Amtsgericht Uslar (ab 1879) (Bestand)
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NLA HA, Hann. 172 Uslar
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche Bestände >> 1.12 Preußische Provinz Hannover >> 1.12.10 Justiz >> 1.12.10.3 Untere Justizbehörden >> 1.12.10.3.2 Amtsgerichte im Landgerichtsbezirk Göttingen
1830-1973
Bestandsgeschichte: Anfang September 1957 erfasste Richard Drögereit das vor dem Zweiten Weltkrieg im Amtsgericht verbliebene ältere Schriftgut der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Aus dem 1958 übersandten Material sind die jüngeren Hypothekenbücher zu diesem Bestand genommen worden. Bei den 1971 abgegebenen Handelsregisterakten handelt es sich ausschließlich um jüdische Firmen.
Hannover, im Juni 1979
gez. Dr. Manfred Hamann
Bemerkung zur Akzession 2013/058:
Bei der Verzeichnung des Schriftgutes zeigte es sich, dass die vorhandenen Akten überwiegend in einer chronologischen Reihenfolge gelagert waren. Manchmal waren z.B. Obligationen, Depositen oder Verträge in verschiedenen Aktendeckeln, manchmal waren sie zusammengelegt. Besonders mit Zunahme der amtsgerichtlichen Tätigkeit und der zu behandelnden Geschäfte (in den 1870 Jahren kamen z.B. Arreste, Proteste, Untersuchungen, Testamente, Syndikate hinzu) erwies es sich bei der Verzeichnung als zu zeitraubend, die Schriftstücke nach Sachbetreffen zu trennen, wenn dieses nicht schon wegen des Umfanges der Schriftstücke in der Registratur des Amtsgerichts vorgenommen wurde - z.B. bei den Erbbescheinigungen und freiwilligen gerichtlichen Verkäufen, welche mal im Faszikel Amtshandlungsbuch, mal in einem besonderen Aktendeckel zusammengefaßt waren und blieben.
So wurden in die Klassifikation "Sonstige Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit" die - nicht gebundenen - Amtshandlungsbücher - Nrn. 2 bis 10 - eingeordnet, welche in vielen Fällen Schriftstücke vereinen, die sonst auch unter den verschiedenen Punkten vorwiegend der "Freiwilligen Gerichtsbarkeit" eingeordnet sind. Als Beispiel für den Inhalt s. die Enthält-Vermerke der Nummern 2, 3, 8 und 9.
Bestandsgeschichte: Ab 1889 sind diese Gerichtshandlungen in gehefteter Form vorhanden; durch eine weitere Zunahme des Geschäftsverkehrs umfassen sie pro Jahrgang mehrere Faszikel und wurden nicht mehr Amtshandlungsbuch, sondern seitens des Gerichts mit "Andere Handlungen der freiwilligen Gerichtsbarkeit" betitelt. Davon waren dann - teilweise - nicht mehr getrennt, sondern auch eingeheftet die o.a. freiwilligen Verkäufe (Beispiel Nr. 20 und 22), welche aber unter der Klassifikation 08.02.04, Nummern 46 bis 55 auch gesondert vorhanden sind.
Die hier verzeichneten Schriftstücke sind zum Teil beschädigt; dies beruht auf bisheriger unsachgemäßer Lagerung (nicht sorgfältiges Einlegen der einzelnen brüchigen Schriftstücke in eine Akte, so dass der Rand leicht einreißt) und Übergröße "behördenfremder" Schriftstücke wie Zivilstandsurkunden oder Kataster- bzw. Grundbuchunterlagen, aber eben auch auf dem seit Mitte des 19. Jahrhunderts verwendeten Papier.
Hannover, im Mai 2013
gez. Anna Ostendorff
Bestandsgeschichte: Bisher in den Bestand Hann. 172 Uslar eingegangene Zugänge:
Acc. 31/58
Acc. 16/71
Acc. 2009/037
Acc. 2013/058
Stand: November 2021
Findmittel: Im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes ist das maschinenschriftliche Findbuch durch Praktikanten in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im Dezember 2004
Findmittel: EDV-Findbuch 2013
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein. Der Bestand kann noch Zuwachs erfahren.
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Hannover, im Juni 1979
gez. Dr. Manfred Hamann
Bemerkung zur Akzession 2013/058:
Bei der Verzeichnung des Schriftgutes zeigte es sich, dass die vorhandenen Akten überwiegend in einer chronologischen Reihenfolge gelagert waren. Manchmal waren z.B. Obligationen, Depositen oder Verträge in verschiedenen Aktendeckeln, manchmal waren sie zusammengelegt. Besonders mit Zunahme der amtsgerichtlichen Tätigkeit und der zu behandelnden Geschäfte (in den 1870 Jahren kamen z.B. Arreste, Proteste, Untersuchungen, Testamente, Syndikate hinzu) erwies es sich bei der Verzeichnung als zu zeitraubend, die Schriftstücke nach Sachbetreffen zu trennen, wenn dieses nicht schon wegen des Umfanges der Schriftstücke in der Registratur des Amtsgerichts vorgenommen wurde - z.B. bei den Erbbescheinigungen und freiwilligen gerichtlichen Verkäufen, welche mal im Faszikel Amtshandlungsbuch, mal in einem besonderen Aktendeckel zusammengefaßt waren und blieben.
So wurden in die Klassifikation "Sonstige Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit" die - nicht gebundenen - Amtshandlungsbücher - Nrn. 2 bis 10 - eingeordnet, welche in vielen Fällen Schriftstücke vereinen, die sonst auch unter den verschiedenen Punkten vorwiegend der "Freiwilligen Gerichtsbarkeit" eingeordnet sind. Als Beispiel für den Inhalt s. die Enthält-Vermerke der Nummern 2, 3, 8 und 9.
Bestandsgeschichte: Ab 1889 sind diese Gerichtshandlungen in gehefteter Form vorhanden; durch eine weitere Zunahme des Geschäftsverkehrs umfassen sie pro Jahrgang mehrere Faszikel und wurden nicht mehr Amtshandlungsbuch, sondern seitens des Gerichts mit "Andere Handlungen der freiwilligen Gerichtsbarkeit" betitelt. Davon waren dann - teilweise - nicht mehr getrennt, sondern auch eingeheftet die o.a. freiwilligen Verkäufe (Beispiel Nr. 20 und 22), welche aber unter der Klassifikation 08.02.04, Nummern 46 bis 55 auch gesondert vorhanden sind.
Die hier verzeichneten Schriftstücke sind zum Teil beschädigt; dies beruht auf bisheriger unsachgemäßer Lagerung (nicht sorgfältiges Einlegen der einzelnen brüchigen Schriftstücke in eine Akte, so dass der Rand leicht einreißt) und Übergröße "behördenfremder" Schriftstücke wie Zivilstandsurkunden oder Kataster- bzw. Grundbuchunterlagen, aber eben auch auf dem seit Mitte des 19. Jahrhunderts verwendeten Papier.
Hannover, im Mai 2013
gez. Anna Ostendorff
Bestandsgeschichte: Bisher in den Bestand Hann. 172 Uslar eingegangene Zugänge:
Acc. 31/58
Acc. 16/71
Acc. 2009/037
Acc. 2013/058
Stand: November 2021
Findmittel: Im Rahmen eines größeren Erschließungsprojektes ist das maschinenschriftliche Findbuch durch Praktikanten in die archivische EDV-Datenbank unter der Fachsoftware izn-AIDA übertragen worden.
Hannover, im Dezember 2004
Findmittel: EDV-Findbuch 2013
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein. Der Bestand kann noch Zuwachs erfahren.
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
7,8
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