Sulz W (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 406 L
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Topographische Auslesebestände und Bezirksbehörden >> Oberämter, Kellereien und Geistliche Verwaltungen >> Heimsheim - Winnenden
(1325-) 1626-1807
1. Zur Geschichte von Stadt und Amt Sulz: Sulz am Neckar, 790 erstmals als Gerichtsstätte bei einer Schenkung des Klosters St. Gallen erwähnt, verdankt seinen Namen den reichen Salzquellen, die dort genutzt wurden. Bis 1803 hat Württemberg seinen gesamten Salzbedarf von dort bezogen. Der Ort wurde namengebend für die Grafen von Sulz (Ersterwähnung 1095, 1687 ausgestorben), die ihren Sitz oberhalb des Orts auf der Burg Albeck hatten. 1251 gelangte der Kern der Grafschaft Sulz (Sulz, Schenkenzell und Loßburg) an die Grafen von Geroldseck, die um 1300 eine eigene Linie (von Geroldseck zu Sulz) begründeten. Unter den Geroldseckern wurde Sulz 1284/85 zur Stadt erhoben. 1471 kam Württemberg in den Besitz der Herrschaft. Seither war Sulz der Sitz des Amtes und späteren Oberamts, zu dem die Dörfer Fluorn, Marschalkenzimmern, Mühlheim am Bach, Sigmarswangen und Aistaig sowie die obengen. Burg Albeck gehörten. 1483 wurde Sulz auch Sitz des württembergischen Obervogts am Schwarzwald, dem die Ämter Sulz, Rosenfeld, Dornstetten, Dornhan und Hornberg unterstellt waren. 1794 wurde die Stadt Sulz durch einen Brand zerstört und anschließend einheitlich wieder aufgebaut. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts trat eine grundlegende territoriale Neugliederung in Kraft. Das Oberamt Sulz wurde zusammen mit den Oberämtern Rottweil und Oberndorf der neu errichteteten Landvogtei am Oberen Neckar mit Sitz in Rottweil untergeordnet. Bei der Gebietsreform von 1938 kamen die Gemeinden des Oberamts Sulz teils zum Landkreis Horb, teils zum Landkreis Rottweil. Der heutige Landkreis Rottweil wurde 1973 geschaffen. Literatur: Baden-Württemberg (Handbuch der historischen Stätten Deutschlands, Bd. 6), herausgegeben von Max Miller und Gerhard Taddey, Stuttgart 1965 Das Land Baden-Württemberg, Bd. 6, Stuttgart 1982
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Der vorliegende Bestand A 406 L Sulz W wurde dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Jahr 1969 vom Staatarchiv Ludwigsburg im Rahmen eines umfangreichen Archivalientauschs übergeben (Az.: H. I. 11a). Die Abgabe blieb als eigenständiger Bestand bestehen. Zur Unterscheidung von dem im Hauptstaatsarchiv bereits vorhandenen Bestand A 406 Sulz W wurde diesem die Kennzeichnung L beigefügt. Weitere Überlieferungen betreffend das Amt Sulz finden sich vor allem in folgenden Beständen: A 206 Oberrat: Ältere Ämterakten A 213 Oberrat: Jüngere Ämterakten A 249 Rentkammer: Ämterakten A 302 Weltliche Ämterrechnungen A 304 Reskripten- und Berichtsbücher der Bezirksämter A 568 Saline Sulz A 602 Württembergische Regesten H 101/55 Weltliche Lagerbücher: Oberamt Sulz. 42 Büschel waren bisher durch ein von Karl Otto Müller u.a. erstelltes, handschriftliches vorläufiges Archivverzeichnis erschlossen. 