Innenministerium, Abteilung VIII: Wohnungs- und Siedlungswesen (Bestand)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, E 151/08
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Archivtektonik) >> Kabinett, Geheimer Rat, Ministerien 1806-1945 >> Ministerium des Innern/Innenministerium >> Weitere Bestände des Innenministeriums
1878-1945, Nachakten bis 1951
Überlieferungsgeschichte
Vom Innenministerium, teilweise über das Regierungspräsidium Stuttgart, 1958, 1964 und 1987 eingekommen.
Inhalt und Bewertung
Enthält (Rubriken): Wohnungsaufsicht und -erhaltung, Wohnungsfürsorge, Bewirtschaftung der Wohn- und Geschäftsräume, Förderung des Wohnungsbaus, Wohnungsbeschwerden. Die Unterlagen stammen überwiegend aus der Zeit nach 1918.
Behördengeschichte: Nach den am 1. Januar 1912 beim Innenministerium gebildeten drei Registraturabteilungen gehörte das Wohnungswesen zu Abteilung II. Eine eigene Wohnungsabteilung wurde in den letzten Kriegsmonaten, wahrscheinlich im Mai 1918, errichtet. Diese Einrichtung empfahl sich besonders wegen der immer dringender werdenden Aufgabe der Wohnungsbauförderung und der Wohnungszwangswirtschaft. Ein eigener Stempel "Wohnungsabteilung" ist von 1920 bis 1924 in den Akten nachweisbar. In den Geschäftsteilern von 1922 ist sie zunächst als Geschäftsteil VII, dann als Geschäftsteil VIII mit der Bezeichnung "Wohnungswesen (Wohnungsabteilung)" angegeben. Nach dem Ausscheiden der Baudarlehens- und der Baustoffverwaltung 1922 aus der staatlichen Verwaltung und ihrem Übergang an die Wohnungskreditanstalt erhielt der Geschäftsteil VIII im Geschäftsteiler vom 20. August 1927 die Bezeichnung "Wohnungswesen"; das Wort "(Wohnungsabteilung)" strich man. In der NS-Zeit hieß er "Wohnungs- und Siedlungswesen". Mit Wirkung vom 10. August 1942 wurden aus dem Aufgabenbereich einige Kompetenzen ausgegliedert und den beim Ministerium gebildeten Wohnungs- und Siedlungsamt überwiesen. Der Geschäftsteil wurde im April 1944 nach Nürtingen verlagert und arbeitete dort bis April 1945 weiter. Als Hauptberichterstatter und damit Leiter der Abteilung fungierte bis 1926 Ministerialrat Dr. Alfred Neuschler, dem nach seinem Übertritt zur Gebäudebrandversicherung Oberregierungsrat Dr. Hermann Aichele folgte. Nach dessen Ableben am 18. November 1940 blieb die Stelle zunächst vakant; sie wurde später mit Ministerialrat Karl Eberhardt neu besetzt. Weitere Unterlagen zur Behördengeschichte siehe Vorwort zum Findbuch E 151/01.
Bestandgeschichte und Bearbeiterbericht: Der vorliegende Bestand enthält Schriftgut der folgenden Ablieferungen: E151f I: Ablieferung des Innenministeriums von 1958 an das Staatsarchiv Ludwigsburg, 1969 an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben E151f II: Akten, die 1952 vom Innenministerium an das Regierungspräsidium Nordwürttemberg gelangten, 1964 an das Staatsarchiv Ludwigsburgabgeliefertund 1973 an das Hauptstaatsarchiv weitergegeben wurden EA 2/504: Bis zum Jahr 1945 reichende Akten aus einer Abteilung von 1987 an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart Die Erschließung erfolgte ab Mitte Oktober 1989 durch die Archivinspektoranwärter und -anwärterinnen Andrea Rößler, Ute Schulze, Daniel Stihler, Martin Walter, Sybille Kraiss, Barbara Löslein und Edith Holzer bis Mai 1990 (Bü 408) unter Anleitung von Archivamtfrau Sibylle Brühl und danach dem Unterzeichneten nach den Richtlinien für Titelaufnahmen und Repertorisierung von Schriftgut des 19. und 20. Jahrhunderts. Wegen der großen Zahl der Bearbeiter ließen sich Unterschiede bei der Erschließung der Akten nicht ganz vermeiden. Die Titelaufnahmen sind aber formal einander angeglichen. Die bisherigen Akten E 151f II Nr. 258-272 (Rubrik "Geld- und Bankwesen") wurden in den Bestand E 151/05 als Bü 138-154 eingeordnet. Als Registraturzeichen gebrauchte man zunächst die überkommenen Kasten-Fach-Signaturen weiter. Später nach Einführung der Abteilungsregistraturen wurden ein- bis vierstelligeZiffern verwendet, wobei man der jeweiligen Ziffer VIII zur Kennzeichnung der Abteilung voranstellte. Sie