Brief von Julius Maximilian Schottky an Friedrich Heinrich von der Hagen
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S, HHI.AUT.2010.5028.1
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04.08.1816
An den Germanisten Friedrich Heinrich von der Hagen mit Erwähnung von dessen berühmter "Nibelungen"-Ausgabe sowie seiner Bücher "Niederdeutsche Psalmen aus der Karolinger Zeit" und "Irmin, seine Säule, seine Strage und seine Wagen". Erwähnt außerdem Middeldorpf, Raumer und Büsching, der nach Warmbrunn aufgebrochen ist: "[...] In Breslau mag mir's in mancher Hinsicht gar nicht gefallen. Es ist ein höchst prosaisches, philiströses Wesen, was die Mehrzahl des Volkes betrifft [...] Der Geburtstag unsres Königs (gestern) ist hier sehr wenig, schlecht oder gar nicht gefeiert worden [...] kein Leben und Frohsinn, alles trocken und steif [...] Dieser Tage habe ich sehr schöne Empfehlungsschreiben an Beethoven, Hummel pp. erhalten [...] Will ich mich recht lebhaft an Ihre Persönlichkeit erinnern, so denke ich mir Sie im braunen Rock mit Stulpstiefeln, weißer Weste und steifem Halskragen, in voller Arbeit an Ihrem Stehpulte. Dabei glaube ich mich nun von das Soffa versetzt, und alle Anstalten machend, die Nibelungen mit geziemender Bequemlichkeit mit Ihnen lesen zu können [...]"
2 S.
1 eigenhändiger Brief mit Unterschrift
Archivalie – Korrespondenz
Deutsch
Eng beschriftet. Leicht gebräumt
Breslau - Absendeort
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
11.11.2025, 11:58 MEZ