Anordnung eines Kunstkammersturzes, Flüchtung von Bestandteilen der Kunstkammer nach Regensburg und ihre Rückführung, Liste zu erledigender Revisionsarbeiten
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 20 a Bü 183
F 12
1.8, 1.11, 1.13
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 20 a Kunstkammer (Kunstkabinett)
Kunstkammer (Kunstkabinett) >> 3. Organisation und Verwaltung >> 3.2 Geschäftsführung (1670 -1929)
1670, 1688-1699 und o.D. (18. Jh.)
a) Herzogliches Dekret an die Spezialsuperintendenten und Vögte, in ihren Amtsbezirken nach römischen Altertümern zu forschen. Konzept (aus der Hand von Daniel Moser (1642-1690), vgl. gekennzeichnetes Autograph in A 20 a Bü 7 fol. 46r); 19. Mai 1670.
b) Schreiben des Antiquars Johann Schuckard (1640-1725) und des Rentkammersekretärs Jakob Backmeister (1665-1722) an Herzog (Eberhard Ludwig) von Württemberg zur Rückführung der Kunstkammer aus Regensburg und ihrer Neuaufstellung; 12. Dezember 1699:
- Auspacken der Kunstkammer;
- Lieferung von sieben zur Kunstkammer gehörigen "Einschlägen" durch einen Herrn Weber aus Regensburg;
- Abwiegen der Münzen;
- Durchführung eines Kunstkammersturzes;
- Anlage eines Gesamtinventars in drei nach verschiedenen Kriterien aufgebauten Ausfertigungen (1. ein "Inventarium substantiale oder materiale", gegliedert nach Objektarten (Naturali, Artificiali, Numismatico) und Materialien, 2. ein "Inventarium Locale" mit Hinweisen auf den Lagerort jeder "Sorte", 3. ein "Inventarium Literale" mit alphabetischem Index über "alle Essentialia in genere").
Vgl. dazu Fleischhauer, Die Geschichte der Kunstkammer (1976), S. 94f.
c) Liste zu erledigender Aufgaben, vermutlich aus dem Zusammenhang des Kunstkammersturzes von 1753/54, wahrscheinlich aus der Hand von Wilhelm Friedrich Schönhaar (Aufseher der Kunstkammer 1752-61). Vgl. Schönhaars Autograph in A 20 a Bü 34 Nr. 2 sowie Bü 55 fol. 5v.
d) Dekret zur Durchführung eines Kunstkammersturzes durch den (neuen) Antiquar Daniel Moser (1640-1690) unter Aufsicht des Oberrats Johann Jakob Vischer (1647-1705) und des Landschreibereiverwalters Johann Cornelius Pommer (1634-1703), gezeichnet durch B(erthold) von Bülow (1636-1690) und (Maximilian) von Menzingen (+ 1708); 15. Mai 1686.
e) Dekret des fürstlichen Haushofmeisters Christoph (Friedrich) Truchsess von Höfingen (+ 1702) auf Anordnung des Administrators Friedrich Karl von Württemberg wegen Verpflichtung von fremden Besuchern der Kunstkammer, diese nur noch unter Aufsicht von zwei Trabanten besichtigen zu dürfen; 3. Januar 1688.
b) Schreiben des Antiquars Johann Schuckard (1640-1725) und des Rentkammersekretärs Jakob Backmeister (1665-1722) an Herzog (Eberhard Ludwig) von Württemberg zur Rückführung der Kunstkammer aus Regensburg und ihrer Neuaufstellung; 12. Dezember 1699:
- Auspacken der Kunstkammer;
- Lieferung von sieben zur Kunstkammer gehörigen "Einschlägen" durch einen Herrn Weber aus Regensburg;
- Abwiegen der Münzen;
- Durchführung eines Kunstkammersturzes;
- Anlage eines Gesamtinventars in drei nach verschiedenen Kriterien aufgebauten Ausfertigungen (1. ein "Inventarium substantiale oder materiale", gegliedert nach Objektarten (Naturali, Artificiali, Numismatico) und Materialien, 2. ein "Inventarium Locale" mit Hinweisen auf den Lagerort jeder "Sorte", 3. ein "Inventarium Literale" mit alphabetischem Index über "alle Essentialia in genere").
Vgl. dazu Fleischhauer, Die Geschichte der Kunstkammer (1976), S. 94f.
c) Liste zu erledigender Aufgaben, vermutlich aus dem Zusammenhang des Kunstkammersturzes von 1753/54, wahrscheinlich aus der Hand von Wilhelm Friedrich Schönhaar (Aufseher der Kunstkammer 1752-61). Vgl. Schönhaars Autograph in A 20 a Bü 34 Nr. 2 sowie Bü 55 fol. 5v.
d) Dekret zur Durchführung eines Kunstkammersturzes durch den (neuen) Antiquar Daniel Moser (1640-1690) unter Aufsicht des Oberrats Johann Jakob Vischer (1647-1705) und des Landschreibereiverwalters Johann Cornelius Pommer (1634-1703), gezeichnet durch B(erthold) von Bülow (1636-1690) und (Maximilian) von Menzingen (+ 1708); 15. Mai 1686.
e) Dekret des fürstlichen Haushofmeisters Christoph (Friedrich) Truchsess von Höfingen (+ 1702) auf Anordnung des Administrators Friedrich Karl von Württemberg wegen Verpflichtung von fremden Besuchern der Kunstkammer, diese nur noch unter Aufsicht von zwei Trabanten besichtigen zu dürfen; 3. Januar 1688.
5 Schr.
Archivale
Backmeister, Jakob Adolf; Landschreiber, 1665-1722
Bülow, Berthold von; Geheimer Regimentsrat, 1636-1690
Pommer, Johann Cornelius; Landschreibereiverwalter, 1643-1703
Schuckardt, Johann; Antiquar, 1640-1725
Truchsess von Höfingen, Christoph Friedrich; Haushofmeister
Weber, Regensburg
Württemberg, Friedrich Karl; Herzogadministrator, 1652-1698
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:29 MEZ
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