Johannes Jacobus Koler, derzeit Offizial des Ellwanger Stiftskapitels, bevollmächtigt für die notarielle Beglaubigung der Wahl des Stiftsdekans, fertigt ein Notariatsinstrument aus über die Dekanatswahl nach dem Tod des Johannes Wilhelm von Bernhausen (24. Juni 1660): Johannes Christophorus, gewählter Propst, hatte ordnungsgemäß zur Wahl aufgerufen. Vor Beginn der Wahl wurde eine Messe zum Heiligen Geist gelesen. Erschienen waren neben dem Propst die folgenden Kanoniker: Johannes Philipp Speth von Zwiefalten, Senior und Stiftsscholaster sowohl von Ellwangen als auch von Comburg, Johann Bernhard Cramer, Licenciat beider Rechte, Kanoniker und Kustos des Ellwanger Stifts, Christophorus Marquard von Ow, Kanoniker der Kathedrale von Augsburg, Heinrich Christoph von Berndorf, Kanoniker, auch der Kathedralkirche von Eichstätt, Johann Wilhelm Segesser von Brunegg, Kanoniker der Kollegiatkirche Komburg, Georg Ludwig Baron von Freiberg in Justingen und Öpfingen und Johannes Adalbert Hundpiss von Waltrambs. Danach folgte Vereinbarung über formalen Ablauf der Wahl "per viam scrutinii mixti cum compromisso". Bestimmung und übliche eidliche Verpflichtung von Christophorus Schwenk, Lic. theol., Poenitentiar der Ellwanger Kirche, und Ludwig Ostertag, Pfarrverweser der Stadt Ellwangen zu Kompromissarien und Scrutatoren, die den Wählern den Eid abnahmen und nach der Wahl das Ergebnis publizierten. Einstimmige Wahl Heinrich Christophs von Berndorf, Kanoniker der Ellwanger Kirche. Feierliche Verkündigung durch den ersten Kompromissarius inseriert.

Vollständigen Titel anzeigen
Landesarchiv Baden-Württemberg
Objekt beim Datenpartner
Loading...