Sulz G (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 407 L
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Topographische Auslesebestände und Bezirksbehörden >> Oberämter, Kellereien und Geistliche Verwaltungen >> Heimsheim - Winnenden
1527-1810
Inhalt und Bewertung
Darin. Akten der Alpirsbacher Klostrepflege
1. Zur Geschichte der Geistlichen Verwaltung Sulz: In vorreformatorischer Zeit gehörte das Gebiet um Sulz zum Bistum Konstanz und zwar zum Archidiakonat vor dem Schwarzwald ("ante nemus"). In den Jahren 1534/35 begann Herzog Ulrich von Württemberg im Herzogtum mit der Einführung der Reformation; sie wurde von seinem Sohn und Nachfolger Herzog Christoph (1550-1568) zu Ende geführt. Die neu geschaffene evangelische Landeskirche teilte man in Generalsuperintendenzen (Generalate) ein, denen die Spezialsuperintendenzen (Dekanate) untergeordnet waren. Unter Herzog Christoph wurde die Verwaltung und räumliche Einteilung der Landeskirche in enger Anlehnung an die staatliche Verwaltung geregelt. Bereits in der Synodalordnung von 1547 waren die Ämter Sulz, Dornhan und Alpirsbach mit dem Amt Dornstetten zum Dekanat Sulz vereinigt worden. Es wurde 1577 dem Generalat Tübingen und später dem Generalat Bebenhausen zugewiesen; ihm wurde auch das Dorf Fluorn eingegliedert. Zur Verwaltung der Pfarreien und des Kirchenguts wurden ebenfalls zur Reformationszeit die Geistlichen Verwaltungen eingerichtet. Zeitweise war die Geistliche Verwaltung Sulz in Personalunion mit der Adelberger Klosterpflege verbunden. Die Einteilung der evangelischen Kirche, die in der Großen Kirchenordnung von 1559 bestätigt wurde, blieb bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts erhalten. Literatur: Christian Binder, Wirtembergs Kirchen- und Lehrämter, Bd. 1, Tübingen 1798 Das Land Baden-Württemberg, Bd. 6, Stuttgart 1982 Walther Pfeilsticker, Neues württembergisches Dienerbuch, Bd. 2, Stuttgart 1963 Gerhard Schäfer, Gliederung der evangelischen Landeskirche in Württemberg um 1840, in: Historischer Atlas von Baden-Württemberg, Erläuterungen VIII, 9, Stuttgart 1974 Übersicht über die Bestände des Hauptstaatsarchivs Stuttgart, Altwürttembergisches Archiv, 2. erweiterte Auflage, bearbeitet von Hans-Martin Maurer, Stephan Molitor und Peter Rückert, Stuttgart 1999
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestandes: Der vorliegende Bestand A 407 L Sulz G wurde dem Hauptstaatsarchiv Stuttgart im Jahr 1969 vom Staatarchiv Ludwigsburg im Rahmen eines umfangreichen Archivalientauschs übergeben (Az.: H. I. 11a). Diese Akten sind dem Staatsarchiv Ludwigsburg im Herbst 1923 vom Finanzamt Oberndorf abgeliefert worden. Die Abgabe blieb als eigenständiger Bestand bestehen. Zur Unterscheidung von dem im Hauptstaatsarchiv bereits vorhandenen Bestand A 407 Sulz G wurde diesem die Kennzeichnung L beigefügt. Weitere Überlieferungen betreffend die Geistliche Verwaltung Sulz finden sich vor allem in folgenden Beständen: A 281 Kirchenvisitationsakten A 282 Kirchenrat: Verschlossene Registratur A284/93 Kirchenrat: Ämterregistratur - Geistliche Verwaltung Sulz und Alpirsbacher Klosterpflege A 288 Heiligendeputation A 303 Geistliche Ämterrechnungen A 304 Reskripten- und Berichtsbücher der Bezirksämter A 468 Geistliche Zins- und Haischbücher A 470 Alpirsbach A 470 L Klosteramt Alpirsbach A 602 Württembergische Regesten H 102/74 Geistliche Lagerbücher: Geistliche Verwaltung Sulz mit Alpirsbacher Klosterpflege. 13 Büschel waren bisher durch ein von Karl Otto Müller erstelltes, handschriftliches Findbuch von ca. 1923 erschlossen. 9 Büschel waren unverzeichnet. Die seitherigen Büschelnummern wurden beibehalten. Vgl. auch die Konkordanz am Ende des Repertoriums. Die Akten wurden nach einer Sachgliederung, die Barbara Hoen 1997 zur Verzeichnung der altwürttembergischen Amtsbestände entwickelt hat, klassifiziert (vgl. Az. 7511.0 vom 2.1.1997). Die Aufnahme erfolgte im November 2002 mit Hilfe des Computerprogramms Midosa 95 durch die Anwärterin Anja Richmann unter Anleitung der Unterzeichneten. Der Bestand umfaßt nun 22 Büschel im Umfang von 0,3 lfd. m. Das Findbuch von K.O. Müller wurde in den Bestand A 605 Ältere Repertorien eingeordnet. Stuttgart, im November 2002 Christine Bührlen-Grabinger
Abkürzungsverzeichnis:
Az. Aktenzeichen
Bd. Band
Bem. Bemerkung
Bestellsign. Bestellsignatur
betr. betreffend
Bl. Blatt
Bü Büschel
bzw. beziehungsweise
ca. circa
G Geistlich
L Ludwigsburg
lfd. m laufende Meter
o.D. ohne Datum
Ordnungsnr Ordnungsnummer
o.S. ohne Seitenzahl
S. Seite
Schr. Schriftstück(e)
Tgb.Nr. Tagebuchnummer
u.a. und anderes, unter anderem
vgl. vergleiche
z.T. zum Teil
Konkordanz:
Bestellsign. Ordnungsnr.
Bü 1 10
Bü 2 16
Bü 3 11
Bü 4 6
Bü 5 1
Bü 6 13
Bü 7 3
Bü 8 7
Bü 9 8
Bü 10 14
Bü 11 2
Bü 12 15
Bü 13 4
Bü 14 5
Bü 15 9
Bü 16 12
Bü 17 17
Bü 18 21
Bü 19 18
Bü 20 19
Bü 21 20
Bü 22 22
22 Büschel
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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13.11.2025, 2:39 PM CET
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