Sitzungsprotokolle 1848
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A Rep. 000-02-01 Nr. 128
Registratursignatur: A Rep. 000-02-01 Nr. Sektion I, Fach 21, Nr. 5
A Rep. 000-02-01 Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin
A Rep. 000-02-01 Stadtverordnetenversammlung der Stadt Berlin >> 01. Allgemeine Verwaltungsfragen >> 01.17. Stadtverordnetenversammlung >> 01.17.03. Stenografische Sitzungsberichte und Vorlagen 1809 - 1933
1848
Enthält u.a.: 03.01.1848: Wahl der Vorstandsmitglieder der in der St.Petri-Kirch-Parochie belegenen Schulen.- …. 02.03.1848: Wahl der Mitglieder der 4. und 54. Armenkommission.- Wohnungsvermietung Spandauer Straße 54.- Kenntnisnahme vom Bericht der Hundesteuerdeputation.- Ablehnung einer Steuerbeschwerde.- Beschäftigung der Arbeitshäuslinge im Arbeitshaus und außerhalb (Wedding, Holzplatz am Ober- und Unterbaum) sowie Essenversorgung derselben.- .... 09.03.1848: Beschlüsse der Versammlung.- Zustimmung zum Antrag der Deputierten zu Bürgerrechts- und Niederlassungssachen.- Wahl des Seidenfärbereibesitzers Haacke zum Bezirksvorsteher für den Ratsholzmarkt-Bezirk und des Kaufmanns Berein zum Mitglied der 28. Schulcommission.- Zustimmung zum weiteren Verbleiben des Armenkommissionsvorstehers Hertz im Kollegium der Armendirektion.- Klageeinreichung gegen Kaufmann Loewenschein wegen Zahlung für gelieferten Steinkohlenteer.- Mietgenehmigungen für Wohnungen und Gelasse in städtischen Gebäuden (Spandauer Straße 54, Fürstenhaus, Berliner Spritzenhaus, Köllnisches Rathaus, Berlinisches Rathaus).- Bestätigung der Fortsetzung der Verteilung von Armensuppen.- Ablehnung der Schuldenaufnahme bei der Sparkasse mit Staatsschuldscheinen.- Ablehnung des Vorschlags zu Änderungen der Abfertigungen in der Sparkasse.- Missbilligung der derzeitigen Abwesenheit des Kämmerers in Berlin.- Befürwortung einer Berichterstattung zur Mietsteuerzahlung durch die Eisenbahngesellschaften.- Kenntnisnahme eines Antrag von Bürgern zur Einrichtung einer ständigen Kommission zur Beratung zum Wohl der arbeitenden Klasse sowie zur Veranstaltung einer Kollektensammlung bei wohlhabenden Bürgern.- Einrichtung einer gemischten Deputation und Ernennung der Mitglieder (Seidel, von der Heyde, Holbein, Riese, Behrendt I, Heymann, Sehlmacher, Dr. Nauwerck, Berendt, Goldschmidt, Meyer I und Dr. Veit).- Eingang eines anonymen Antrags und Beschluss zur Ablehnung der Behandlung von anonymen Anträgen.- Genehmigung der Verpachtung des Holzplatzes am Stralauer Platz 34 an den Holzhändler Weidling.- Genehmigung zur Verfolgung des Anspruches gegen den Fiskus wegen der Nichtbeschüttung des zum Lehnschulzengute Rüdersdorf gehörenden Ackerplans und Fortschaffung des schon aufgeschütteten Abraums.- Einverständnis zu Ablösung des Hütungsrechtes auf den Cöllnischen Wiesen durch Kapital.- Vertagung der Beratung zum beantragten Zuschuss für die katholischen Schulen.- Bestätigung der Rechnung für die Armen-Schulverwaltung pro 1845.- Ablehnung der Unterstützung für die Goebelersche Familie, aber Aufforderung an den Magistrat zur Erteilung von Freistellen in den städtischen Schulanstalten für die Goebelerschen Kinder.- Genehmigung der Bürgerliste.- Außerordentliche Sitzung 11.03.1848: Antrag von Bürgern an die Versammlung betr. die Übersendung einer Adresse an den König zwecks Einberufung des Landtages.- Feststellung zur Bildung einer Deputation zur Beratung der Landtagseinberufung sowie der Bildung von Schutz-Commissionen oder einer Bürgerwehr.- Bejahende Beschlüsse der Versammlung zur Überreichung einer Adresse an den König und zur Einrichtung von Schutzkommissionen.- 15.03.1848: Klärung der Behandlung des Einlasses bei starkem Andrang der Zuhörer und Ruhestörungen sowie Öffnung der Saaltür nach Bedarf.- Bitte von Deputierten an den Gouverneur, Polizeipräsidenten und Oberbürgermeister anlässlich der vergangenen Ruhestörungen und des Verhaltens des Militärs, zur Aufstellung des Militärs nur am Schlosse und Information über weitere Ausschreitungen.