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Es wird bekundet, dass Amand [von Buseck], Abt von Fulda, und
Ludwig [VIII.], Landgraf von Hessen[-Darmstadt], den folgenden
Kaufvertrag geschloss...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1741-1750
1744 Januar 24
Ausfertigung, Papier, aufgedrücktes Papiersiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: So geschehen in unserer fürstlichen residenz Darmbstatt den 24ten January 1744
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Es wird bekundet, dass Amand [von Buseck], Abt von Fulda, und Ludwig [VIII.], Landgraf von Hessen[-Darmstadt], den folgenden Kaufvertrag geschlossen haben. Landgraf Ludwig verkauft Abt Amand dauerhaft die Schutzgerechtigkeit über das Dorf Weidenau mit den dazugehörigen Einkünften sowie zwei im Fuldaer Amt Mackenzell liegende Lehngüter in Haselstein und Roßbach [Stadt Hünfeld] mit dem Lehnrecht und den dazugehörenden Einkünften wie Lehn- und Fallgeldern für 2100 Gulden, der Gulden zu 30 Albus à acht Pfennige Frankfurter Währung gerechnet. Landgraf Ludwig hat den Geldbetrag bar erhalten und verzichtet auf alle zukünftigen Ansprüche auf die Kaufsumme. Des Weiteren verzichtet er auf alle rechtlichen Ansprüche auf das Dorf Weidenau und die beiden Lehngüter und weist den Abt und das Kloster Fulda in deren Besitz ein. Landgraf Ludwig verspricht für sich und seine Nachfolger, alle die verkauften Güter betreffenden Dokumente an den Abt oder dessen Bevollmächtigten aushändigen zu lassen, den Kaufvertrag dauerhaft und uneingeschränkt einzuhalten und dagegen mit keinerlei Rechtsmitteln vorzugehen. Ankündigung der Unterfertigung. Siegelankündigung [Sekretsiegel]. Handlungsort: Darmstadt. (siehe Abbildungen: Seite 1, Seite 2 und 3, Seite 4 und 5, Seite 6 und 7, Rueckseite; Siegel: Papiersiegel)
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Ludwig manu propria
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: Gilmer [rechts unten auf Seite 5]
Vermerke (Urkunde): Siegler: Ludwig [VIII.], Landgraf von Hessen[-Darmstadt]
Fallgeld: 'Abgabe bei Todesfall, Besitzwechsel (laudemium)', vgl. DRW III, Sp. 403.
Ein Albus (= Weißpfennig) bezeichnet eine seit dem 14. Jahrhundert gebräuchliche Silberscheidemünze, die bis ins 19. Jhd. vor allem im Rheinland, später auch in Hessen geprägt wurde. Ein Albus galt in Hessen neun Pfennige; in dieser Urkunde werden acht Pfennige Frankfurter Währung angesetzt.
An Stelle des Namens des Fuldaer Abtes stand ursprünglich (Constantino) [gemeint ist Konstantin von Buttlar, Abt von Fulda 1714-1726]; der Name Amands von Buseck wurde von anderer Hand über der Zeile nachgetragen.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.