Furcht vor Bildungsnotstand beeinflusst Haushaltsberatungen. Finanzsorgen der Hochschulprojekte Konstanz und Ulm
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 D661002/501
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 5/002 Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970
Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg des SDR 1958-1970 >> 1966 >> Februar
18. Februar 1966
(O-Ton) Gerhard Weng, Dr., MdL, CDU, Tübingen: Ein Nein zur Gründung der Universität Konstanz wäre das teuerste Nein der Bildungsgeschichte / Die Staatskasse allein kann die Ausgaben für Wissenschaft und Forschung nicht bewältigen / Neue Finanzierungsquellen ins Auge fassen / "Das ungeheure Finanzpotential in der Verfügungsmacht der privaten Hände auf dem Wege des Steuerrechts in neuer Breite dem Riesenauftrag nutzbar machen" / Zum Schulentwicklungsplan und zum Schulwesen in Südwürttemberg-Hohenzollern / (3'40)
(O-Ton) Walter Krause, SPD-Fraktionsvorsitzender von Baden-Württemberg: Die Bedenken der SPD gegen das Projekt Konstanz signalisieren keine grundsätzliche Ablehnung / (Kiesinger wirft ihm zwischenrufend Pharisäismus vor, da das von der SPD nicht beanstandete Projekt Ulm viel teurer sei; Krause reagiert heftig; lebhaftes Plenum; Präsident Gurk ruft zur Ordnung) / Medizinische Projekte haben Vorrang: Mangel an Krankenbetten / (4'51)
(O-Ton) Kurt Georg Kiesinger, Dr., CDU, Ministerpräsident von Baden-Württemberg: Was kann die Landespolitik angesichts der finanziellen Lage in den kommenden Jahren tun? / Die Opposition hätte angesichts der Haushaltslage den Plänen zu Neugründungen ihre Zustimmung verweigern können / Sie will aber ausgerechnet das teuerste Gründungsprojekt (Ulm) / (Langwieriges Hickhack mit Zwischenrufern um genaue Zahlen) / Er nimmt der Opposition ihr "Jein" nicht ab / (4'44)
(O-Ton) Friedrich Stock, Fraktionsvorsitzender der FDP von Baden-Württemberg: Der Erfolg von Regierung und Landtag wird nach der Lösung der Schulfrage beurteilt werden / Möglichst weitgehende Einigung der verschiedenen Kräfte / Die Konfessionsschulen stehen der Schulentwicklung in Südwürttemberg-Hohenzollern im Wege / Die Ausdehnung derselben auf das ganze Land wäre eine "Verböserung" / (2'13)
(O-Ton) Walter Krause, SPD-Fraktionsvorsitzender von Baden-Württemberg: Die Bedenken der SPD gegen das Projekt Konstanz signalisieren keine grundsätzliche Ablehnung / (Kiesinger wirft ihm zwischenrufend Pharisäismus vor, da das von der SPD nicht beanstandete Projekt Ulm viel teurer sei; Krause reagiert heftig; lebhaftes Plenum; Präsident Gurk ruft zur Ordnung) / Medizinische Projekte haben Vorrang: Mangel an Krankenbetten / (4'51)
(O-Ton) Kurt Georg Kiesinger, Dr., CDU, Ministerpräsident von Baden-Württemberg: Was kann die Landespolitik angesichts der finanziellen Lage in den kommenden Jahren tun? / Die Opposition hätte angesichts der Haushaltslage den Plänen zu Neugründungen ihre Zustimmung verweigern können / Sie will aber ausgerechnet das teuerste Gründungsprojekt (Ulm) / (Langwieriges Hickhack mit Zwischenrufern um genaue Zahlen) / Er nimmt der Opposition ihr "Jein" nicht ab / (4'44)
(O-Ton) Friedrich Stock, Fraktionsvorsitzender der FDP von Baden-Württemberg: Der Erfolg von Regierung und Landtag wird nach der Lösung der Schulfrage beurteilt werden / Möglichst weitgehende Einigung der verschiedenen Kräfte / Die Konfessionsschulen stehen der Schulentwicklung in Südwürttemberg-Hohenzollern im Wege / Die Ausdehnung derselben auf das ganze Land wäre eine "Verböserung" / (2'13)
0:19:40; 0'19
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Politischer Wochenbericht aus Baden-Württemberg
Baden-Württemberg; Haushalt 1966
Konstanz KN
Regierungsbezirk Südwürttemberg-Hohenzollern
Ulm UL
Finanzierung
Gründung
Konfessionsschule
Schule: Schulentwicklungsplan
Steuer
Universität
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
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