finden sich auch bei den älteren Akten auf den Aktendeckeln aufgedruckt. Schriftgut mit der Abteilungssignatur V ist wohl damit zu erklären, daß die Abteilung VIII im Herbst 1945 mit der Abteilung V zusammengelegt wurde. Ferner liegen einige Akten der Abteilung VI vor. Diese Archivalien wurden nun entsprechend dem erwähnten vierstelligen Plan an passender Stelle eingegliedert. Das Regierungspräsidium Nordwürttemberg hatte das ihm übergebene Schriftgut - abgesehen von der den Aktenzeichen vorangestellten Referatsbezeichnung - unverändert belassen. Die Gliederung des neu formierten Bestands folgt weitgehend diesem vierstelligen Aktenplan. Da wohl infolge von Umressortierungen Verschiebungen und Doppelbelegungen auftraten, mußteneinige Umstellungen vorgenommen werden.Kleine Überschneidungen ließen sich dabei nicht vermeiden. Die Klassifikationsnummer besteht aus einer sechsziffrigen Zahl, wobei die vier ersten Ziffern für das Aktenzeichen vorgesehen sind; nicht belegte Ziffern werden dabei durch eine Null bezeichnet. Zwei weitere Ziffern sind angehängt, da oftmals mehrere Bunde des gleichen Aktenzeichens vorliegen. Trat es zum ersten Mal auf wurden stets die Ziffern 10 verwendet; im Bedarfsfall wurde je nach chronologischer oder logischer Folge von 10 auf- oder abwärts gezählt (Beispiel Aktenzeichen 605: 1. Bund Laufzeit 1930-1935 = 060510, 2. Bund 1936-1939 = 060511, 3. Bund 1925-1929 = 060509). Die auf Erfassungsformularen gefertigten Titelaufnahmen wurden zunächstfür die Büschel 1-252 unmittelbar von den Bearbeitern auf der Basis des Programmpakets MIDOSA der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg über Bildschirm eingegeben. Zur Ersparung weiterer aufwendiger Korrekturen erfolgte die Eingabeder restlichen Titelaufnahmen durch Herrn Fröhlich erst nach dem endgültigen Abschluß der Verzeichnungsarbeiten. Der Bestand umfaßt 543 Büschel in 18,0 lfd. m. Stuttgart, im Januar 1991 Wilfried Braunn
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Vom Innenministerium, teilweise über das Regierungspräsidium Stuttgart, 1958, 1964 und 1987 eingekommen.
Inhalt und Bewertung
Enthält (Rubriken): Wohnungsaufsicht und -erhaltung, Wohnungsfürsorge, Bewirtschaftung der Wohn- und Geschäftsräume, Förderung des Wohnungsbaus, Wohnungsbeschwerden. Die Unterlagen stammen überwiegend aus der Zeit nach 1918.
Behördengeschichte: Nach den am 1. Januar 1912 beim Innenministerium gebildeten drei Registraturabteilungen gehörte das Wohnungswesen zu Abteilung II. Eine eigene Wohnungsabteilung wurde in den letzten Kriegsmonaten, wahrscheinlich im Mai 1918, errichtet. Diese Einrichtung empfahl sich besonders wegen der immer dringender werdenden Aufgabe der Wohnungsbauförderung und der Wohnungszwangswirtschaft. Ein eigener Stempel "Wohnungsabteilung" ist von 1920 bis 1924 in den Akten nachweisbar. In den Geschäftsteilern von 1922 ist sie zunächst als Geschäftsteil VII, dann als Geschäftsteil VIII mit der Bezeichnung "Wohnungswesen (Wohnungsabteilung)" angegeben. Nach dem Ausscheiden der Baudarlehens- und der Baustoffverwaltung 1922 aus der staatlichen Verwaltung und ihrem Übergang an die Wohnungskreditanstalt erhielt der Geschäftsteil VIII im Geschäftsteiler vom 20. August 1927 die Bezeichnung "Wohnungswesen"; das Wort "(Wohnungsabteilung)" strich man. In der NS-Zeit hieß er "Wohnungs- und Siedlungswesen". Mit Wirkung vom 10. August 1942 wurden aus dem Aufgabenbereich einige Kompetenzen ausgegliedert und den beim Ministerium gebildeten Wohnungs- und Siedlungsamt überwiesen. Der Geschäftsteil wurde im April 1944 nach Nürtingen verlagert und arbeitete dort bis April 1945 weiter. Als Hauptberichterstatter und damit Leiter der Abteilung fungierte bis 1926 Ministerialrat Dr. Alfred Neuschler, dem nach seinem Übertritt zur Gebäudebrandversicherung Oberregierungsrat Dr. Hermann Aichele folgte. Nach dessen Ableben am 18. November 1940 blieb die Stelle zunächst vakant; sie wurde später mit Ministerialrat Karl Eberhardt neu besetzt. Weitere Unterlagen zur Behördengeschichte siehe Vorwort zum Findbuch E 151/01.