- Entsendung von Deputierten zum Magistrat (Oberbürgermeister), Gouverneur und Polizeipräsidenten zur Ansprache und Auskunft betr. die Unruhen.- 16. 03.1848: Kenntnisnahme des Berichtes der Deputation zur Beschäftigung der arbeitenden Klasse.- Keine Veränderung bei den Arbeiten im Wedding.- Einverständnis zur Festlegung der beiden Wege in der Cöllnischen und Boxhagenschen Heide sowie zur Errichtung der städtischen Bauten.- Ersuchen an den Magistrat anlässlich der Beschwerde von Maurergesellen wegen der zahlreichen Beschäftigung von Lehrgesellen durch die Meister zur Anfrage beim Ministerium und der Gewerksversammlung.- Überweisung eines Vorschlags zu Arbeitslohn und Arbeitszeit an die Deputation sowie Einverständnis der Versammlung zur Arbeitszeit bei den Erdarbeiten (6 Uhr morgens bis 6 Uhr abends).- Erwartung eines Berichtes zu Arbeiten in den Strafanstalten und im Arbeitshaus.- Klärung durch den Magistrat zur Auftragsvergabe von Arbeiten in den Militäreinrichtungen an die hiesige Handwerkerschaft und Vermeidung der Beschäftigung von Fremden bei städtischen und Staatsbauten.- Genehmigung der Errichtung von Schutz-Commissionen und Alarmierung durch Trommeln und Trompete.- Frage zur Bürgerwehr.- Dank für Angebot der Studierenden zur Unterstützung bei der Erhaltung der Ordnung.- Information über das Gesuch der Buchhändler und Buchdrucker zur Aufhebung der Zensur und Nichtverfolgung der Pressvergehen bis zur Schaffung eines neuen Pressgesetzes.- 18.03.1848: Information über das Vorhaben der Bürgerschaft zur Überbringung ihrer Wünsche in Masse dem König.- Bekanntgabe des Schreiben des Innenministers zur Aufforderung der Vorbeugung einer solchen Demonstration.- Bekanntgabe des Gesprächs des Bürgermeisters Naunyn mit dem Innenminister über das Erscheinen eines Pressgesetzes, das Zusammentreten des Landtages sowie die Information das einige Zusagen nicht mehr genügten um das "drohende Unheil" zu vermeiden.- Erscheinen und Mitteilung des Polizeipräsidenten von Minutoli über den Wunsch das die an den König zu entsendende Deputation bald dort möglichst ohne Aufsehen erscheine.- Erscheinen und Bitte des Oberbürgermeisters und der Bürgermeisters zur Bildung der Deputation.- Wünsche an den König (sofortige Freigebung der Presse, sofortige Einberufung des Landtags und Vorlegung einer neuen Verfassung, Errichtung einer Bürgerwehr, Entlassung der Minister und Ernennung solcher die das Vertrauen des Volkes besäßen, Zurücksendung der Truppen und Fortschaffung des russischen Militärs, das an der Grenze stehen soll).- Ernennung der Mitglieder der Deputation (Veit, Schauss, von Raumer, Holfelder, Duncker, Falkenberg, Behrendt I und Walter).- Abgang der Deputation, des Oberbürgermeisters und der Bürgermeister zum Schloss.- Öffnung der Stadtverordnetenversammlung für Abgeordnete der Schutz-Commissionen und einer großen Anzahl von Mitbürgern.- Rückkehr der Delegation und Bericht über das Gespräch mit dem König (Zusage zum Erscheinen eines königlichen Patentes).- Verteilung dieses sofort gedruckten Patentes.- 21.03.1848: Aufstellung der dreifarbigen Fahne am Schloss und Beschwörung der Verfassung.- Aufruf des Vorstehers zur Einigung für ein starkes Deutschland.- Amtsniederlegung des Vorstandes der Versammlung und Aufforderung zu Neuwahlen.- Antrag zur gemeinsamen Teilnahme an den Beerdigungen der gefallenen Bürger und der gebliebenen Militärs sowie Danksagung an die Studierenden für ihr hingebendes Mitkämpfen.- Beratung des Antrages.- Erscheinen des Königs zu Pferde vor dem Köllnischen Rathaus und Ansprache an die Stadtverordneten zur neuen Bewegung in Deutschland.- Beschluss zur Beerdigung im Friedrichshain am Platz der beiden Mühlen sowie Abbruch der beiden Mühlen.- Beschluss zur Errichtung eines Monumentes für die Gebliebenen und ein zweites in der Stadt.- Eintreffen von Deputationen auswärtiger Behörden sowie Anschluss der auswärtigen Mitglieder des Magistrats und der Stadtverordneten an die Leichenfolge.