Mainz, 1619.01.17. (Richter Adam Ebersheim). Die hinterlassenen Kinder Thomas Kolers, Gasthalters zum Weißem Roß, und zwar 1) aus erster Ehe: Anna, Ww. Ulrich Münzers, 2) aus zweiter Ehe: Barbara, Frau des vornehmen Erasmus Bolsendorf, vergleichen sich 1) wegen des Erbes des kraft Einkindschaft angenommenen Bruders der Anna, Hillebrand Becker, und ihrer Mutter Erbteils zu Oppenheim, 2) wegen des Rockenteils der Barbara, unter näher genannten Bedingungen. Anna erhält 951 fl. 7 Albus, wovon 151 fl. 7 Albus mit Silbergeschirr erlegt werden und 800 fl. auf der Wirtschaft zum Weißen Roß stehen bleiben (Gen. ein Rittmeister Ixstetter und die Ww. des Kaspar Revalasca zum Clemen). Z.: Dr. jur. Wilhelm Kulman, Hofgerichtsassessor, Kaspar Fischer, Prokurator des Konsistoriums und des Stadgerichts, Dionysius Bernhardi, Jakob Wennemacher, Gerichtspedell, und Wilhelm Reuschemacher.
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Mainz, 1619.01.17. (Richter Adam Ebersheim). Die hinterlassenen Kinder Thomas Kolers, Gasthalters zum Weißem Roß, und zwar 1) aus erster Ehe: Anna, Ww. Ulrich Münzers, 2) aus zweiter Ehe: Barbara, Frau des vornehmen Erasmus Bolsendorf, vergleichen sich 1) wegen des Erbes des kraft Einkindschaft angenommenen Bruders der Anna, Hillebrand Becker, und ihrer Mutter Erbteils zu Oppenheim, 2) wegen des Rockenteils der Barbara, unter näher genannten Bedingungen. Anna erhält 951 fl. 7 Albus, wovon 151 fl. 7 Albus mit Silbergeschirr erlegt werden und 800 fl. auf der Wirtschaft zum Weißen Roß stehen bleiben (Gen. ein Rittmeister Ixstetter und die Ww. des Kaspar Revalasca zum Clemen). Z.: Dr. jur. Wilhelm Kulman, Hofgerichtsassessor, Kaspar Fischer, Prokurator des Konsistoriums und des Stadgerichts, Dionysius Bernhardi, Jakob Wennemacher, Gerichtspedell, und Wilhelm Reuschemacher.
U / 1619 Januar 17 (in 5 / 25)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
17.01.1619
Stadtgericht Mainz
In 5 / 25, fol. 294 r.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:30 MESZ