Hans Haug, Bürger zu Ravensburg, gibt Kuntz Blum von Haslach, seinem ehemals "flüchtig" gewesenen Eigenmann, den Satz der Mühle und Mühlstatt zu Haslach und des Gutes zu Hagmans zu kaufen gegen 40 Pfund Heller. Von der Mühle hat er jährlich 5 1/2 Pfund 2 Schilling Heller, von dem Gut 30 Schilling Heller und 2 Malter Korn auf St. Martinstag an Hans Haug oder seine Erben abzuliefern. Will er den Besitz wieder verkaufen, so hat es mit Genehmigung Haugs zu geschehen. Hält Kuntz Blum den beschworenen Vertrag nicht ein, so soll er meineidig, rechtlos und leibeigen sein. Besiegelt vom Aussteller und Ulrich Brocken. Stadtammann zu Ravensburg. 1430, am St. Ambrosiustag. Orig. Perg. (am oberen Rand beschädigt), 2 S. fehlen.
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Hans Haug, Bürger zu Ravensburg, gibt Kuntz Blum von Haslach, seinem ehemals "flüchtig" gewesenen Eigenmann, den Satz der Mühle und Mühlstatt zu Haslach und des Gutes zu Hagmans zu kaufen gegen 40 Pfund Heller. Von der Mühle hat er jährlich 5 1/2 Pfund 2 Schilling Heller, von dem Gut 30 Schilling Heller und 2 Malter Korn auf St. Martinstag an Hans Haug oder seine Erben abzuliefern. Will er den Besitz wieder verkaufen, so hat es mit Genehmigung Haugs zu geschehen. Hält Kuntz Blum den beschworenen Vertrag nicht ein, so soll er meineidig, rechtlos und leibeigen sein. Besiegelt vom Aussteller und Ulrich Brocken. Stadtammann zu Ravensburg. 1430, am St. Ambrosiustag. Orig. Perg. (am oberen Rand beschädigt), 2 S. fehlen.
Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 486 U 96
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, B 486 Rot an der Rot, Prämonstratenserkloster
Rot an der Rot, Prämonstratenserkloster >> Urkunden >> IX. Fremde Bestandteile des Klosterarchivs >> 2. Weltliche Personen >> Sonstige
1430 April 4
Urkunden
Blum, Kunz, Müller, Haslach
Brocken, Ulrich, Stadtammann, Ravensburg
Haug, Hans, Bürger, Ravensburg
Harmen : Haslach, Rot an der Rot BC
Haslach : Rot an der Rot BC; Mühle
Ravensburg RV
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:27 MEZ
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