Bestandgeschichte und Bearbeiterbericht: Der vorliegende Bestand enthält Schriftgut der folgenden Ablieferungen: E151f I: Ablieferung des Innenministeriums von 1958 an das Staatsarchiv Ludwigsburg, 1969 an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart abgegeben E151f II: Akten, die 1952 vom Innenministerium an das Regierungspräsidium Nordwürttemberg gelangten, 1964 an das Staatsarchiv Ludwigsburgabgeliefertund 1973 an das Hauptstaatsarchiv weitergegeben wurden EA 2/504: Bis zum Jahr 1945 reichende Akten aus einer Abteilung von 1987 an das Hauptstaatsarchiv Stuttgart Die Erschließung erfolgte ab Mitte Oktober 1989 durch die Archivinspektoranwärter und -anwärterinnen Andrea Rößler, Ute Schulze, Daniel Stihler, Martin Walter, Sybille Kraiss, Barbara Löslein und Edith Holzer bis Mai 1990 (Bü 408) unter Anleitung von Archivamtfrau Sibylle Brühl und danach dem Unterzeichneten nach den Richtlinien für Titelaufnahmen und Repertorisierung von Schriftgut des 19. und 20. Jahrhunderts. Wegen der großen Zahl der Bearbeiter ließen sich Unterschiede bei der Erschließung der Akten nicht ganz vermeiden. Die Titelaufnahmen sind aber formal einander angeglichen. Die bisherigen Akten E 151f II Nr. 258-272 (Rubrik "Geld- und Bankwesen") wurden in den Bestand E 151/05 als Bü 138-154 eingeordnet. Als Registraturzeichen gebrauchte man zunächst die überkommenen Kasten-Fach-Signaturen weiter. Später nach Einführung der Abteilungsregistraturen wurden ein- bis vierstelligeZiffern verwendet, wobei man der jeweiligen Ziffer VIII zur Kennzeichnung der Abteilung voranstellte. Sie finden sich auch bei den älteren Akten auf den Aktendeckeln aufgedruckt. Schriftgut mit der Abteilungssignatur V ist wohl damit zu erklären, daß die Abteilung VIII im Herbst 1945 mit der Abteilung V zusammengelegt wurde. Ferner liegen einige Akten der Abteilung VI vor. Diese Archivalien wurden nun entsprechend dem erwähnten vierstelligen Plan an passender Stelle eingegliedert. Das Regierungspräsidium Nordwürttemberg hatte das ihm übergebene Schriftgut - abgesehen von der den Aktenzeichen vorangestellten Referatsbezeichnung - unverändert belassen. Die Gliederung des neu formierten Bestands folgt weitgehend diesem vierstelligen Aktenplan. Da wohl infolge von Umressortierungen Verschiebungen und Doppelbelegungen auftraten, mußteneinige Umstellungen vorgenommen werden.Kleine Überschneidungen ließen sich dabei nicht vermeiden. Die Klassifikationsnummer besteht aus einer sechsziffrigen Zahl, wobei die vier ersten Ziffern für das Aktenzeichen vorgesehen sind; nicht belegte Ziffern werden dabei durch eine Null bezeichnet. Zwei weitere Ziffern sind angehängt, da oftmals mehrere Bunde des gleichen Aktenzeichens vorliegen. Trat es zum ersten Mal auf wurden stets die Ziffern 10 verwendet; im Bedarfsfall wurde je nach chronologischer oder logischer Folge von 10 auf- oder abwärts gezählt (Beispiel Aktenzeichen 605: 1. Bund Laufzeit 1930-1935 = 060510, 2. Bund 1936-1939 = 060511, 3. Bund 1925-1929 = 060509). Die auf Erfassungsformularen gefertigten Titelaufnahmen wurden zunächstfür die Büschel 1-252 unmittelbar von den Bearbeitern auf der Basis des Programmpakets MIDOSA der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg über Bildschirm eingegeben. Zur Ersparung weiterer aufwendiger Korrekturen erfolgte die Eingabeder restlichen Titelaufnahmen durch Herrn Fröhlich erst nach dem endgültigen Abschluß der Verzeichnungsarbeiten. Der Bestand umfaßt 543 Büschel in 18,0 lfd. m. Stuttgart, im Januar 1991 Wilfried Braunn
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543 Büschel
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:39 MEZ
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