Professor Dr. Gerhard Barth (Bestand)
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7NL 127
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 7NL Nachlässe >> 7NL 127 Professor Dr. Gerhard Barth
Bestandsbeschreibung: Professor Dr. Gerhard Barth (1927-2002) 1. Zur Person Gerhard Barth wurde am 31.12.1927 als Sohn des Diakons Emil Barth in Bad-Homburg geboren. Vom 15.02.1943 bis 10.02.1946 musste er seine Schulzeit unterbrechen wegen Einberufung zur Heimatflak, zum Reichs-Arbeitsdienst und zum Heer. Vom 7. April 1945 bis 9. Februar 1946 war er in Amerikanischer Kriegsgefangenschaft in Frankreich. Am 18.12.1946 legte er sein Abitur ab und begann im Sommersemester 1947 das Theologische Studium an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal und später in Heidelberg. Die Erste Theologische Prüfung legte er am 18.09.1951 in Wiesbaden und die Zweite Theologische Prüfung am 27.08.1953 in Darmstadt ab. Nach seiner Ordination am 20.09.1953 war er Pfarrvikar bzw. Pfarrverwalter in verschiedenen Gemeinden in und um Frankfurt/Main. Am 07.05.1955 promovierte er zum Dr. theol. in Heidelberg. Von Mai 1957 bis Dezember 1963 war er Pfarrer in der Ev. Paulusgemeinde in Mainz. Am 29.08.1958 heiratete er die Kindergärtnerin Gisela Steinke. Aus der Ehe ging ein Kind hervor. 1963 wurde Gerhard Barth zum hauptamtlichen Dozenten (Neues Testament) an der Theologischen Hochschule in Sào Leopoldo / Brasilien berufen, wo er bis 1968 wirkte. Von Mai 1968 bis Oktober 1970 war er Pfarrer in der Ev. Auferstehungsgemeinde Mainz. Am 1. November 1970 übernahm Barth als Nachfolger von Georg Eichholz einen Lehrstuhl für Neues Testament an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal, den er bis zu seiner Emeritierung 1990 innehatte. 2. Zum Bestand und seiner Erschließung Der Nachlass wurde 2003 von Ehefrau Gisela Barth an das Evangelische Archiv im Rheinland übergeben und im Mai und Juni 2022 bearbeitet. Drei Regalmeter DIN A5 Aktenordner wurden in DIN A5 Archivordner und einige Archivmappen umgebettet. Eine zeitliche oder inhaltliche Rheinfolge der Aktenordner war nicht vorhanden. Die Klassifikation ergab 70 Verzeichnungseinheiten, die in drei Gruppen gegliedert wurden: 1. Biografisches, 2. Lehrveranstaltungen und 3. Materialsammlung. Das Nachlassfragment verfügt überwiegend Materialien aus universitärer Tätigkeit zum Forschungsschwerpunkt Neues Testament. Nur der erste Klassifizierungsast beinhaltet Todesanzeigen und einen Nachruf auf Gerhard Barth. Korrespondenzen oder Predigten sind nicht vorhanden. Der Schwerpunkt des Bestandes liegt auf der wissenschaftlichen Lehrtätigkeit an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal (1970-1990) und schlägt sich u.a. in Vorlesungs-, Seminar- und Aufsatzmanuskripten nieder. Es finden sich einzelne Vorträge aus dem Studium (1949), Promotion (1955) und früherer universitärer Lehrtätigkeit wider. Vorlesungen und Seminare sind zum größten Teil wörtlich und handschriftlich ausgearbeitet. Da immer wieder alte Konzepte verwandt wurden, sind Datumsangaben manchmal mehrfach oder gar nicht vorhanden. Datierbare Manuskripte konnten mit Hilfe der Vorlesungsverzeichnisse der Kirchlichen Hochschule Wuppertal (2LR 045, 4452-4453) zu einer speziellen Veranstaltung zugeordnet werden. Den größten Teil des Bestandes bildet die umfangreiche Materialsammlung zur neutestamentlichen Theologie. Darunter sind zahlreiche Exzerpte, Literaturberichte, Aufsätze, Notizen und einige Zeitungsartikel. Inhalt: Vorlesungsmanuskripte, Seminarunterlagen, Exzerpte und Materialsammlungen. Akzessionsdatum: 2003. Hinweis Ergänzender Bestand 2LR 045 Personalakte 313
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