Widerstand in Artelshofen gegen das Schlotfegen
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E 49/II Nr. 1260
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
02.01.1789 - 20.02.1789
Enthält:
1789 Januar 2: Zwei PS des Johann Conrad Gröschel aus Artelshofen (nach Nürnberg).
Die Oberartelshofener wollen ihre Schlöte nicht vom Schlotfeger fegen lassen, wie der Gemeindevierer (Johann Peter) Schlenck vertraulich mitteilte.
1789 Januar 23: Anzeige des Johann Conrad Eichenmüller, Oberartelshofen: Anna Bock, die Magd des dortigen Schmiedmeisters Friedrich Leinberger, erzählte, dass der dortige Schustermeister Johann Loos (jr.) sich über das Schlotfegen abfällig geäußert habe. Wäre er Gemeindevierer, würde er dem Verwalter schon etwas sagen, aber der Eichenmüller traut sich nicht etc.
Die Magd bestätigt, sie habe es von Loos selbst gehört, als sie vor einigen Tagen bei ihm zur Rockenstube war.
1789 Februar 13: Protokoll, Artelshofen.
Loos wird befragt, nennt alles eine pure Wäscherey. Vermerk, dass wegen seines groben Verhaltens, wie auch wegen der Schlägerei mit Eichenmüller (s. Nr. 1259) zu 3 Tagen Arrest verurteilt wurde.
1789 Februar 20: PS des Gröschel (nach Nürnberg).
Anbei die beiden Protokolle (= Nr. 1259 und das aktuelle). Loos brachte Schreiber derart in Rage, dass er ihn einen Tropfen (= Tropf) nannte.
1789 Januar 2: Zwei PS des Johann Conrad Gröschel aus Artelshofen (nach Nürnberg).
Die Oberartelshofener wollen ihre Schlöte nicht vom Schlotfeger fegen lassen, wie der Gemeindevierer (Johann Peter) Schlenck vertraulich mitteilte.
1789 Januar 23: Anzeige des Johann Conrad Eichenmüller, Oberartelshofen: Anna Bock, die Magd des dortigen Schmiedmeisters Friedrich Leinberger, erzählte, dass der dortige Schustermeister Johann Loos (jr.) sich über das Schlotfegen abfällig geäußert habe. Wäre er Gemeindevierer, würde er dem Verwalter schon etwas sagen, aber der Eichenmüller traut sich nicht etc.
Die Magd bestätigt, sie habe es von Loos selbst gehört, als sie vor einigen Tagen bei ihm zur Rockenstube war.
1789 Februar 13: Protokoll, Artelshofen.
Loos wird befragt, nennt alles eine pure Wäscherey. Vermerk, dass wegen seines groben Verhaltens, wie auch wegen der Schlägerei mit Eichenmüller (s. Nr. 1259) zu 3 Tagen Arrest verurteilt wurde.
1789 Februar 20: PS des Gröschel (nach Nürnberg).
Anbei die beiden Protokolle (= Nr. 1259 und das aktuelle). Loos brachte Schreiber derart in Rage, dass er ihn einen Tropfen (= Tropf) nannte.
Archivale
Indexbegriff Person: Bock, Anna
Indexbegriff Person: Eichenmüller, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Gröschel, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Loos, Hans (Johann) jun
Indexbegriff Person: Loos, Johann (Hans) jun
Indexbegriff Person: Schlenck, Johann Peter
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Indexbegriff Person: Eichenmüller, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Gröschel, Johann Konrad
Indexbegriff Person: Loos, Hans (Johann) jun
Indexbegriff Person: Loos, Johann (Hans) jun
Indexbegriff Person: Schlenck, Johann Peter
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Vogteiliche Rechte
Artelshofen - Oberes Dorf
Schlotfegen
Verwalter Artelshofen
Gemeindevierer Artelshofen
Schmied, Artelshofen
Schustermeister, Artelshofen
Magd
Schlägerei
Arrest
Protokoll
Zitat der Beleidigung
Rockenstube
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:01 MESZ