Mainz, 1653.08.30. (Richter Pfeffer). Herr Johann Bender, Ratsherr und Bierbrauer, krank und bettlägerig, bekundes, daß er bei Johann Medico, Barbiermeister, auf dessen Haus zum Steinbock in der Löhrgasse noch 266 fl. 10 B. Kaufschilling stehen habe, die er hiemit der Präsenz von St. Quintin überträgt; diese soll vom Zins drei Jahrtage bestreiten, für Weib und Kinder, die bereits tot sind, und nach seinem Tod auch für ihn. Z.: Der Pfarrer von St. Quintin, Johann Ely, Vikar von St. Viktor, Johann Adam Huth, Ratsherr; ferner Dietrich Eberhardt, Buchbinder, und Christian Hass, Schneider.
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Mainz, 1653.08.30. (Richter Pfeffer). Herr Johann Bender, Ratsherr und Bierbrauer, krank und bettlägerig, bekundes, daß er bei Johann Medico, Barbiermeister, auf dessen Haus zum Steinbock in der Löhrgasse noch 266 fl. 10 B. Kaufschilling stehen habe, die er hiemit der Präsenz von St. Quintin überträgt; diese soll vom Zins drei Jahrtage bestreiten, für Weib und Kinder, die bereits tot sind, und nach seinem Tod auch für ihn. Z.: Der Pfarrer von St. Quintin, Johann Ely, Vikar von St. Viktor, Johann Adam Huth, Ratsherr; ferner Dietrich Eberhardt, Buchbinder, und Christian Hass, Schneider.
U / 1653 August 30 (in 5 / 31)
Urkundenbestand
Urkundenbestand >> Urkunden, Kopialüberlieferung Bestand 5 (Stadtgericht)
30.08.1653
Stadtgericht Mainz
In 5 / 31, fol. 123 v.
Urkunden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
23.05.2025, 09:31 MESZ