10 Büschel waren unverzeichnet; davon stammen drei aus dem Bestand A 407 L Sulz G (jetzt A 406 L Bü 46, 47 und 50). Die seitherigen Büschelnummern wurden beibehalten. Vgl. auch die Konkordanz am Ende des Repertoriums. Die Akten wurden nach einer Sachgliederung, die Barbara Hoen 1997 zur Verzeichnung der altwürttembergischen Amtsbestände entwickelt hat, klassifiziert (vgl. Az. 7511.0 vom 2.1.1997). Die Aufnahme erfolgte im November 2002 mit Hilfe des Computerprogramms Midosa 95 durch den Anwärter Tobias Teyke unter Anleitung der Unterzeichneten. Der Bestand umfaßt nun 52 Büschel im Umfang von 0,9 lfd. m. Das Findbuch von K.O. Müller wurde in den Bestand A 605 Ältere Repertorien eingeordnet. Bei der Verzeichnung wurde folgende Literatur verwendet: Fritz Bürkle, Karl August Friedrich von Duttenhofer ( 1758-1836). Pionier des Wasserbaus in Württemberg (Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart Bd. 41), Stuttgart 1988 Hermann Fischer, Schwäbisches Wörterbuch, Bd. 1-6, Tübingen 1904-1936 Walther Pfeilsticker, Neues württembergisches Dienerbuch, Bd. 1-3, Stuttgart 1957-1974 August Ludwig Reyscher, Vollständige, historisch und kritisch bearbeitete Sammlung der württembergischen Gesetze, Bd. 1-19, 1828-1851 Stuttgart, im November 2002 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis:
Az. Aktenzeichen
Bd. Band
Bem. Bemerkung
Bestellsign. Bestellsignatur
betr. betreffend
Bl. Blatt
Bü Büschel
bzw. beziehungsweise
ca. circa
ff. folgende
G Geistlich
L Ludwigsburg
lfd. m laufende Meter
o.D. ohne Datum
Ordnungsnr. Ordnungsnummer
o.S. ohne Seitenzahl
S. Seite
Schr. Schriftstück(e)
Tgb.Nr. Tagebuchnummer
u.a. und anderen, unter anderem
vgl. vergleiche
z.T. zum Teil
Konkordanz:
alte Nr. Ordnungsnr. neue Nr.
Bü 1 9 Bü 1
Bü 2 12 Bü 2
Bü 3 11 Bü 3
Bü 4 25 Bü 4
Bü 5 35 Bü 5
Bü 6 46 Bü 6
Bü 7 47 Bü 7
Bü 8 26 Bü 8
Bü 9 20 Bü 9
Bü 10 34 Bü 10
Bü 11 4 Bü 11
Bü 12 5 Bü 12
Bü 13 6 Bü 13
Bü 14 36 Bü 14
Bü 15 18 Bü 15
Bü 16 8 Bü 16
Bü 17 14 Bü 17
Bü 18 7 Bü 18
Bü 19 10 Bü 19
Bü 20 19 Bü 20
Bü 21 22 Bü 21
Bü 22 39 Bü 22
Bü 23 48 Bü 23
Bü 24 32 Bü 24
Bü 25 17 Bü 25
Bü 26 42 Bü 26
Bü 27 43 Bü 27
Bü 28 33 Bü 28
Bü 29 30 Bü 29
Bü 30 49 Bü 30
Bü 31 23 Bü 31
Bü 32 45 Bü 32
Bü 33 21 Bü 33
Bü 34 2 Bü 34
Bü 35 13 Bü 35
Bü 36 29 Bü 36
Bü 37 Nr. 1 1 Bü 37
Bü 37 Nr. 2 24 Bü 42
Bü 38 31 Bü 38
Bü 39 28 Bü 39
Bü 40 50 Bü 40
Bü 41 3 Bü 41
Unverzeichnet 15 Bü 43
Unverzeichnet 16 Bü 44
Unverzeichnet 27 Bü 45
Unverzeichnet 37 Bü 46
Unverzeichnet 38 Bü 47
Unverzeichnet 40 Bü 48
Unverzeichnet 41 Bü 49
Unverzeichnet 44 Bü 50
Unverzeichnet 51 Bü 51
Unverzeichnet 52 Bü 52
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Der vorliegende Bestand A 406 L Sulz W wurde dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Jahr 1969 vom Staatarchiv Ludwigsburg im Rahmen eines umfangreichen Archivalientauschs übergeben (Az.: H. I. 11a). Die Abgabe blieb als eigenständiger Bestand bestehen. Zur Unterscheidung von dem im Hauptstaatsarchiv bereits vorhandenen Bestand A 406 Sulz W wurde diesem die Kennzeichnung L beigefügt. Weitere Überlieferungen betreffend das Amt Sulz finden sich vor allem in folgenden Beständen: A 206 Oberrat: Ältere Ämterakten A 213 Oberrat: Jüngere Ämterakten A 249 Rentkammer: Ämterakten A 302 Weltliche Ämterrechnungen A 304 Reskripten- und Berichtsbücher der Bezirksämter A 568 Saline Sulz A 602 Württembergische Regesten H 101/55 Weltliche Lagerbücher: Oberamt Sulz. 42 Büschel waren bisher durch ein von Karl Otto Müller u.a. erstelltes, handschriftliches vorläufiges Archivverzeichnis erschlossen. 