Urfehde Nr. 75
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A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. A 2 e (Urfehden u.a.) Nr. 7151
A 2 e (Urfehden u.a.) Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26)
Reichsstädtische Urkunden und Akten (Bde. 19, 21-22, 26) >> Bd. 19 Urfehden
1526 Februar 26, Montag nach Sonntag Reminiscere
Regest: Christof Schlessinger, Papierer von Bressel, bekennt, dass er im Gefängnis von Bürgermeister und Rat der Stadt Rewtlingen gelegen ist, weil er in der oberen Walkmühle zu Rewtlingen sich gegen etliche aufrührig gemacht hat ohne alle Ursach. Als er in solcher frevenlichen Handlung dreimal Frieden gelobt hatte, hat er trotzdem sich wehrhaft gemacht und sich ganz ungeschicklich (= ungehörig) verhalten. Wegen dieses bösen Handels haben die Herren von Rewtlingen ihm Recht zu nehmen vorschlagen lassen. Das hat er aber verkiest (= abgelehnt). In Ansehung seiner unwissenden Jugend und Trunkenheit hat er durch Bitten erworben (= erlangt), dass die Herren ihm Gnade bewiesen und ihn aus dem Gefängnis entliessen. Er hat einen Eid geschworen, wegen des Gefängnisses und des Handels gegen jedermann in Rewtlingen ewiglich Urfehde zu halten und sich nie zu rächen. Er soll und will bei seinem Eid strackes Gangs (= gerades Wegs) aus der Stadt Rewtlingen und allen Flecken und Orten, wo die Stadt zu gebieten hat, gehen und sein Leben lang nicht darein kommen, er habe denn zuvor den Rechnern der Stadt 10 Gulden Landswährung bezahlt. Wenn er diese 10 fl bezahlt hat, kann er wiederum, durch diesen Handel unverhindert, in die Stadt und ihr Gebiet ein und auswandeln.
Beschreibstoff: Pg.
Archivale
Zeugen / Siegler / Unterschriften: Siegler: Bernhart Bernsenfeld, Bürger zu Rewtlingen
Siegel (Erhaltung): Siegel vorhanden
Genetisches Stadium: Or.
Siegel (Erhaltung): Siegel vorhanden
Genetisches Stadium: Or.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.03.2025, 11:14 MEZ