A03-Bestand Wissenschaft (Bestand)
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BR, Historisches Archiv (Archivtektonik) >> Tektonikgruppe A = Akten >> A03 Bestandsgruppe Hörfunk >> A03-Bestand Wissenschaft 1964-2003 (Findbuch online)
1964 - 2003
Form und Inhalt: Zur Organisation
Die Wissenschaftsredaktion des Bayerischen Rundfunks wurde 1971 unter dem Namen Naturwissenschaft und Technik gegründet. Sie war innerhalb der HA Kultur und Erziehung neben dem Nachtstudio und der Kulturkritik im Bereich Kunst und Wissenschaft angesiedelt. Erste Leiterin war von 1971 bis 1980 Gustava Mösler. Mösler war seit 1950 für den Bayerischen Rundfunk tätig, baute unter anderem die Wissenschaftsredaktion aus, war Leiterin der Hauptabteilung Kultur und bis 1995 Hörfunkdirektorin. Ab 1973 gehörte die Redaktion der neu formierten Hauptabteilung Kultur an. Sie wurde 1974 von Naturwissenschaft und Technik in Wissenschaftsredaktion umbenannt. Ein Werkstattgespräch vom 23. Oktober 1975 von Gustava Mösler vor dem Hörfunkausschuss gibt einen Einblick in die Tätigkeiten der Wissenschaftsredaktion:
Das gesamte Wissenschaftsprogramm teilt sich in drei Gruppen:
- Aktuelle Berichterstattung über neue Forschungsergebnisse,
- Bildungsprogramme und
- Sendungen, die sich mit den Auswirkungen der Wissenschaft auf unser Leben beschäftigen
Die aktuelle Berichterstattung beispielsweise erfolgte im Rahmen des Abendstudios am Montagabend in einer Art Magazin, zusammengestellt und moderiert von Udo Reiter, dem späteren Hörfunkdirektor. Den Sendeplatz Abendstudio - montags bis donnerstags von 19.30 bis 20 Uhr - füllten verschiedene Redaktionen, darunter auch die Redaktion Nachtstudio [verzeichnet in den Findbüchern zum Nachtstudio]. 1980 übernahm Karl Wilhelm Barwitz die Redaktionsleitung bis 1993. 1993 leiteten zunächst Margot Lehner, Leiterin der Hauptabteilung Kultur, und anschließend Renate Schober die Redaktion kommissarisch. Von 1995 bis zum 30. November 2006 stand die Redaktion unter der Leitung von Renate Schober. An wichtigen Sendereihen, welche von der Wissenschaftsredaktion redaktionell verantwortet wurden, sind unter anderem die folgenden zu nennen:
- Abendstudio
- Der wissenschaftliche Bericht
- Forum der Wissenschaft
- Fragen unserer Zeit
- IQ - Wissenschaft und Forschung
- Kugelblitz
- Medizin aktuell
- Medizin kontrovers
- Nachmittagsstudio
- Radius
- Ratgeber Gesundheit
- Welt der Tiere
Zum Bestand
Das Findbuch umfasst die Aktenüberlieferung der Provenienz Wissenschaft von 1976 bis 2003, vor allem Produktions- und Sendeunterlagen, die monatsweise abgelegt sind. Darüber hinaus finden sich vereinzelt Ordner mit internem und externem Schriftwechsel überliefert. Das Findbuch ist chronologisch sortiert. Angehängt ist ein Personen- und ein Sendetitelindex. Allerdings erschöpften sich die Tätigkeiten der Wissenschaftsredaktion nicht auf Sendungen im Hörfunk. Bei der Verzeichnung stellte sich heraus, dass sich 35 Ordner aus den Jahren 1965 bis 1980 im Hörfunkbestand befanden, aber eigentlich zum Bestand Fernsehen gehören. Bis in die Mitte der 1980er Jahre produzierte die Wissenschaftsredaktion auch Fernsehsendungen. Diese Ordner wurden mit neuen Signaturen (FS) versehen, dem Fernsehbestand, Provenienz Wissenschaftliches Studienprogramm, zugeordnet und in das Findbuch integriert. Die Produktionsfotos, die sich in den Ordnern befanden, wurden exemplarisch im Fotobestand unter F85 erfasst.