10 Büschel waren unverzeichnet; davon stammen drei aus dem Bestand A 407 L Sulz G (jetzt A 406 L Bü 46, 47 und 50). Die seitherigen Büschelnummern wurden beibehalten. Vgl. auch die Konkordanz am Ende des Repertoriums. Die Akten wurden nach einer Sachgliederung, die Barbara Hoen 1997 zur Verzeichnung der altwürttembergischen Amtsbestände entwickelt hat, klassifiziert (vgl. Az. 7511.0 vom 2.1.1997). Die Aufnahme erfolgte im November 2002 mit Hilfe des Computerprogramms Midosa 95 durch den Anwärter Tobias Teyke unter Anleitung der Unterzeichneten. Der Bestand umfaßt nun 52 Büschel im Umfang von 0,9 lfd. m. Das Findbuch von K.O. Müller wurde in den Bestand A 605 Ältere Repertorien eingeordnet. Bei der Verzeichnung wurde folgende Literatur verwendet: Fritz Bürkle, Karl August Friedrich von Duttenhofer ( 1758-1836). Pionier des Wasserbaus in Württemberg (Veröffentlichungen des Archivs der Stadt Stuttgart Bd. 41), Stuttgart 1988 Hermann Fischer, Schwäbisches Wörterbuch, Bd. 1-6, Tübingen 1904-1936 Walther Pfeilsticker, Neues württembergisches Dienerbuch, Bd. 1-3, Stuttgart 1957-1974 August Ludwig Reyscher, Vollständige, historisch und kritisch bearbeitete Sammlung der württembergischen Gesetze, Bd. 1-19, 1828-1851 Stuttgart, im November 2002 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis:
Az. Aktenzeichen
Bd. Band
Bem. Bemerkung
Bestellsign. Bestellsignatur
betr. betreffend
Bl. Blatt
Bü Büschel
bzw. beziehungsweise
ca. circa
ff. folgende
G Geistlich
L Ludwigsburg
lfd. m laufende Meter
o.D. ohne Datum
Ordnungsnr. Ordnungsnummer
o.S. ohne Seitenzahl
S. Seite
Schr. Schriftstück(e)
Tgb.Nr. Tagebuchnummer
u.a. und anderen, unter anderem
vgl. vergleiche
z.T. zum Teil
Konkordanz:
alte Nr. Ordnungsnr. neue Nr.
Bü 1 9 Bü 1
Bü 2 12 Bü 2
Bü 3 11 Bü 3
Bü 4 25 Bü 4
Bü 5 35 Bü 5
Bü 6 46 Bü 6
Bü 7 47 Bü 7
Bü 8 26 Bü 8
Bü 9 20 Bü 9
Bü 10 34 Bü 10
Bü 11 4 Bü 11
Bü 12 5 Bü 12
Bü 13 6 Bü 13
Bü 14 36 Bü 14
Bü 15 18 Bü 15
Bü 16 8 Bü 16
Bü 17 14 Bü 17
Bü 18 7 Bü 18
Bü 19 10 Bü 19
Bü 20 19 Bü 20
Bü 21 22 Bü 21
Bü 22 39 Bü 22
Bü 23 48 Bü 23
Bü 24 32 Bü 24
Bü 25 17 Bü 25
Bü 26 42 Bü 26
Bü 27 43 Bü 27
Bü 28 33 Bü 28
Bü 29 30 Bü 29
Bü 30 49 Bü 30
Bü 31 23 Bü 31
Bü 32 45 Bü 32
Bü 33 21 Bü 33
Bü 34 2 Bü 34
Bü 35 13 Bü 35
Bü 36 29 Bü 36
Bü 37 Nr. 1 1 Bü 37
Bü 37 Nr. 2 24 Bü 42
Bü 38 31 Bü 38
Bü 39 28 Bü 39
Bü 40 50 Bü 40
Bü 41 3 Bü 41
Unverzeichnet 15 Bü 43
Unverzeichnet 16 Bü 44
Unverzeichnet 27 Bü 45
Unverzeichnet 37 Bü 46
Unverzeichnet 38 Bü 47
Unverzeichnet 40 Bü 48
Unverzeichnet 41 Bü 49
Unverzeichnet 44 Bü 50
Unverzeichnet 51 Bü 51
Unverzeichnet 52 Bü 52
52 Büschel
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