Veronika geborene Oswald, Witwe des Zeugmachers und Ulmer Bürgers Sebastian Ehemann und derzeit im Heiliggeistspital in Ulm [abgegangen, Bereich Neue Straße, Lagerbuch Nr. 261/2, 254], verkauft mit Wissen und Zustimmung des deutschen Schulmeisters Albrecht Adam und des Hafners Sebastian Hock als ihrer Beistände und Träger dem Buchbinder und Ulmer Bürger Walter Heinrich Wölflen ihren oberen Teil von Haus, Hofstatt und Höflein in Ulm auf dem Holzmarkt bei der Mehlwaage [Bereich des Münsterplatzes an der Einmündung der Hirschstraße] zwischen dem Perückenmacher Thomas Abt, dem Zuckerbäcker Johann Daniel Schilling, den Anbauten des Kreiseinnehmers Josef Friedrich Hartmann und dem Höflein des Kleinuhrmachers Johann Georg Nunner [Lit. C Nr. 126 = Westlicher Münsterplatz 3]. Der untere Teil des Anwesens gehört dem Schuhmacher Johann Georg Leonhard. Das Anwesen ist der Pfarrkirchenbaupflege in Ulm und der Pfarrei Westerstetten [Alb-Donau-Kreis] zinspflichtig. Der Käufer hat die Entrichtung der Zinsen von dem erkauften Anteil an dem Anwesen, die auf 67 Gulden Kapital veranschlagt wurden, übernommen und der Verkäuferin außerdem noch 113 Gulden Ulmer Stadtwährung bar bezahlt.