Ellwangen, Regierung: Forst- und Jagdsachen, Neuere Aufnahme (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 413 a
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Neuwürttembergische Bestände vor 1803 bzw. vor 1806/10 >> Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien
1546-1802
Überlieferungsgeschichte
Der Bestand enthält Akten der ellwangischen Regierung (Hofrat) und der Hofkammer über Forst- und Jagdangelegenheiten, soweit sie nach der Aufhebung des Stifts als Vorakten an württembergische Nachfolgebehörden abgegeben wurden und in den Jahren vor und nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen mit anderem Schriftgut dieser Dienststellen ins Staatsarchiv gelangten.
Inhalt und Bewertung
Die Archivalien gliedern sich - jeweils nach Ämtern geordnet - in folgende Rubriken: Verordnungen und Dienstinstruktionen (1624-1802); - Wald- und Holzbeschreibungen (1587-1800); - Markungs- und Renovationssachen, Visitationen (1602-1801); - Grundstocksveränderungen: Abteilung, Tausch, Kauf und Verkauf von Waldungen und Wiesen (1680-1802); - Fällung und Abgabe von Bau-, Gewerbe- und Brennholz (1584-1803); - Weide-, Harz- und Äckerichrechte, Laubstreu (1564-1802); - Forstlicher Wirtschaftsbetrieb: Waldausstockung, Eichenpflanzung (1609-1802).
NB.: Die 2. Rubrik enthält nur Akten über Wald- und Holzbeschreibungen. Die Beschreibungen selbst befinden sich in Bestand H 222 des Hauptstaatsarchivs Stuttgart.
Vorbemerkung: Bereits seit dem 15. Jahrhundert besaß die Fürstpropstei Ellwangen Beamte zur Versehung des Jagd- und Forstwesens. Eigentliche, locker gefügte Behörden für das Jagd- und Forstwesen entstanden erst im 16 Jahrhundert. Ihre ineinandergreifenden Kompetenzen führten im 17. Jahrhundert zu einer gewissen Vereinigung, indem der Oberjägermeister, der oftmals in Personalunion des Amt des Oberforstmeisters bekleidete, das Jagd- und Forstwesen leitete. Mit der Errichtung des Jagd- und Forstamts 1735 sollten die Kompetenzen klar abgegrenzt und die fortwährenden Rangstreitigkeiten der jetzt wieder getrennt amtierenden obersten Beamten beseitigt werden. Eine selbständige Stellung konnte die Behörde indes nicht erlangen. Sie blieb von der 1734 errichteten Hofkammer weitgehend abhängig, die oftmals, unter Umgehung des Jagd- und Forstamts, Verordnungen in Forstsachen unmittelbar an die Ämter ergehen ließ. Über eine eigene Registratur hat die Behörde anscheinend nie verfügt. Ihr Schriftverkehr wurde über die Kanzlei des Hofrats (Regierung) bzw. der Hofkammer, zum Teil auch über die Oberämter, in denen einige Oberforst- und Oberjägermeister das Amt des Oberamtmanns bekleideten, abgewickelt. Dieser Umstand sowie das Bestehen einer eigenen Jagd- und Forstbehörde des Kapitels Ellwangen trugen dazu bei, daß bei der zu Anfang des 19. Jahrhunderts erfolgten Anlagen der altellwangischen Repertorien auch Akten betreffend das Forst- und Jagdwesen in verschiedene Bestände gelangten. Mit dem Übergang Ellwangens an Württemberg (1803) wurden altellwangische Forst- und Jagdakten als Vorakten an das Forstdepartement zu Ellwangen bzw. an die 1806 errichtete Forstdirektion Stuttgart, die Vorbehörde des Forstrats, und an die Forstämter alter Ordnung Ellwangen, Heidenheim, Crailsheim, Schwäbisch Hall, Aalen bzw. Kapfenburg