Literatur
Bayerischer Rundfunk, Historisches Archiv
- Halbjahresprogrammhefte des Bayerischen Rundfunk;
- Werkstattbericht vor dem BR-Hörfunkausschuss des Rundfunkrats zur Wissenschaftsredaktion durch Gustava Mösler, gehalten am 23. Oktober 1975, GR/5002.21.2;
- Gustava Mösler im Gespräch mit Christoph Lindenmeyer, Sendung im alpha-Forum vom 06.04.2001;
- Udo Reiter, Gestatten, dass ich sitzen bleibe. Mein Leben, Berlin 2013;
Die Wissenschaftsredaktion des Bayerischen Rundfunks wurde 1971 unter dem Namen Naturwissenschaft und Technik gegründet. Sie war innerhalb der HA Kultur und Erziehung neben dem Nachtstudio und der Kulturkritik im Bereich Kunst und Wissenschaft angesiedelt. Erste Leiterin war von 1971 bis 1980 Gustava Mösler. Mösler war seit 1950 für den Bayerischen Rundfunk tätig, baute unter anderem die Wissenschaftsredaktion aus, war Leiterin der Hauptabteilung Kultur und bis 1995 Hörfunkdirektorin. Ab 1973 gehörte die Redaktion der neu formierten Hauptabteilung Kultur an. Sie wurde 1974 von Naturwissenschaft und Technik in Wissenschaftsredaktion umbenannt. Ein Werkstattgespräch vom 23. Oktober 1975 von Gustava Mösler vor dem Hörfunkausschuss gibt einen Einblick in die Tätigkeiten der Wissenschaftsredaktion:
Das gesamte Wissenschaftsprogramm teilt sich in drei Gruppen:
- Aktuelle Berichterstattung über neue Forschungsergebnisse,
- Bildungsprogramme und
- Sendungen, die sich mit den Auswirkungen der Wissenschaft auf unser Leben beschäftigen
Die aktuelle Berichterstattung beispielsweise erfolgte im Rahmen des Abendstudios am Montagabend in einer Art Magazin, zusammengestellt und moderiert von Udo Reiter, dem späteren Hörfunkdirektor. Den Sendeplatz Abendstudio - montags bis donnerstags von 19.30 bis 20 Uhr - füllten verschiedene Redaktionen, darunter auch die Redaktion Nachtstudio [verzeichnet in den Findbüchern zum Nachtstudio]. 1980 übernahm Karl Wilhelm Barwitz die Redaktionsleitung bis 1993. 1993 leiteten zunächst Margot Lehner, Leiterin der Hauptabteilung Kultur, und anschließend Renate Schober die Redaktion kommissarisch. Von 1995 bis zum 30. November 2006 stand die Redaktion unter der Leitung von Renate Schober. An wichtigen Sendereihen, welche von der Wissenschaftsredaktion redaktionell verantwortet wurden, sind unter anderem die folgenden zu nennen:
- Abendstudio
- Der wissenschaftliche Bericht
- Forum der Wissenschaft
- Fragen unserer Zeit
- IQ - Wissenschaft und Forschung
- Kugelblitz
- Medizin aktuell
- Medizin kontrovers
- Nachmittagsstudio
- Radius
- Ratgeber Gesundheit
- Welt der Tiere
Zum Bestand
Das Findbuch umfasst die Aktenüberlieferung der Provenienz Wissenschaft von 1976 bis 2003, vor allem Produktions- und Sendeunterlagen, die monatsweise abgelegt sind. Darüber hinaus finden sich vereinzelt Ordner mit internem und externem Schriftwechsel überliefert. Das Findbuch ist chronologisch sortiert. Angehängt ist ein Personen- und ein Sendetitelindex. Allerdings erschöpften sich die Tätigkeiten der Wissenschaftsredaktion nicht auf Sendungen im Hörfunk. Bei der Verzeichnung stellte sich heraus, dass sich 35 Ordner aus den Jahren 1965 bis 1980 im Hörfunkbestand befanden, aber eigentlich zum Bestand Fernsehen gehören. Bis in die Mitte der 1980er Jahre produzierte die Wissenschaftsredaktion auch Fernsehsendungen. Diese Ordner wurden mit neuen Signaturen (FS) versehen, dem Fernsehbestand, Provenienz Wissenschaftliches Studienprogramm, zugeordnet und in das Findbuch integriert. Die Produktionsfotos, die sich in den Ordnern befanden, wurden exemplarisch im Fotobestand unter F85 erfasst.
Literatur
Bayerischer Rundfunk, Historisches Archiv
- Halbjahresprogrammhefte des Bayerischen Rundfunk;
- Werkstattbericht vor dem BR-Hörfunkausschuss des Rundfunkrats zur Wissenschaftsredaktion durch Gustava Mösler, gehalten am 23. Oktober 1975, GR/5002.21.2;
- Gustava Mösler im Gespräch mit Christoph Lindenmeyer, Sendung im alpha-Forum vom 06.04.2001;
- Udo Reiter, Gestatten, dass ich sitzen bleibe. Mein Leben, Berlin 2013;
2 Findbücher
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
10.06.2025, 10:23 AM CEST