Klage (vor dem Stadtrichter) des Laurenz Reddeker, verheiratet mit Gertrud Kalterman, und des Berndt Sandfordt gegen Johann Budde in Albersloh. Herman Budde, der Bruder des Beklagten, hat i.J. 1564 zwischen Münster und Angelmodde den Hinrich Kalterman aus dem Kspl. Albersloh erschlagen.
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B-Acta jud, 172
B-Acta jud Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten)
Acta Judicialia (Rechtsstreitigkeiten) >> 1501-1600
1569 - 1570
Enthält: Johan Uphues, Gograf zur Meest, nahm die Leichenschau vor. Der Beklagte wurde als mitverdächtig zusammen mit seinem Bruder in Wolbeck gefangen gesetzt; er wurde freigesprochen, der Bruder wurde begnadigt. Die Kläger behaupten, der Beklagte habe um „das Blut zu versöhnen“, sich mit Ihnen geeinigt; das sei auch die Vorbedingung für die Begnadigung des Bruders gewesen. Sie verlangen, dass der Beklagte jetzt zahlt. Der Beklagte wird in Münster festgehalten (arrestiert) und erst entlassen, nachdem er den Steinhauer Johan Münsterwech als Bürgen gestellt hat. Durch den Gerichtsschreiber Bernard Timmerscheidt als Kommissar des Stadtrichters werden als Zeugen über die Einigung vernommen: 1. Steinhauer Jakob Grolle in Münster, 51 Jahre alt; 2. Johan Stoltenkamp in Münster, 50 J. alt; 3. Notar Pankratius Volberti, 50 J. alt. Die Klage wird abgewiesen. Kläger legen Berufung ein. Erwähnt werden Peter van Deuten; Rotger van der Rhur; Steinhauer Wilken Blanckefort; Diederich Strick, Gograf zur Sandwelle; Berndt tor Straten, Bürgermeister in Sendenhorst; Domkantor Baltasar von Büren und sein Bruder Melchior; ferner aus Wolbeck Droste Ludger von Raisfeldt, Rentmeister Friedrich Mey, Richter Tilman Schale, Bürgermeister Gerdt Akolck, Frohn Evert Kantzler, Johan tom Polle.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:30 MEZ