Parteien: Franz von Cronberg, kurmainzischer Amtmann in Höchst und Hofheim gegen die Grafen Ludwig von Löwenstein-Wertheim und Georg von Erbach als Inhaber der Herrschaft Breuberg Vertreter: Lic. Antoinius Streitt 1597 Dr. Leonhard Wolff 1597 (1593) Gegenstand: secundi mandati den abgepfendten zehendt wein zu Werth b(elangend) Eingriff in Obrigkeit über die Kl. verschriebene kurmainzische Pfandschaft Wörth durch Einfall in dortigen Weingarten gen. Boxberg. Diesen haben Amtmann der Bekl. zu Breuberg Johann Dingeler und Zehntgraf zu Lützelbach Melchior Emmen mit mehreren Bauern unter Mitnahme von Trauben und Weingeschirr ablesen lassen. Bekl. rechtfertigen Maßnahme mit Zehntherrschaft in Markung Wörth, wo großer Frucht- und Weinzehnt zu zwei Dritteln Herrschaft Breuberg und zu einem Drittel verschiedenen Kapitularen des Stifts Aschaffenburg gehört. Kl. beansprucht für gen. Weinberg Zehntfreiheit kraft unvordenklichen Herkommens; dass kronbergischer Untertan Till Krämer 1594 Zehnt gereicht hat, geschah ohne Vorwissen und Befehl der Herrschaft.
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Parteien: Franz von Cronberg, kurmainzischer Amtmann in Höchst und Hofheim gegen die Grafen Ludwig von Löwenstein-Wertheim und Georg von Erbach als Inhaber der Herrschaft Breuberg Vertreter: Lic. Antoinius Streitt 1597 Dr. Leonhard Wolff 1597 (1593) Gegenstand: secundi mandati den abgepfendten zehendt wein zu Werth b(elangend) Eingriff in Obrigkeit über die Kl. verschriebene kurmainzische Pfandschaft Wörth durch Einfall in dortigen Weingarten gen. Boxberg. Diesen haben Amtmann der Bekl. zu Breuberg Johann Dingeler und Zehntgraf zu Lützelbach Melchior Emmen mit mehreren Bauern unter Mitnahme von Trauben und Weingeschirr ablesen lassen. Bekl. rechtfertigen Maßnahme mit Zehntherrschaft in Markung Wörth, wo großer Frucht- und Weinzehnt zu zwei Dritteln Herrschaft Breuberg und zu einem Drittel verschiedenen Kapitularen des Stifts Aschaffenburg gehört. Kl. beansprucht für gen. Weinberg Zehntfreiheit kraft unvordenklichen Herkommens; dass kronbergischer Untertan Till Krämer 1594 Zehnt gereicht hat, geschah ohne Vorwissen und Befehl der Herrschaft.
Abt. Staatsarchiv Wertheim, R-J 10 Nr. 1
R-Rep. 9 Nr. 230
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Wertheim, R-J 10 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> Titelaufnahmen
1597-1600
Darin: Q 5 Güteentscheid Karls IV. in Streit zwischen Kurzmainz und Graf Eberhard von Wertheim über Zehnt und Kirchsatz sowie andere Rechte in Wörth 1366.
Q 7 Schriftsatz prod. 1598 mit Benennung von alten Leuten in Wörth als Zeugen
Q 7 Schriftsatz prod. 1598 mit Benennung von alten Leuten in Wörth als Zeugen
Q 1-7
Archivale
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 3:21 PM CET