In addition to the technically required cookies, our website also uses cookies for statistical evaluation. You can also use the website without these cookies. By clicking on "I agree" you agree that we may set cookies for analysis purposes. You can see and change your cookie settings here.
Georg (Jorge) von Buchenau bekundet für sich, seine Ehefrau Anna
und seine Erben, dass er Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, und
dem Kloste...
Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1501-1510
1506 Juni 19
Ausfertigung, Pergament, mit Pergamentstreifen angehängtes Siegel (beschädigt)
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: ... der gebenn ist uf Fritag nach Viti und nach Cristi unnsers liebenn hernn geburt funffzehennhundert unnd im sechstenn iare
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Georg (Jorge) von Buchenau bekundet für sich, seine Ehefrau Anna und seine Erben, dass er Johann [I. von Henneberg], Abt von Fulda, und dem Kloster Fulda eine Rente von 25 Vierteln Getreide, halb Roggen (korn), halb Hafer, von seinem Hof in Odensachsen (Ottensassen), der ein Lehen des Abtes von Fulda ist, verkauft hat. Von diesen 25 Vierteln entfallen zwölfeinhalb Viertel auf den Hof, den zur Zeit Bocke [?] innehat, und zwölfeinhalb Viertel auf den Hof, den zurzeit Heinrich (Heintze) Brune besitzt; das Getreide [ist als] gute, trockene und fehlerfreie Kaufware (kauffmans gut) [zu liefern]. Der Abt hat Georg 250 abgewogene rheinische Gulden Frankfurter Währung bar bezahlt, deren Erhalt Georg von Buchenau Abt und Kloster quittiert. Georg von Buchenau befiehlt seinen Hofleuten, dem Abt jährlich an Michaelis [September 29] die genannten Abgaben ohne Verzug und unversehrt in seine Burg nach Mackenzell zu liefern; die Hofleute haben dem Abt über ihre Verpflichtungen ein Gelöbnis abzulegen. Wenn die Hofleute mit der Zahlung in Verzug sind, hat der Abt das Recht, sie zu pfänden oder nach geistlichem oder weltlichem Recht zu verklagen. Wenn dem Abt daraus Unkosten entstehen, sollen die genannten oder zukünftigen Inhaber der Höfe diese ersetzen. Zur Sicherheit gibt Georg von Buchenau die genannten Höfe dem Abt als Unterpfand. Er versichert, dass er die Höfe nicht anderweitig als Unterpfand gegeben hat und leistet Währschaft. Er verpflichtet sich, die Höfe nicht weiter zu verkaufen oder zu verpfänden. Wenn die Höfe von Georg verpfändet oder verbrannt werden, so dass der Abt die auf ihnen liegenden Zinse nicht erhalten kann, will Georg von Buchenau oder seine Erben andere Güter als Unterpfand einsetzen, von denen der Abt die genannten Zinse einziehen darf. Der Abt hat Georg oder seinen Erben den Wiederkauf der Abgaben für 250 Gulden Frankfurter Währung an Kathedra Petri [Februar 22] eingeräumt; Georg oder seine Erben müssen den Wiederkauf zwei Monate vor Kathedra Petri am Fuldaer Hof schriftlich ankündigen. Das Geld soll in Fulda bezahlt werden. Der Wiederkauf ist erst dann abgeschlossen, wenn zuvor eventuell noch ausstehende Zinsen gezahlt oder anhängige Schadenersatzforderungen beglichen worden sind. Siegelankündigung. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Avers)
Vermerke (Urkunde): Siegler: Georg von Buchenau
Vermerke (Urkunde): Weitere Überlieferung: StaM, Kopiare Fulda: K 438, S. 557-560
Information on confiscated assets
Further information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.