Appellationis Auseinandersetzung um die Bezahlung von Schulden
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(1) 0433
Wismar B 279 (W B 7 n. 279)
Abt. IV. Rep. 1. B Prozeßakten des Tribunals 1653-1803
Prozeßakten des Tribunals 1653-1803 >> 02. 1. Kläger B
(1751-1753) 03.02.1753-26.05.1755
Kläger: (2) Carl von Bremen, Geheimer Kanzleirat zu Wismar
Beklagter: Fräulein Abel Elisabeth von Bülow und ihr Bruder, der Major Hartwig Dietrich von Bülow auf Scharbow als Vormund
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (P) seit 20.07.1754 Bekl.: Dr. Gebhard Christoph Kütemeyer (A), Dr. Theodor Johann Quistorp (P)
Fallbeschreibung: Kl. appelliert gegen die Abreise der Bekl. auf ihre mecklenburgischen Güter, die durch den Präsidenten des Tribunals als Verwaltung der Herrschaft Wismar genehmigt worden ist und bittet, Bekl. in Wismar festzuhalten, bis sie ihr Kostgeld für die vergangenen zwei Jahre und andere Schulden bei ihm bezahlt hat. Am 07.02. vergleicht das Tribunal die Parteien darauf, daß Major von Bülow dem Kl. 250 Rtlr bar auszahlt und dieser das Fräulein von Bülow abreisen läßt, außerdem fordert Tribunal Bülow zur Erklärung über die Klage auf. Am 24.08. bezweifelt Bülow die Rechnung des Kl.s, erklärt, daß seine Schwester "blödsinnig" und nicht geschäftsfähig sei, bittet das Tribunal um "Moderation" der Kosten, teilweise Rückzahlung und Rückgabe einbehaltener Sachen seiner Schwester. Das Tribunal fordert Kl. am 25.08. zur Antwort auf, am 18.12. erbittet Bekl. Mahnung an Kl., sich zu äußern und erhält am 19.12.1753 ein entsprechendes Mandat. Am 22.01.1754 besteht Kl. auf seinen Forderungen, am 25.01. fordert das Tribunal Bekl. zur Antwort auf, am 15.03. erbittet dieser Fristverlängerung und erhält sie am 16.03. Am 14.05. bestreitet Bekl. erneut die Kosten des Kl.s und fordert Rückzahlung. Das Tribunal fordert Kl. am selben Tag zur letztmaligen Entgegnung auf und erhält diese am 20.07., in der Kl. seine Argumente erneut vorträgt. Am 22.07. schließt das Tribunal die Beweisaufnahme, am 21.10.1754 erbitten Parteien Prozeßbeschleunigung, am 20.01.1755 lädt das Tribunal die Parteien auf den 14.02. zum Vergleich vor. Am 07.02. erbittet Bülow Terminverschiebung, am 10.02. verlegt das Tribunal den Vergleich auf den 18.04., am 17.04. auf Bitten Bülows vom 16.04. auf den 03.06. Am 01.05. zeigt Bülow an, daß sich die Parteien außergerichtlich geeinigt haben, am 26.05.1755 bestätigt Kl. dies. Das Tribunal nimmt dies am selben Tag ad acta.
Instanzenzug: 1. Regierung der Herrschaft Wismar 1753 2. Tribunal 1753-1755
Prozessbeilagen: (7) von Notar Johann Philipp Treffner aufgenommene Appellation vom 03.02.1753; Forderungen des Kl.s an Bekl. vom 03.02.1753; Aussage der Konventualinnen Dorothea von Bülow, A. M. v. Lützow und A. E. v. Preen über den Gemütszustand der A. E. v. Bülow vom 07.08.1752; von Notar August Wilhelm Rüdemann aufgenommene Befragung des Schneiders Johann Gründert und seiner Ehefrau vom 20.05.1752, der Demoiselle Schneider vom 03.06.1752, des Ratschirurgen David Prött vom 05.06.1752; Vollmacht der Schweriner Justizkanzlei für Major von Bülow als Vormund seiner Schwester vom 12.07.1751; vom Schweriner Notar Johann Zacharias Junghorn aufgenommene Befragung der A. E. v. Bülow vom 30.04. und 01.05.1753; Rechnung des Kl.s über laufende Ausgaben für A. E. v. Bülow (o.D.); von Notar Junghorn aufgenommenes Inventar über bei Kl. zurückgelassene Sachen der A. E. v. Bülow vom 07.05.1753; Prozeßvollmacht des Major von Bülow für Dr. Quistorp vom 22.09.1753; von Tribunalspedell C.G. Wulf ausgestellte Übergabequittung für ein Mandat vom 01.09.1753; von den Notaren Joachim Christoph Lehmann und Just Albert Klentze aufgenommene Befragung der A. E. v. Bülow vom 03.02.1753; von Notar Jacob David Rathsack bestätigte Rechnung des Kl.s über Ausgaben für A. E. v. Bülow vom 17.01.1754; Aussage des Magisters Johann Friedrich Crull, Pastor an St. Petri Rostock über den Geisteszustand der A. E. v. Bülow vom 07.02.1753; Aussage des Zacharias Niemann vom 20.12.1753; von Notar J. D. Rathsack aufgenommene Befragung des Dienstmädchens Eleonora Elisabeth Hansen und des Dienstboten Burchard Hartwig Westphal vom 21.11.1753; von Notar Johann Friedrich Lochmann aufgenommene Aussage der Anna Lucia Hoffmeister vom 14.01.1754 und bestätigte Quittungen vom 08.01.1754; Prozeßvollmacht des Kl.s für Dr. Hertzberg vom 17.07.1754; von Notar Matthias Jacob Stisser aufgenommenes Protokoll über Gespräch mit der Ehefrau des Kl.s vom 15.04.1754
