Papst Bonifaz IX. teilt dem Abt des Benediktinerklosters Wiblingen [Stadt Ulm] mit, dass ihn Abt und Konvent des Benediktinerklosters Reichenau ("monasterium Augie Maioris") [Lkr. Konstanz] sowie Bürgermeister, Rat und Schöffen der Stadt Ulm gebeten haben, einen zwischen ihnen abgeschlossenen Tauschvertrag zu bestätigten. Dabei hat das Kloster Reichenau der Stadt Ulm das Präsentationsrecht für den ständigen Vikar am Ulmer Münster überlassen, während die Stadt Ulm dem Kloster das Patronatsrecht für die Pfarrkirche in Dorndorf [Gde. Illerrieden/Alb-Donau-Kreis] übertragen hat. Auch wurde ihm versichert, dass dieser Tausch für das Kloster Reichenau insofern vorteilhaft war, weil die Erträge der ständigen Vikarie am Ulmer Münster auf jährlich 10 Mark Silber, die der Pfarrkirche in Dorndorf aber auf 20 Mark Silber geschätzt werden. Der Papst beauftragt nun den Abt des Klosters Wiblingen mit der Untersuchung der Angelegenheit. Sollten sich die Angaben, die die beteiligten Parteien ihm darüber gemacht haben, als korrekt herausstellen, erteilt er ihm gleichzeitig die Vollmacht, den Tausch in seinem Namen zu bestätigten.

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Haus der Stadtgeschichte - Stadtarchiv Ulm
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