barthel nach numerus currens verzeichnet, die Klassifikation und die Endredaktion des Findbuchs durch die Unterz. erledigt. Die Laufzeit reicht von 1828 bis 1985, der Schwerpunkt liegt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Bestand umfasst 431 Einheiten in 5,7 lfd.m. Kassationen wurden nur in Einzelfällen vorgenommen, dabei handelte es sich überwiegend um Duplikate oder Einzelschriftstücke ohne Aussagewert. Aus konservatorischen Gründen wurden vor allem großformatige Karten und Pläne entnommen und in den entsprechenden Sammlungsbestand eingeordnet. Die Stücke finden sich unter den Signaturen StAWt-R K 6334 bis K 6454. Ein Ortsindex, in den allerdings nur Referenzen aufgenommen wurden, die über die Systematik nicht abgedeckt sind und eine Konkordanz von Bestellnummern und Ordnungsnummern am Ende dieses Findbuchs sollen für die Benutzer den Zugang zu dem Bestand erleichtern, die nicht die Recherchiermöglichkeiten der Findbuchdatei am PC nutzen können. Ergänzende Akten zur Tätigkeit des Bauamts und der Baumeister finden sich u.a. im Bestand StAWt-R Lit. B, hier vor allem in den Nummern 6162 bis 6166 und im Bestand StAWt-R G 50 (Domänenkanzlei). Wertheim-Bronnbach, im November 1999 Martina Heine
Bestandsgeschichte und Bearbeitung: Aufgrund des Wechsels in der Organisation des Bauwesens und der Zuständigkeiten schien eine Trennung in einzelne Provenienzen nach Bauamt Wertheim, gemeinschaftlichem Bauamt mit dem Grafenhaus Erbach-Schönberg für Breuberg und den Baubezirken für Baden, Bayern und Württemberg nicht sinnvoll. Die genannten Provenienzen zeichnen sich deutlich in der Ordnungssystematik ab. Der Bestand H 19 Bauamt setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Der Hauptteil besteht aus Akten, die sich bei dem Ankauf der fürstlichen Archive durch das Land Baden-Württemberg im Jahr 1975 in noch vollkommen ungeordnetem Zustand befanden und im Rahmen der Strukturierungsmaßnahmen in der Abt. Rosenberg des Staatsarchivs Wertheim im Jahr 1996 nach Provenienzen geordnet worden waren. Aus dieser Schicht stammen auch die Akten, die bei der Verzeichnung des Bestands H 6 Rentamt Breuberg durch Frau Reinhild Felgenträger separiert und verzeichnet wurden. Dazu geschlagen wurden außerdem die Akten aus den Zugängen 42/1993 und 10/1995, die über das Landratsamt des Main-Tauber-Kreises als Käufer der Klosteranlage Bronnbach bzw. den letzten in fürstlichem Auftrag arbeitenden Architekten Götz ins Staatsarchiv kamen. Zu dem ersten Zugang gab es bis zur Gesamtverzeichnung lediglich eine Liste, zu dem zweiten Zugang fertigte im Jahr 1995 Frau Claudia Wieland ein Repertorium, dessen Titelaufnahmen in dem vorliegenden Findbuch wieder verwendet wurden. Der größere Teil wurde im September/Oktober 1999 durch Herrn Reinhard Barthel nach numerus currens verzeichnet, die Klassifikation und die Endredaktion des Findbuchs durch die Unterz. erledigt. Die Laufzeit reicht von 1828 bis 1985, der Schwerpunkt liegt in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Der Bestand umfasst 431 Einheiten in 5,7 lfd.m. Kassationen wurden nur in Einzelfällen vorgenommen, dabei handelte es sich überwiegend um Duplikate oder Einzelschriftstücke ohne Aussagewert. Aus konservatorischen Gründen wurden vor allem großformatige Karten und Pläne entnommen und in den entsprechenden Sammlungsbestand eingeordnet. Die Stücke finden sich unter den Signaturen StAWt-R K 6334 bis K 6454. Ein Ortsindex, in den allerdings nur Referenzen aufgenommen wurden, die über die Systematik nicht abgedeckt sind und eine Konkordanz von Bestellnummern und Ordnungsnummern am Ende dieses Findbuchs sollen für die Benutzer den Zugang zu dem Bestand erleichtern, die nicht die Recherchiermöglichkeiten der Findbuchdatei am PC nutzen können. Ergänzende Akten zur Tätigkeit des Bauamts und der Baumeister finden sich u.a. im Bestand StAWt-R Lit. B, hier vor allem in den Nummern 6162 bis 6166 und im Bestand StAWt-R G 50 (Domänenkanzlei). Wertheim-Bronnbach, im November 1999 Martina Heine
Bestand
Wertheim TBB; Bauamt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