abgegeben. Die Masse der im Ellwangischen Archiv vorhandenen Akten betreffend das Forst- und Jagdwesen wurde von Josef Ignaz Burger, Archivamtsverweser im Staatlichen Nebenarchiv zu Ellwangen, in den Jahren 1841-1842 nach einem von ihm entworfenen induktiven Rubrikenschema verzeichnet (vgl. Repertorium E 62 a, Nr. 2). Dieser Bestand trug im Staatsarchiv Ludwigsburg seit 1937 die Signatur B 413. Noch während der Verzeichnungsarbeiten Burgers wurden weitere Forst- und Jagdakten altellwangischer Provenienz an entsprechende Nachfolgebehörden ausgefolgt. Bei der Verzeichnung der Aktenablieferungen dieser Behörden im Staatsarchiv wurden nach 1945 die Akten altellwangischer Provenienz ausgesondert und mit anderen, aus sonstigen Beständen ebenfalls ausgehobenen altellwangischen Akten vereinigt. Im Oktober 1959 wurde mit der Verzeichnung dieses Depositums, insgesamt 8,5 lfd. m, begonnen. Nachdem sich herausgestellt hatte, daß der Umfang der darin enthaltenen Forst- und Jagdakten erheblich war, mußte davon Abstand genommen werden, diese Akten in den bereits vorliegenden Bestand B 413 einzuarbeiten. Statt dessen erfolgte die Bildung eines neuen Bestands B 413 a. Zahlreiche Akten des Bestands B 413 a tragen die von Burger herrührende Signatur: Kasten Lit (A, B, usf.) Fach I, II usf.) Fasz. Nr. ¿. Es handelt sich dabei um die oben erwähnten, noch während Burgers Verzeichnungsarbeit ausgefolgten Akten. Daneben finden sich noch 5 weitere Signaturschichten, die aus dem 17. bis 19. Jahrhundert stammen. Wegen der Lückenhaftigkeit dieser Signaturen war jedoch die Gliederung des Bestands nach einem induktiv gewonnenen Schema unumgänglich. Bei Nachforschungen über das ellwangische Forst- und Jagdwesen sind außer den Beständen B 413 und B 413 a auch die Bestände B 397 I und II, B 400-401 sowie die Forstratsprotokolle in B 387 und die Rechnungen betreffend das Forst- und Jagdwesen in B 384 heranzuziehen. Der Klassifikationspunkt 2 enthält nur Akten über Wald- und Holzbeschreibungen. Die Beschreibungen selbst befinden sich in Bestand H 222 des HStAS. Der vorliegende Bestand B 413 a umfaßt in 399 Büscheln 3,1 lfd. m. Ludwigsburg, Mai 1960 Dr. B. Ottnad
Der Bestand enthält Akten der ellwangischen Regierung (Hofrat) und der Hofkammer über Forst- und Jagdangelegenheiten, soweit sie nach der Aufhebung des Stifts als Vorakten an württembergische Nachfolgebehörden abgegeben wurden und in den Jahren vor und nach dem Zweiten Weltkrieg zusammen mit anderem Schriftgut dieser Dienststellen ins Staatsarchiv gelangten.
Inhalt und Bewertung
Die Archivalien gliedern sich - jeweils nach Ämtern geordnet - in folgende Rubriken: Verordnungen und Dienstinstruktionen (1624-1802); - Wald- und Holzbeschreibungen (1587-1800); - Markungs- und Renovationssachen, Visitationen (1602-1801); - Grundstocksveränderungen: Abteilung, Tausch, Kauf und Verkauf von Waldungen und Wiesen (1680-1802); - Fällung und Abgabe von Bau-, Gewerbe- und Brennholz (1584-1803); - Weide-, Harz- und Äckerichrechte, Laubstreu (1564-1802); - Forstlicher Wirtschaftsbetrieb: Waldausstockung, Eichenpflanzung (1609-1802).
NB.: Die 2. Rubrik enthält nur Akten über Wald- und Holzbeschreibungen. Die Beschreibungen selbst befinden sich in Bestand H 222 des Hauptstaatsarchivs Stuttgart.
