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Friedrich Julius Otto an Karl Weltzien

Verzeichnungsstufe:
Archivale
Archivaliensignatur:
KIT-Archiv, 27072 / 361
Kontext:
27072 Nachlass Karl Weltzien >> 1 Korrespondenzstücke in der alphabetischen Folge der Absender >> 1.115 Otto, Friedrich Julius (*1809, +1870)
Laufzeit:
1861 November 19, Braunschweig
Enthältvermerke:
Enthält: (1r) Ottos Sohn Robert war wegen der Beerdigung seines Bruders aus Greifswald nach Braunschweig gereist. Der Verstorbene erlitt bei einem Manöver eine Erkältung mit Hirnhautentzündung. Weltzien bot Robert Otto eine Assistentenstelle an. Otto bedankt sich für dieses Angebot und erklärt die Nichtannahme dieser Stelle seitens seines Sohnes. Grund ist dessen Verbleib bei (Heinrich) Limpricht (1v) für ein weiteres Jahr. Limpricht und Robert Otto stehen einander nahe. Höhere Assistentenstellen an einem Institut mit mehreren Assistenten sind nur durch Nachrücken erreichbar. Ottos Sohn Robert wurde nicht nach Göttinger Prinzip Doktor der Chemie. In Göttingen werden sehr viele frühere Apotheker nach anderthalbjährigem Universitätsstudium promoviert. Die am Braunschweiger Collegium Carolinum studierenden Pharmazeuten weisen unter allen anderen Studenten, ausgenommen die Landwirte, die geringste Allgemeinbildung auf. Otto versuchte bisher erfolglos durchzusetzen (2r), dass die Aufnahme einer Apothekerlehre von einer Mindestschulbildung abhängig wird. Die Apotheker leisteten Widerstand. An der Polytechnischen Schule Karlsruhe wird keine Pharmazie gelehrt. Otto möchte aber wissen, ob dennoch Pharmazeuten an der Polytechnischen Schule studieren, ferner ob eine und gegebenenfalls welche Gymnasialbildung für Apothekerlehrlinge gefordert wird. In Heidelberg wird ein Pharmaziestudium angeboten. (August Wilhelm Julius) Uhde, Lehrer der höheren Mathematik und Physik und wie Weltzien passionierter Jäger, ist verstorben. (Richard) Dedekind tritt dessen Nachfolge in der höheren Mathematik an. Das Lehramt für Physik ist noch vakant. (2v) Otto erkundigt sich nach den Gehaltsstaffelungen an der Polytechnischen Schule Karlsruhe. In Braunschweig gibt es Schwankungen "von 100 Prozent". Das Gehalt junger Neuangestellter ist äußerst knapp bemessen und erfordert zur adäquaten Lebensführung ein zusätzliches Vermögen. Otto ist "der schlechtest bezahlte Lehrer" am Kolleg. (3r) Otto ist von (3v) seinem staatlichen Gehalt unabhängig. Er engagiert sich für Kollegen, die davon abhängig sind. In Dresden ist jeder Stelle ein definiertes Gehalt zugeordnet. Es gibt keinen Ermessensspielraum. Weltzien soll Robert Otto als möglichen zukünftigen Assistenten berücksichtigen. Otto kann seinen Sohn mit 700 bis 800 fl unterstützen.
Umfang:
3 Blatt
Archivalientyp:
Handschriften
Indexbegriffe Ort:
Braunschweig/DE
Dresden/DE
Göttingen/DE
Greifswald/DE
Digitalisat im Angebot des Archivs:
kein Digitalisat verfügbar
Bestand:
27072 Nachlass Karl Weltzien