Beklagter: Fräulein Abel Elisabeth von Bülow und ihr Bruder, der Major Hartwig Dietrich von Bülow auf Scharbow als Vormund
Anwälte, Prokuratoren: Kl.: Dr. Christoph Erich Hertzberg (P) seit 20.07.1754 Bekl.: Dr. Gebhard Christoph Kütemeyer (A), Dr. Theodor Johann Quistorp (P)
Fallbeschreibung: Kl. appelliert gegen die Abreise der Bekl. auf ihre mecklenburgischen Güter, die durch den Präsidenten des Tribunals als Verwaltung der Herrschaft Wismar genehmigt worden ist und bittet, Bekl. in Wismar festzuhalten, bis sie ihr Kostgeld für die vergangenen zwei Jahre und andere Schulden bei ihm bezahlt hat. Am 07.02. vergleicht das Tribunal die Parteien darauf, daß Major von Bülow dem Kl. 250 Rtlr bar auszahlt und dieser das Fräulein von Bülow abreisen läßt, außerdem fordert Tribunal Bülow zur Erklärung über die Klage auf. Am 24.08. bezweifelt Bülow die Rechnung des Kl.s, erklärt, daß seine Schwester "blödsinnig" und nicht geschäftsfähig sei, bittet das Tribunal um "Moderation" der Kosten, teilweise Rückzahlung und Rückgabe einbehaltener Sachen seiner Schwester. Das Tribunal fordert Kl. am 25.08. zur Antwort auf, am 18.12. erbittet Bekl. Mahnung an Kl., sich zu äußern und erhält am 19.12.1753 ein entsprechendes Mandat. Am 22.01.1754 besteht Kl. auf seinen Forderungen, am 25.01. fordert das Tribunal Bekl. zur Antwort auf, am 15.03. erbittet dieser Fristverlängerung und erhält sie am 16.03. Am 14.05. bestreitet Bekl. erneut die Kosten des Kl.s und fordert Rückzahlung. Das Tribunal fordert Kl. am selben Tag zur letztmaligen Entgegnung auf und erhält diese am 20.07., in der Kl. seine Argumente erneut vorträgt. Am 22.07. schließt das Tribunal die Beweisaufnahme, am 21.10.1754 erbitten Parteien Prozeßbeschleunigung, am 20.01.1755 lädt das Tribunal die Parteien auf den 14.02. zum Vergleich vor. Am 07.02. erbittet Bülow Terminverschiebung, am 10.02. verlegt das Tribunal den Vergleich auf den 18.04., am 17.04. auf Bitten Bülows vom 16.04. auf den 03.06. Am 01.05. zeigt Bülow an, daß sich die Parteien außergerichtlich geeinigt haben, am 26.05.1755 bestätigt Kl. dies. Das Tribunal nimmt dies am selben Tag ad acta.
Instanzenzug: 1. Regierung der Herrschaft Wismar 1753 2. Tribunal 1753-1755
Prozessbeilagen: (7) von Notar Johann Philipp Treffner aufgenommene Appellation vom 03.02.1753; Forderungen des Kl.s an Bekl. vom 03.02.1753; Aussage der Konventualinnen Dorothea von Bülow, A. M. v. Lützow und A. E. v. Preen über den Gemütszustand der A. E. v. Bülow vom 07.08.1752; von Notar August Wilhelm Rüdemann aufgenommene Befragung des Schneiders Johann Gründert und seiner Ehefrau vom 20.05.1752, der Demoiselle Schneider vom 03.06.1752, des Ratschirurgen David Prött vom 05.06.1752; Vollmacht der Schweriner Justizkanzlei für Major von Bülow als Vormund seiner Schwester vom 12.07.1751; vom Schweriner Notar Johann Zacharias Junghorn aufgenommene Befragung der A. E. v. Bülow vom 30.04. und 01.05.1753; Rechnung des Kl.s über laufende Ausgaben für A. E. v. Bülow (o.D.); von Notar Junghorn aufgenommenes Inventar über bei Kl. zurückgelassene Sachen der A. E. v. Bülow vom 07.05.1753; Prozeßvollmacht des Major von Bülow für Dr. Quistorp vom 22.09.1753; von Tribunalspedell C.G. Wulf ausgestellte Übergabequittung für ein Mandat vom 01.09.1753; von den Notaren Joachim Christoph Lehmann und Just Albert Klentze aufgenommene Befragung der A. E. v. Bülow vom 03.02.1753; von Notar Jacob David Rathsack bestätigte Rechnung des Kl.s über Ausgaben für A. E. v. Bülow vom 17.01.1754; Aussage des Magisters Johann Friedrich Crull, Pastor an St. Petri Rostock über den Geisteszustand der A. E. v. Bülow vom 07.02.1753; Aussage des Zacharias Niemann vom 20.12.1753; von Notar J. D. Rathsack aufgenommene Befragung des Dienstmädchens Eleonora Elisabeth Hansen und des Dienstboten Burchard Hartwig Westphal vom 21.11.1753; von Notar Johann Friedrich Lochmann aufgenommene Aussage der Anna Lucia Hoffmeister vom 14.01.1754 und bestätigte Quittungen vom 08.01.1754; Prozeßvollmacht des Kl.s für Dr. Hertzberg vom 17.07.1754; von Notar Matthias Jacob Stisser aufgenommenes Protokoll über Gespräch mit der Ehefrau des Kl.s vom 15.04.1754
Akten
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
29.10.2025, 11:26 MEZ