Johann Wolfgang Georg Großschupf, Untervogt zu Altensteig, bestätigt: Das Gut Mandelberg wurde, damit es nicht ganz verderbe, mit allem Zubehör, wie es im Lagerbuch der Kellerei Altensteig beschrieben ist, der Gemeinde Baisingen im Amt Nagold um 850 fl verkauft. Den Baisingern ist es erlaubt, aus den Wäldern abgängiges Holz als Brennholz für den Hausbrauch zu holen, Bauholz erhalten sie zu einem billigen Preis. Als Abgaben an Steuern und Zehnten sind jährlich an Martini zu leisten: 50 fl, 1 Scheffel Roggen, 4 Sch. Dinkel, 4 Sch. Haber, 2 Hennen, 4 Junghühner, je 4 fl Handlohn und Weglösin. Der A. quittiert die Summe, räumt alle Rechte, auch die des Weiterverkaufs ein, und verspricht kraft seines Amtes Gewährschaft. Im Jahre 1629 hatten der Renovator Johann Öttinger und der Untervogt von Altensteig Johann Peter Mögenhardt mit fürstlicher Bewilligung das Gut Mandelberg mit Haus, Scheuern, Hof und Hofraite, Äckern, Wiesen, Gärten, Feld, Wald, Weide, Wasser und allem weiteren Zubehör an Martin Koch, Einwohner zu Baisingen, um 1400 fl verkauft. Da Koch den Kauf nicht durchstehen konnte, hatte er die Hälfte dem Flecken Baisingen um 700 fl weiterverkauft. Als nach dem Tod des Koch und der Seinen die eine Hälfte an Württemberg zurückfiel, hatte der Vorgänger des jetzigen Vogtes - mit herzoglicher Bewilligung von 1655 Nov. 23 - diese Hälfte dem Flecken für 150 fl verkauft. Die Gemeinde, die den Gesamtpreis von 850 fl bezahlt hatte, bat nun um diese Verkaufsurkunde.