Vorbemerkung: Bereits seit dem 15. Jahrhundert besaß die Fürstpropstei Ellwangen Beamte zur Versehung des Jagd- und Forstwesens. Eigentliche, locker gefügte Behörden für das Jagd- und Forstwesen entstanden erst im 16 Jahrhundert. Ihre ineinandergreifenden Kompetenzen führten im 17. Jahrhundert zu einer gewissen Vereinigung, indem der Oberjägermeister, der oftmals in Personalunion des Amt des Oberforstmeisters bekleidete, das Jagd- und Forstwesen leitete. Mit der Errichtung des Jagd- und Forstamts 1735 sollten die Kompetenzen klar abgegrenzt und die fortwährenden Rangstreitigkeiten der jetzt wieder getrennt amtierenden obersten Beamten beseitigt werden. Eine selbständige Stellung konnte die Behörde indes nicht erlangen. Sie blieb von der 1734 errichteten Hofkammer weitgehend abhängig, die oftmals, unter Umgehung des Jagd- und Forstamts, Verordnungen in Forstsachen unmittelbar an die Ämter ergehen ließ. Über eine eigene Registratur hat die Behörde anscheinend nie verfügt. Ihr Schriftverkehr wurde über die Kanzlei des Hofrats (Regierung) bzw. der Hofkammer, zum Teil auch über die Oberämter, in denen einige Oberforst- und Oberjägermeister das Amt des Oberamtmanns bekleideten, abgewickelt. Dieser Umstand sowie das Bestehen einer eigenen Jagd- und Forstbehörde des Kapitels Ellwangen trugen dazu bei, daß bei der zu Anfang des 19. Jahrhunderts erfolgten Anlagen der altellwangischen Repertorien auch Akten betreffend das Forst- und Jagdwesen in verschiedene Bestände gelangten. Mit dem Übergang Ellwangens an Württemberg (1803) wurden altellwangische Forst- und Jagdakten als Vorakten an das Forstdepartement zu Ellwangen bzw. an die 1806 errichtete Forstdirektion Stuttgart, die Vorbehörde des Forstrats, und an die Forstämter alter Ordnung Ellwangen, Heidenheim, Crailsheim, Schwäbisch Hall, Aalen bzw. Kapfenburg abgegeben. Die Masse der im Ellwangischen Archiv vorhandenen Akten betreffend das Forst- und Jagdwesen wurde von Josef Ignaz Burger, Archivamtsverweser im Staatlichen Nebenarchiv zu Ellwangen, in den Jahren 1841-1842 nach einem von ihm entworfenen induktiven Rubrikenschema verzeichnet (vgl. Repertorium E 62 a, Nr. 2). Dieser Bestand trug im Staatsarchiv Ludwigsburg seit 1937 die Signatur B 413. Noch während der Verzeichnungsarbeiten Burgers wurden weitere Forst- und Jagdakten altellwangischer Provenienz an entsprechende Nachfolgebehörden ausgefolgt. Bei der Verzeichnung der Aktenablieferungen dieser Behörden im Staatsarchiv wurden nach 1945 die Akten altellwangischer Provenienz ausgesondert und mit anderen, aus sonstigen Beständen ebenfalls ausgehobenen altellwangischen Akten vereinigt. Im Oktober 1959 wurde mit der Verzeichnung dieses Depositums, insgesamt 8,5 lfd. m, begonnen. Nachdem sich herausgestellt hatte, daß der Umfang der darin enthaltenen Forst- und Jagdakten erheblich war, mußte davon Abstand genommen werden, diese Akten in den bereits vorliegenden Bestand B 413 einzuarbeiten. Statt dessen erfolgte die Bildung eines neuen Bestands B 413 a. Zahlreiche Akten des Bestands B 413 a tragen die von Burger herrührende Signatur: Kasten Lit (A, B, usf.) Fach I, II usf.) Fasz. Nr. ¿. Es handelt sich dabei um die oben erwähnten, noch während Burgers Verzeichnungsarbeit ausgefolgten Akten. Daneben finden sich noch 5 weitere Signaturschichten, die aus dem 17. bis 19. Jahrhundert stammen. Wegen der Lückenhaftigkeit dieser Signaturen war jedoch die Gliederung des Bestands nach einem induktiv gewonnenen Schema unumgänglich. Bei Nachforschungen über das ellwangische Forst- und Jagdwesen sind außer den Beständen B 413 und B 413 a auch die Bestände B 397 I und II, B 400-401 sowie die Forstratsprotokolle in B 387 und die Rechnungen betreffend das Forst- und Jagdwesen in B 384 heranzuziehen. Der Klassifikationspunkt 2 enthält nur Akten über Wald- und Holzbeschreibungen. Die Beschreibungen selbst befinden sich in Bestand H 222 des HStAS. Der vorliegende Bestand B 413 a umfaßt in 399 Büscheln 3,1 lfd. m. Ludwigsburg, Mai 1960 Dr. B. Ottnad
399 Büschel (3,1 lfd. m)
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 2:40 PM CET