Klaus Schrem und Leonhard Haid(en), beide von Jungingen und Pfleger der verwitweten Katharina Weber von dort, reversieren auch namens ihrer Schutzbefohlenen oder ihrer eventuellen Amtsnachfolger gegenüber den Ratsherren Junker Sigmund Krafft und Hans Fingerlin sowie Hans Hafner, alle vom Rat der Stadt Ulm verordnete Pfleger des dortigen Almosenkastens, dass sie das am heutigen Tage bei der Almosenpflege aufgenommene Darlehen von 150 fl rh, jährlich auf Galli (16. Oktober) mit 7 1/2 fl verzinsen und auf Erfordern der Gläubiger jederzeit innerhalb einer Frist von einem Vierteljahr zurückzahlen bzw. ablösen werden.
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Klaus Schrem und Leonhard Haid(en), beide von Jungingen und Pfleger der verwitweten Katharina Weber von dort, reversieren auch namens ihrer Schutzbefohlenen oder ihrer eventuellen Amtsnachfolger gegenüber den Ratsherren Junker Sigmund Krafft und Hans Fingerlin sowie Hans Hafner, alle vom Rat der Stadt Ulm verordnete Pfleger des dortigen Almosenkastens, dass sie das am heutigen Tage bei der Almosenpflege aufgenommene Darlehen von 150 fl rh, jährlich auf Galli (16. Oktober) mit 7 1/2 fl verzinsen und auf Erfordern der Gläubiger jederzeit innerhalb einer Frist von einem Vierteljahr zurückzahlen bzw. ablösen werden.
Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, {B 530 S U 402}
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, B 530 S Wengen, reguliertes Augustinerchorherrenstift
Wengen, reguliertes Augustinerchorherrenstift >> Urkunden >> 17. Jh. >> Klaus Schrem und Leonhard Haid(en), beide von Jungingen und Pfleger der verwitweten Katharina Weber von dort, verkaufen namens ihrer "Pflegfraw"um 150 fl rh den Ratsherren Junker Sigmund Krafft und Hans Fingerlin sowie Hans Hafner, alle vom Rat der Stadt Ulm verordnete Pfleger des dortigen Almosenkastens, 7 1/2 fl rh jährlichen Zinses, zahlbar jeweils auf Galli (16. Oktober). Zur Sicherheit werden den Darlehensgebern an der nach Anstößern näher bezeichneten Weberschen Behausung, bestehend aus Haus, Stadel, Garten und weiterem Zubehör umfangreiche Pfandrechte eingeräumt. Gen. Liegenschaft ist frei eigen, jedoch mit jährlichen Zinsen und Gülten von 4 sh h und 2 Hühnern an das Ulmer Wengenstift belastet, außerdem ist sie der Reichsstadt Ulm steuerpflichtig und deren Niederer und Hoher Obrigkeit unterworfen. Die Weberschen Pfleger quittieren den Erhalt der Darlehenssumme, versprechen auch namens ihrer Schutzbefohlenen und möglichen Amtsnachfolger stets pünktliche und vollständige Verzinsung und räumen dem Almosenkasten für den Fall der Nichterfüllung umfassende Zugriffsrechte auf das Unterpfand ein.
1613 Oktober 8
Urkunden
Siegler: Daniel Schwarz, Gerichtsschreiber zu Ulm; Jörg Segenschmid, Kanzleiverwandter in Ulm
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 Siegel unterhalb des Textes aufgedrückt
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 2 Siegel unterhalb des Textes aufgedrückt
Klaus Schrem und Leonhard Haid(en), beide von Jungingen und Pfleger der verwitweten Katharina Weber von dort, verkaufen namens ihrer "Pflegfraw"um 150 fl rh den Ratsherren Junker Sigmund Krafft und Hans Fingerlin sowie Hans Hafner, alle vom Rat der Stadt Ulm verordnete Pfleger des dortigen Almosenkastens, 7 1/2 fl rh jährlichen Zinses, zahlbar jeweils auf Galli (16. Oktober). Zur Sicherheit werden den Darlehensgebern an der nach Anstößern näher bezeichneten Weberschen Behausung, bestehend aus Haus, Stadel, Garten und weiterem Zubehör umfangreiche Pfandrechte eingeräumt. Gen. Liegenschaft ist frei eigen, jedoch mit jährlichen Zinsen und Gülten von 4 sh h und 2 Hühnern an das Ulmer Wengenstift belastet, außerdem ist sie der Reichsstadt Ulm steuerpflichtig und deren Niederer und Hoher Obrigkeit unterworfen. Die Weberschen Pfleger quittieren den Erhalt der Darlehenssumme, versprechen auch namens ihrer Schutzbefohlenen und möglichen Amtsnachfolger stets pünktliche und vollständige Verzinsung und räumen dem Almosenkasten für den Fall der Nichterfüllung umfassende Zugriffsrechte auf das Unterpfand ein.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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27.11.2025, 3:35 PM CET
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- Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik)
- Neuwürttembergische Bestände vor 1803 bzw. vor 1806/10 (Archival tectonics)
- Bistümer, Stifte, Klöster und Pfarreien (Archival tectonics)
- Wengen, reguliertes Augustinerchorherrenstift (Archival holding)
- Urkunden (Classification)
- 17. Jh. (Classification)
- Klaus Schrem und Leonhard Haid(en), beide von Jungingen und Pfleger der verwitweten Katharina Weber von dort, verkaufen namens ihrer "Pflegfraw"um 150 fl rh den Ratsherren Junker Sigmund Krafft und Hans Fingerlin sowie Hans Hafner, alle vom Rat der Stadt Ulm verordnete Pfleger des dortigen Almosenkastens, 7 1/2 fl rh jährlichen Zinses, zahlbar jeweils auf Galli (16. Oktober). Zur Sicherheit werden den Darlehensgebern an der nach Anstößern näher bezeichneten Weberschen Behausung, bestehend aus Haus, Stadel, Garten und weiterem Zubehör umfangreiche Pfandrechte eingeräumt. Gen. Liegenschaft ist frei eigen, jedoch mit jährlichen Zinsen und Gülten von 4 sh h und 2 Hühnern an das Ulmer Wengenstift belastet, außerdem ist sie der Reichsstadt Ulm steuerpflichtig und deren Niederer und Hoher Obrigkeit unterworfen. Die Weberschen Pfleger quittieren den Erhalt der Darlehenssumme, versprechen auch namens ihrer Schutzbefohlenen und möglichen Amtsnachfolger stets pünktliche und vollständige Verzinsung und räumen dem Almosenkasten für den Fall der Nichterfüllung umfassende Zugriffsrechte auf das Unterpfand ein. (Record)