Vor Rorich von Sterrenberg, Kämmerer, Schultheiß Heinrich, und den weltlichen Richtern Jakob, Heinrich und Wasmud, 1377 "uff dye nehsten mittewochen nach der Oster wochen", im ungebotenen Ding auf dem erzbischöflichen Hofe zu Mainz ("Mentzen"): Gewinnt Heinrich von Bingen, Vikar und Amtmann von Mariengreden, für Bau und Werk dieses Stiftes [d.h. für die Kirchenfabrik] den dritten Bann über folgende althergebrachte Grundzinsen (1, 2, 4-8, 10-12) und Ewiggülten (3, 9): 1) 30 Schillinge Heller je zur Hälfte auf die zwei Johannistage aus dem Haus auf dem Graben (Besitzer vormals Meister "Dude der Bender", jetzt Meister "Jeckelin Nauwart der Steyndecker" u.s. Fr.). - 2) 2 Schillinge Heller, fällig wie vorhin aus den zwei Häusern "ane eyn hus uff dem orte in deme Kirsgarten gelegen", hinten an den "Fulappel" stoßend (Vorbesitzer: "Heyneman von Sygen der Schuchman" u.s. Fr. Mechthilt). - 3) 2 Pfd. Heller, fällig wie vorhin aus Haus und Erbe zu "Grefenecke", auf dem Leichhof ("uff dem Lichofe") (Vorbesitzer Jeckel Scherer +). - 4) 1 Mark je zur Hälfte dem Werk und der Stiftspräsenz auf Johanni Ev. oder binnen zweier Monate aus den Häusern "by dem Bockschilde, in sant Ignacien kirchgassen" (Besitzer vormals "Contze Harbusch", jetzt Jakob zum Fuß). - 5) 18 Schillinge Heller auf Jakobi aus 1/8 Morgen auf der Bleiche ("uff der Bleyche"), "by hern Dames ferwehuse" (Besitzerin "Katherine Dylmennen"). - 6) 2 Pfd. Heller je zur Hälfte auf Martini und Walburgis aus dem Haus bei St. Barbara, zwischen dem Haus zu Roseneck und dem Haus zu Urberg (Besitzer vormals "Contze Kesekar der Mutter", jetzt sein Sohn Gerlach der "Rostuscher"). - 7) 1 Mark wie vorhin aus dem Haus vorn in der Scheffergasse ("Schefergassen") (Besitzer vormals "Heyneman Spinneler", jetzt Meister "Herman der Neldener" u.s. Fr.). - 8) 10 Schillinge Heller auf Martini aus Scheuer und Haus in der Hubelgasse ("Hubelns gassen"), hinten am Garten zu dem Berner gelegen, wie sie vormals Petermann zum Schaden baute und jetzt Richter Gottfrieds Kinder innehaben - die Barfüsser erhalten davon 10 Schillinge Heller Grundzins. - 9) 6 Schillinge Heller an Martini aus der Scheuer in der Stockergassen, oben an "Philips Schribers" Scheuer, (Besitzer: "Jeckeln Steynhuseln"). -10) 18 Schillinge Heller je zur Hälfte auf die zwei Johannistage oder binnen Monatsfrist aus zwei Häusern an der Weissborngasse ("Wyseborn gassen"), die "Henckin Musichin" innehat. - 11) 1 Pfd. Heller je zur Hälfte auf Martini und Walburgis aus dem Haus in der Weissborngasse ("Wyeseborn gasse"), das Katherina ("Molnersen") innehat. - 12) 18 Schillinge Heller, fällig wie vorhin aus dem Haus in der Weissborngasse ("Wyeseborn gassen"), hart an den vorgenannten Häusern gelegen, das Else "Underkeufem" besitzt. -13) Das Eckhaus ("orthus"), da "Wyeseborn gasse windet geyn sant Nyclas porten", und das andere Haus unten daran - beide unter einem Dach -, die vormals "Herteln Heylbecher" und seine Erben vom Werk des Stifts innegehabt haben, belastet mit Zins an St. Klara. 5 S.: Kämmerer, Schultheiß und Richter.

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