Tagung der Evangelischen Akademie Loccum
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12/1999_00157
ID_1268679 NL Just-Dahlmann, Barbara
NL Just-Dahlmann, Barbara >> Noch_keine_Klassifikation
1961-1962
Presseberichte. u.a. Tagungsprogramm; Protokoll der Tagung; Schriftwechsel; Erklärung von Barbara Just-Dahlmann. Barbara Just-Dahlmann hielt in ihrer Eigenschaft als Staatsanwältin einen Vortrag unter dem Titel "Materialsammlung und Anklageerhebung im politischen Prozeß", in dem sie auf die Arbeit der "Zentralen Stelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen" in Ludwigsburg einging. In diesem Zusammenhang verwies sie auf die Notwendigkeit der Errichtung von Sonderkommissionen an den Landeskriminalämtern. Die Bildung dieser Sonderkommissionen wurde zum einen notwendig, da man sich Spezialwissen über die Materie aneignen musste. Zum anderen, so Frau Just-Dahlmann in ihrem Vortrag, "... merkte die Zentrale Stelle, daß sie ihre Ermittlungsakten nicht einfach an jede beliebige Polizeidienststelle in der Bundesrepublik schicken konnte, weil sie nicht wußte, ob die Akten dort nicht in die Hände eines Beamten geraten, der zu dem von ihr gesuchten Täterkreis gehört." Diese Formulierung löste Diskussionen, zum Teil Kritik und Anfeindungen, aber auch Zustimmung und Hochachtung vor dem Mut der Referentin aus (siehe etwa beigefüge Presseberichte). Der hessische Oberstaatsanwalt Fritz Bauer ging in seinem Vortrag auf die Pervertierung des Rechtsbegriffs im nationalsozialistischen Staat ein.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Rechteinformation beim Datenlieferanten zu klären.
02.04.2025, 10:54 MESZ