Kurfürst Philipp von der Pfalz schlichtet einen Teil mannigfaltiger Streitigkeiten, Fehden und Feindschaften zwischen [a.] Bischof Rudolf von Würzburg einer- und Baumeister, Burggrafen, Burgmannen, Gemeiner und Ganerben von Gelnhausen, Friedberg und Lindheim (Lintheim) anderseits, [b.] dem Bischof einer- und Caspar von Buchenau, Gottfried von Wallenstein (Waldenstein), zwei Knechten namens [Jost] Freund (Frunt) und [Heinz] Steller (Setler), andererseits, [c.] Hans von Dottenheim (Dettenheim) einer- und den Ganerben zu Lindheim andererseits, [d.] Hartmann Russe und Hans von Dottenheim als seinem Helfer einer- und Reinhard von Schwalbach (Beinhartten von Swalbach), Eberhard von Buches (Buchis) und den Burgmannen zu Friedberg anderseits, [e.] Berchtolt (Bechtolt) Grebe einer- und Kaspar von Buchenau, Gottfried von Wallenstein, Ganerben und Gericht zu Lindheim sowie Ruprecht von Buches (Buchis) anderseits. Deswegen hatte der Pfalzgraf bereits am 11.2.1480 zu Heidelberg einen gütlichen Entscheid getroffen, worin unter anderem festgehalten wurde, dass Kaspar von Buchenau seine Forderung über Schäden, die Caspar der Ältere und Engelhard von Buchenau, durch Brandschatzung und Viehdiebstahl ins Fürstentum Würzburg nach Neustadt (Nuwenstat) erlitten haben, und andere Forderungen an den Bischof und sein Stift dem Pfalzgrafen zur Entscheidung ohne Appellation überlassen. Der Pfalzgraf entscheidet, dass der Bischof dem Kaspar deswegen überhaupt nichts pflichtig ist und deshalb für sich, seine Helfer und Helfershelfer und all die Seinen, die damit verbunden sind, geschlichtet sind. Keine Seite soll deshalb die andere mehr angehen oder sich deshalb rächen (effern). In allen anderen Punkten bleibt der oben genannte Entscheid in Kraft.