Paul Vogel von Breitingen ("Braittingen") [Alb-Donau-Kreis] bekennt, dass ihm der Priester Peter Schütz, derzeit Kaplan an dem der heiligen Dreieinigkeit geweihten Altar in der vormaligen Allerheiligenkirche [abgegangen, Bereich Alter Friedhof] vor dem Frauentor in Ulm [abgegangen, zwischen Frauenstraße 56 und 61, Lagerbuch Nr. 417], auf Lebenszeit eine halbe Hufe in Breitingen, die seiner Pfründe gehört, verliehen hat. Diese halbe Hufe hat zuvor sein verstorbener Vater Paul Vogel der Ältere bewirtschaftet. Dazu gehören Haus, Hofstatt, Stadel und Garten im Dorf sowie Äcker und Mähder in der Gemarkung Breitingen. Er verpflichtet sich, die halbe Hufe in gutem Kulturzustand zu halten, nichts von ihren Zugehörungen zu verpfänden oder zu verkaufen und auch keinen auf der Hufe geernteten Samen zu verkaufen. Dem jeweiligen Kaplan der Pfründe wird er von der halben Hufe jährlich 7 Imi Fesen, 7 Imi Hafer und 6 Imi Roggen Ulmer Maß, 10 Schilling Heller Heugeld, 2 Metzen Öl oder dafür 5 Schilling Heller, 100 Eier, 4 Herbsthühner und 1 Fastnachtshuhn nach Ulm liefern. Bei Säumnissen in der Lieferung der Abgaben, unsachgemäßer Bewirtschaftung sowie nach seinem Tod fällt die halbe Hufe wieder an den Kaplan zurück.

Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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