- Einverständnis der Versammlung zur morgigen Beerdigung [22. März 1848] sowie Erscheinen mit umflortem Hut, Amtszeichen aber ohne Orden.- Teilnahme am Komitee (Schaeffer, Herms, Vect, Duncker, Scherrenburger, Bötzow, Engeler, Müller I, Hayn).- Feststellung der Notwendigkeit der besseren Unterstützung der Ärmeren durch die Kommune, analog des Vorgehens des Königlichen Leihamtes auf Befehl des Königs.- Beschluss zur Niederschlagung der Mietssteuer- und Schuldgeldreste und Strafgelder.- Vorschlag zur Anfrage an den König zwecks Freigabe von Pfändern des Leihamtes sowie einer allgemeinen Amnestie.- Beschluss zu Bildung eines Komitees zur Sammlung für die Verwundeten und Hinterbliebenen der gefallenen Bürger (Duncker, Behrendt I, Holfelder, Pinckert, Heymann, Riese) und Bekanntmachung darüber.- Danksagung der Versammlung an die Beteiligten für den Kampf für die Stadt sowie Beschluss zur Veröffentlichung einer Dankadresse an die Stadt Mannheim.- Erklärung der sämtlicher Stadtverordneten zur Amtsniederlegung und Ersuchen an den Magistrats zur Durchführung der Neuwahlen.- …. Nichtöffentliche Sitzung 15.06.1848: Rehabilitierung verschiedener Personen.- Bewilligung der bürgerlichen Ehrenrechte.- keine Höherbesteuerung beim Entzug des Bürgerrechts.- Vertagung einer Bürgerrechtssache.- Beratung der vergangenen Ereignisse zur Erhaltung der öffentlichen Ruhe.- Einverständnis zur Einberufung der Landwehr durch das Ministerium.- Eingreifen des Militärs erst auf Verlangen der Behörde nötig.- Öffentliche Sitzung 15.06.1848: Beitritt des Plenums dem Gutachten zu Bürgerrechtsfragen.- Äußerung der Missbilligung des gestrigen Angriffs auf das Zeughaus und das Abreißen der Gitter in den Schlossportalen als Bekanntmachung in den öffentlichen Blättern.- Beschluss zum Druck und zur Verteilung des Geschäftsberichtes der Versammlung.- Wahl der Bezirksvorsteher und Stellvertreter (Kaufmann Roese, Rentier Lehmann, Klempnermeister Peters, Ofenfabrikant Tütel, Conditor Bellin, Schlächtermeister Müller).- Weiterleitung einer Beschwerde über die Gasanstalt an den Magistrat.- Kostenübernahme für die Wachstuben der Bürgerwehr am Oranienburger Tor.- 16.06.1848: Einrichtung einer gemischten Kommission zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung.- Bestätigung der Missbilligung des Angriffs gegen das Zeughaus.- Beratung der Geschäftsordnung der Versammlung.- Mittelbewilligungen.- 17.06.1848: Anderer Vorschlag des Magistrats zur Ansprache an die Einwohnerschaft und Ablehnung durch die Versammlung.- … 09.11.1848: … Mitteilung des Stadtverordneten Gneisl über die Vorgänge in der heutigen Sitzung der [Preußischen] Nationalversammlung im Konflikt mit dem Ministerium zur angekündigten Verlegung und Vertagung.-
Archivale
Band: Bd. 40
März 1848: Die sogenannte Märzrevolution in Berlin ereignete sich im Zuge der Europäischen Revolutionen von 1848/1849 und war ein bedeutender Schauplatz der deutschen Freiheits- und Nationalbewegung. Nachdem sich in der Stadt oppositionelle Volksversammlungen gebildet hatten, die von der preußischen Monarchie politische Zugeständnisse einforderten, kam es zwischen dem 13. und 19. März 1848 zu Kämpfen zwischen Militär und Berliner Demonstranten. Höhepunkt der Eskalation waren die Barrikadenkämpfe, die am 18. März begannen, bis zum Folgetag anhielten und mehrere hundert Todesopfer forderten. Der König sah sich gezwungen, das Militär aus Berlin abzuziehen. In der Folge schien sich eine politische Liberalisierung des Königreichs Preußen bis Sommer 1848 abzuzeichnen: Eine liberale Märzregierung wurde ernannt und eine frei gewählte [preußische] Nationalversammlung begann eine Verfassung für Preußen auszuarbeiten. Letztlich ermöglichte es die Uneinigkeit der revolutionären Kräfte der Regierung jedoch, die meisten Zugeständnisse ab 1849 wieder zurückzunehmen. Quelle: Wikipedia.
Sitzungsprotokolle
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
12.02.2026, 09:49 MEZ
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