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Konrad (Cuontz) Stade bekundet, dass er eine im Folgenden
inserierte Urkunde von Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, erhalten
hat. Er gelobt...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1501-1510
1507 Dezember 10
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: Gescheen in ihar und tage wie obgeschrieben stehet
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Konrad (Cuontz) Stade bekundet, dass er eine im Folgenden inserierte Urkunde von Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, erhalten hat. Er gelobt Abt und Kloster Treue, verpflichtet sich, sein Leben lang bei Abt und Kloster zu bleiben und mit einem gerüsteten Pferd gegen Jedermann zu dienen. Sollte es mit dem Abt über ihm im Dienst entstandene Unkosten zum Streit kommen, soll der Marschall des Abtes zwischen ihnen vermitteln. Die Hintersassen (armen leute) im Gericht Fulda will er nach Recht und Herkommen behandeln. Die in der Urkunde getroffenen Vereinbarungen will er allesamt einhalten, gelobt mit Handgeben die Treue und schwört mit erhobenen Fingern einen Eid auf Gott und die Heiligen. Auf seine Bitte besiegelt Albrecht von Trümbach die Urkunde, ohne Schaden für sich und seine Erben. Siegelankündigung. Inserierte Urkunde: Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, bekundet, dass er Konrad Stade als Knecht angenommen hat und verleiht ihm auf Lebenszeit das Schultheißenamt in Kothen [Gem. Motten] (zum Kottenn). Zu seinem Unterhalt weist er ihm zu: das Gütchen in Kothen (zum Kottenn), das bislang der Propstei Thulba (Tulbe) zu Küchendienst (hepen dienst) verpflichtet gewesen ist und für Küchenspeise 45 Schilling abgeliefert hat; die auf dem Gütchen liegende Zins- und Dienstverpflichtung wird Konrad erlassen; zwei Wiesen gelegen (zum Hayn), von denen Konrad vier Fuder Heu ernten darf; die wüsten Äcker gelegen (uff dem Hayn) darf der Schäfer des Abtes für die Schäferei nutzen und hat dafür einen Zins von zweieinhalb Gulden an Konrad zahlen; die dem Kloster zustehende Pflugfron in Kothen darf Konrad für die Bestellung der Äcker nutzen; das Schankrecht der Schenke in Kothen; die Nutzung des Gewässers von der Forstwiese bis zum Hain; jährlich ein Hofgewand mit Rock und Kappe. Konrad Stade hat sich dafür verpflichtet, Zeit seines Lebens im Dienst von Abt und Kloster zu bleiben und gegen Jedermann mit einem gerüsteten Pferd zu dienen. Wenn ihm im Dienst Unkosten entstehen, will der Abt ihm diese wie anderen Amtsknechten, Schultheißen und Zentgrafen auch ersetzen. Bei Uneinigkeit über die Erstattung der Unkosten soll der Marschall des Abtes zwischen ihnen vermitteln. Die Hintersassen (arme leute) im Gericht soll Konrad nach Recht und Herkommen behandeln; Streitfälle zwischen ihm und den Hintersassen schlichtet der Abt. Ankündigung des Sekretsiegels des Abtes. Ausstellungsort: Fulda. (Gebenn in unser stat Fulde uff Freytag nach conceptionis Marie virginis anno Domini XV C VII). (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Albrecht von Trümbach
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, Kopiare Fulda: K 438, S. 664-666
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.