Rupert Graf von Virneburg (Vyrne-), Marschall in Westfalen des Kölner Erzbischofs Heinrich, bekundet, er habe ein Burgrecht in Rüthen (Ruden), das in der Volkssprache Burglehn (borglen) genannt werde, und zwar in der Form von Einkünften von sechs Mark in Soest (Sosati) gültigen Geldes, die der Erzbischof von Köln dem Knappen Frederich von Mellrich (Meldrike) übertragen hatte, in dessen Auftrag dem Knappen angewiesen. Diese Renten sind zu erheben aus den Gütern bzw. Äckern des Konvents in Welver (Weluere) in Höhe von 16 Schillingen, von den Äckern des Konvents in Oelinghausen (Olinchusen) mit 13 Schillingen und drei Pfennigen, von den Gütern, die Bodo von Hondorpe besitzt, sechs Schillinge, von den Gütern, die Bertold von Wilmarinctorp besitzt, 12 Schillinge, und von den Gütern, die Hermann, der Sohn des Jordan von Stocholten besitzt, 12 Schillinge. Die Konvente und die anderen sind verpflichtet, diese Summen der Kölner Kirche als Zins zu entrichten bzw. dem Knappen jährlich zu geben. Der Marschall weist dem Knappen außerdem zwei in Uelde (Vlde) gelegenen Güter an, von denen er (der Marschall) einen halben Malter Hafer gehabt hat. Dies geschieht mit allem Zubehör, was in der Volkssprache "mit aller slachter nut" heißt. Siegelankündigung des Marschalls. Datum 1328 Feb. 2 (in die Purificacionis Marie).