Steußlingen W (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, A 402
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Altwürttembergisches Archiv >> Topographische Auslesebestände und Bezirksbehörden >> Oberämter, Kellereien und Geistliche Verwaltungen >> Heimsheim - Winnenden
(1270, 1429-1479) 1584-1813
Inhalt und Bewertung
Württembergisches Oberamt ab 1581.
1. Zur Geschichte des Amts Steußlingen: Als der letzte Vertreter der Linie Freyberg-Steußlingen, Hans Pankraz von Freyberg, 1581 starb, zog Württemberg nach Einholung mehrerer rechtlicher Gutachten das Lehen ein und bildete daraus das Amt Steußlingen. Die Herrschaft Steußlingen war seit 1270 württembergisches Lehen und seit 1285 den Herren von Freyberg verliehen. Zu seiner Geschichte siehe die Einleitung zu B 139 e. Zum württembergischen Amt Steußlingen gehörten die Orte Neusteußlingen, Weilersteußlingen, Grötzingen, Ermelau, Ennahofen, Talsteußlingen, Teuringshofen und Sondernach. Nach ihrer Konfessionszugehörigkeit in katholischer Umgebung werden sie bis heute ¿Lutherische Berge¿ genannt. Mittelpunkt des Amtes war die Burg Neusteußlingen, wo auch der Vogt residierte. Das Amt wurde 1806 in ¿Oberamt Steußlingen¿ umbenannt, bevor es 1810 zum Oberamt Ehingen gezogen wurde. Literatur: Der Alb-Donau-Kreis. Kreisbeschreibung des Landes Baden Württemberg, 2 Bde., bearb. von der Abteilung Landesbeschreibung des Staatsarchivs Ludwigsburg, hg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg in Verbindung mit dem Alb-Donau-Kreis, Sigmaringen 1992. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden, hg. von der Landesarchivdirektion Baden-Württemberg, Band 7: Regierungsbezirk Tübingen, Stuttgart 1978.
2. Zur Geschichte und Verzeichnung des Bestands: Der frühere Bestand A 402 Oberamt Steußlingen, der durch ein Findbuch von 1770 erschlossen war, umfaßte Akten und Urkunden verschiedener Provenienzen: Überlieferung von Herrschaft und Stabsamt Justingen (jetzt B 100 f und A 430 L), sowie der freybergischen Herrschaft und des württembergischen Amtes Steußlingen. Die für die Neuverzeichnung durchgeführte Provenienzentrennung orientierte sich hierbei an dem herrschaftsgeschichtlichen Schnitt um 1581: Entsprechend wurden Urkunden und Akten den Beständen B 139 e (Herrschaft Steußlingen) und A 402 (Oberamt Steußlingen) zugewiesen. Die Pergamenturkunden wurden chronologisch geordnet. Die Papierurkunden und Akten wurden nach einer Sachgliederung, die aus der Überlieferungsstruktur der Amterbestände gewonnen wurde, klassifiziert und neu durchgezählt. Die alten Signaturen sind über die Konkordanz nachgewiesen. Hervorhebenswert ist die Behandlung einiger Büschel mit (insgesamt 17) Papierurkunden.Es handelt sich hierbei um Gültbriefe und Lehensreverse. Da es sich bei den Pergamenturkunden zum größten Teil ebenfalls um derartige Urkunden handelt, wurden die Papierurkunden, ihrem Stellenwert innerhalb des Bestandes angemessen, einzeln gelegt. Sie wurden jedoch aufgrund der im Hauptstaatsarchiv Stuttgart üblichen Trennung von Pergamenturkunden und Papierakten nicht in den Urkundenbestand eingereiht, sondern als jeweils eigenes Büschel im Aktenbestand belassen und bilden jetzt die Büschel mit den Bestellnummern 35-51 (Ordnungsnr. 157-177). Hierbei wurden die Gültbriefe (Bü 35-40) und Lehensreverse (Bü 41-51) als eigenständige Gruppen in sich chronologisch sortiert. Weitere Überlieferung dieser Provenienz sowie Archivalien betreffend die Herrschaft Steußlingen finden sich auch in folgenden Beständen: A 206 Oberrat: Ältere Ämterakten A 222 Oberrat: Edelleute A 249 Rentkammer: Ämterakten A 302 Weltliche Ämterrechnungen A 602 Württembergische Regesten bis 1500, Nr. 12463-12471 H 101 Weltliche Lagerbücher Die Neuverzeichnung des Bestands erfolgte im Juli/August 1999 mit Hilfe des ProgrammsMIDOSA 95 durch die Archivreferendarinnen Monika Dirsch und Regina Keyler unter der Anleitung von Dr. Peter Rückert. Das Altrepertorium A 402: Oberamt Steußlingen W wurde dem Bestand A 605 zugeordnet. Der vorliegende Bestand umfaßt 130 Urkunden und 51 Büschel im Umfang von 0,9 m. Stuttgart, im September 1999 Dr. Peter Rückert
130 Urkunden, 51 Büschel
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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