Die kaiserlichen Kommissarien Hans Walter von Laubenberg zu Wagegkh, Dr. Iheronimus Baldung, tirolischer Kanzler, und Eberhart von Wyler zu Altenburg auf einem Tag zu Radolfzell urteilen über die strittige Teilung von Leibeigenen: Nachdem sich zwischen Ritter Hans Jacob von Landau zu Wal, Landvogt, und den Amtleuten der Landgrafschaft Nellenburg einer- und Hans von Schellenberg zu Hüfingen und Stauffen andererseits Streit erhoben hat über das Leibeigenschaftsrecht auf die Mezgerin zu Hültzingen und ihre Kinder, lautet das Urteil, daß die in Frage kommenden Personen gleich geteilt werden, so daß der von Schellenberg die Anna Metzgerin erhält, die Amtleute ihre Kinder und deren Nachkommen nach Wortlaut eines Vertrages vom 1. Juni 1525.
Vollständigen Titel anzeigen
Die kaiserlichen Kommissarien Hans Walter von Laubenberg zu Wagegkh, Dr. Iheronimus Baldung, tirolischer Kanzler, und Eberhart von Wyler zu Altenburg auf einem Tag zu Radolfzell urteilen über die strittige Teilung von Leibeigenen: Nachdem sich zwischen Ritter Hans Jacob von Landau zu Wal, Landvogt, und den Amtleuten der Landgrafschaft Nellenburg einer- und Hans von Schellenberg zu Hüfingen und Stauffen andererseits Streit erhoben hat über das Leibeigenschaftsrecht auf die Mezgerin zu Hültzingen und ihre Kinder, lautet das Urteil, daß die in Frage kommenden Personen gleich geteilt werden, so daß der von Schellenberg die Anna Metzgerin erhält, die Amtleute ihre Kinder und deren Nachkommen nach Wortlaut eines Vertrages vom 1. Juni 1525.
Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 8 Nr. 134
Conv. 3
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 8 Nellenburg
Nellenburg >> Generalia
1530 Oktober 1
Urkunden
Siegler: Der von Schellenberg und Ulrich Vischer, z. Zt. Amtmann in Stockach
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Siegel vorhanden, 1 Siegel nicht vorhanden
Überlieferungsart: Ausfertigung
Siegelbeschreibung: 1 Siegel vorhanden, 1 Siegel nicht vorhanden
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
04.04.2025, 08:07 MESZ