Johann, Wildgraf von Kyrburg (Kirbourg) und von Baun, Rheingraf zum Stein, Graf zu Salm und zu Mörchingen (Morhanges), Herr zu Finstingen (Fénétranges), übergibt seinem Hofmeister Philipp Christian Boeckel von Boecklinsau, für sich und seine männlichen Nachkommen, wegen dessen über 16 Jahre andauernden treuen Dienste als donatio inter vivos eine Hofstatt, worauf ehemals das Schloss zu Enschweyller (Eingewiller) gestanden, mit Weiher und allem Zubehör und einer Mühlstatt, genannt die obere Mühle und allen Rechten, wofür er Wege, Stege und Brunnen unterhalten und dem Aussteller jährlich 6 Wägen Holz in dessen Schloss führen lassen soll. Der Aussteller behält sich ein Vorkaufsrecht vor. Erlischt die Familie des Begünstigten in männlicher Abfolge, so fällt alles an den Aussteller und dessen Familie zurück. Dieser erbietet sich auch, hinsichtlich der landfürstlichen Befreiung dies mit dem Herzog zu Lothringen zu regeln.
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Johann, Wildgraf von Kyrburg (Kirbourg) und von Baun, Rheingraf zum Stein, Graf zu Salm und zu Mörchingen (Morhanges), Herr zu Finstingen (Fénétranges), übergibt seinem Hofmeister Philipp Christian Boeckel von Boecklinsau, für sich und seine männlichen Nachkommen, wegen dessen über 16 Jahre andauernden treuen Dienste als donatio inter vivos eine Hofstatt, worauf ehemals das Schloss zu Enschweyller (Eingewiller) gestanden, mit Weiher und allem Zubehör und einer Mühlstatt, genannt die obere Mühle und allen Rechten, wofür er Wege, Stege und Brunnen unterhalten und dem Aussteller jährlich 6 Wägen Holz in dessen Schloss führen lassen soll. Der Aussteller behält sich ein Vorkaufsrecht vor. Erlischt die Familie des Begünstigten in männlicher Abfolge, so fällt alles an den Aussteller und dessen Familie zurück. Dieser erbietet sich auch, hinsichtlich der landfürstlichen Befreiung dies mit dem Herzog zu Lothringen zu regeln.
Abt. Staatsarchiv Freiburg, U 101/2 Nr. 616a
Reg.: Schwarz Nr. 760
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg, U 101/2 Archiv der Freiherren Boecklin von Boecklinsau: Urkunden
Archiv der Freiherren Boecklin von Boecklinsau: Urkunden >> Urkunden
1675 November 19 (1675, November 19/29)
Urkunden
Französisch
Ausstellungsort: Mörchingen (Morhange)
Aussteller: Johann, Wildgraf von Kirburg
Siegler: (der Aussteller )
Überlieferungsart: Abschrift
Vermerke: lt. Aufschrift am 15. September 1770 durch M. Colchen, Übersetzer des Parlamentes in Metz, übersetzt.
Aussteller: Johann, Wildgraf von Kirburg
Siegler: (der Aussteller )
Überlieferungsart: Abschrift
Vermerke: lt. Aufschrift am 15. September 1770 durch M. Colchen, Übersetzer des Parlamentes in Metz, übersetzt.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
27.11.2025, 15:35 MEZ