Stefan Berchtoldshofer ("Berchtoltzhoffer") von Waldhausen (=Oberwaldhausen, Zogenweiler?) verkauft Johann [VI. Sünderstorff], Abt des Klosters Petershausen, vor Konstanz am Rhein gelegen, für 30 lb d Ravensburger Währung seine Gerechtigkeit am Hof zu Waldhausen, die von seiner verstorbenen Ehefrau Greth Waldhauserin herrührt, sowie 12 Jucharten, angesät mit Wintersaat, ferner Vieh und Fahrnis, darunter fünf Rösser und ein Fohlen, eine Kuh und ein Kalb. Wenn es sich herausstellt, daß zu dem Hof mehr oder weniger Jucharten gehören, wird der Kaufpreis für eine Juchart um 1 lb d und für eine halbe Juchart um 10 ß d erhöht bzw. vermindert. Der Aussteller wird den Hof unverzüglich räumen. Er verzichtet auf alle Ansprüche ("zuspruch und ansprach"), die er gegen das Kloster wegen seiner verstorbenen Ehefrau erhoben hatte, und der bisher vorgekommene Unwille soll abgetan sein, auch soweit es seine Geschwei ("geswigen") Barblen Walthuserin betrifft. Er verspricht an Eides statt, die obigen Zusagen zu halten. Am Zustandekommen des Vertrags waren beteiligt Abt Johann von Petershausen, Ulrich Stachel, Pfarrer in Ringgenweiler, und sein Helfer Konrad Stachel, Hans Murer, Schreiber in Petershausen und Hans Mesner Marstaller, beide Diener des Abts, Hans Foch, Ammann zu Ringgenweiler, Marti Gümply, Konrad Zick von Wengen, Michel Manz von Schorrer (=Schoren) und andere ehrbare Leute.

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Landesarchiv Baden-Württemberg
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