Parteien, Verbände, Vereine, Stiftungen: Deutsches Rechenzentrum Darmstadt (Bestand)
Show full title
N 24
Hessisches Staatsarchiv Darmstadt (Archivtektonik) >> Gliederung >> Parteien, Verbände, Vereine, Stiftungen
1932-1976
Enthält: Sammlung der wissenschaftlichen Publikationen Dr. Ernst Glowatzkis; Arbeitsunterlagen von Professor Helmut Göttsche über die Tagungen des Wissenschaftlichen Rates und des Kuratoriums; Schriftverkehr des Rechenzentrums und Protokolle der Gruppenleiterbesprechungen.
Bestandsgeschichte: Der Bestand wurde im November 2006 durch Dipl.-Ing. Gerhard Brühn, Frankfurt, an das Staatsarchiv abgegeben und unter AZB 21/2007 akzessioniert.
Geschichte des Bestandsbildners: Das Deutsche Rechenzentrum (DRZ) war in den Anfängen der elektronischen Datenverarbeitung eine zentrale Einrichtung, die als einzige für Wissenschaftler aus allen Teilen der Bundesrepublik einen Großrechner bereitstellte. Es führte die Wissenschaftler nahezu aller Disziplinen an die neue Technik des elektronischen Rechnens heran, unterrichtete sie in Kursen und Seminaren und begleitete sie mit eigenem Fachpersonal bei der Lösung ihrer spezifischen Problemstellungen.
Das DRZ wurde am 3. Oktober 1961 gegründet. Es geht auf Planungen der 'Kommission für elektronische Rechenanlagen' der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 1956 zurück. Die offizielle Einweihung des DRZ fand am 12. Juni 1963 statt.
In der zweiten Hälfte der 60erJahre machte der Ausbau der örtlichen und regionalen Rechenzentren an den Hochschulen sehr schnelle Fortschritte. Bald fanden sich in beträchtlicher Zahl sehr leistungsfähige Rechner in Wissenschaft, Wirtschaft und im öffentlichen Bereich. Die technischen Voraussetzungen für den Zugriff auf entfernte Rechner (Datenfernverarbeitung) und den Verbund unabhängiger Rechner (Verbundsysteme) waren grundsätzlich geschaffen. Damit wurde zumindest eine der ursprünglichen Aufgaben des DRZ, nämlich das zentrale Angebot von Rechenkapazität, hinfällig. Planungen und Überlegungen zur zukünftigen Entwicklung des DRZ konzentrierten sich Anfang der 1970er Jahre auf Grund seiner Arbeiten, seiner Erfahrungen und der absehbaren Erfordernisse auf die Thematik von Datenfernverarbeitung und Computerverbundnetzen sowie einen Anschluss an die 1968 gegründete Großforschungseinrichtung GMD-Forschungszentrum Informationstechnik. Zum 1. Januar 1973 übernahm die Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung das DRZ als GMD-Institut für Datenfernverarbeitung.
Das Deutsche Rechenzentrum war eine Stiftung privaten Rechts der Bundesrepublik, des Landes Hessen und der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Das Gebäude in Darmstadt, Rheinstraße 75, wurde vom Bundesinnenministerium finanziert, das Land Hessen gewährleistete des laufenden Unterhalt des Instituts und die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanzierte die Großrechenanlage.
Die Organe der Stiftung waren das Kuratorium, der Wissenschaftliche Rat und der Stiftungsvorstand. Das Kuratorium war für alle Verwaltungsfragen zuständig und setzte sich zusammen aus Vertretern der Hessischen Kultus- und Finanzministerien, der Bundesministerien für wissenschaftliche Forschung und der Finanzen, der DFG und der TH Darmstadt. Der Wissenschaftliche Rat stellte die allgemeinen wissenschaftlichen Richtlinien auf und beriet den Stiftungsvorstand. Er setzte sich zusammen aus wechselnden Vertretern aus Wissenschaft und Forschung. Der Stiftungsvorstand (1961-1970 Dr. Ernst Glowatzki) war für die Aufstellung und Durchführung des wissenschaftlichen Arbeitsprogramms zuständig.
Findmittel: Online-Datenbank (HADIS)
Referent: Marion Coccejus
Bestandsgeschichte: Der Bestand wurde im November 2006 durch Dipl.-Ing. Gerhard Brühn, Frankfurt, an das Staatsarchiv abgegeben und unter AZB 21/2007 akzessioniert.
Geschichte des Bestandsbildners: Das Deutsche Rechenzentrum (DRZ) war in den Anfängen der elektronischen Datenverarbeitung eine zentrale Einrichtung, die als einzige für Wissenschaftler aus allen Teilen der Bundesrepublik einen Großrechner bereitstellte. Es führte die Wissenschaftler nahezu aller Disziplinen an die neue Technik des elektronischen Rechnens heran, unterrichtete sie in Kursen und Seminaren und begleitete sie mit eigenem Fachpersonal bei der Lösung ihrer spezifischen Problemstellungen.
Das DRZ wurde am 3. Oktober 1961 gegründet. Es geht auf Planungen der 'Kommission für elektronische Rechenanlagen' der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) seit 1956 zurück. Die offizielle Einweihung des DRZ fand am 12. Juni 1963 statt.
In der zweiten Hälfte der 60erJahre machte der Ausbau der örtlichen und regionalen Rechenzentren an den Hochschulen sehr schnelle Fortschritte. Bald fanden sich in beträchtlicher Zahl sehr leistungsfähige Rechner in Wissenschaft, Wirtschaft und im öffentlichen Bereich. Die technischen Voraussetzungen für den Zugriff auf entfernte Rechner (Datenfernverarbeitung) und den Verbund unabhängiger Rechner (Verbundsysteme) waren grundsätzlich geschaffen. Damit wurde zumindest eine der ursprünglichen Aufgaben des DRZ, nämlich das zentrale Angebot von Rechenkapazität, hinfällig. Planungen und Überlegungen zur zukünftigen Entwicklung des DRZ konzentrierten sich Anfang der 1970er Jahre auf Grund seiner Arbeiten, seiner Erfahrungen und der absehbaren Erfordernisse auf die Thematik von Datenfernverarbeitung und Computerverbundnetzen sowie einen Anschluss an die 1968 gegründete Großforschungseinrichtung GMD-Forschungszentrum Informationstechnik. Zum 1. Januar 1973 übernahm die Gesellschaft für Mathematik und Datenverarbeitung das DRZ als GMD-Institut für Datenfernverarbeitung.
Das Deutsche Rechenzentrum war eine Stiftung privaten Rechts der Bundesrepublik, des Landes Hessen und der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Das Gebäude in Darmstadt, Rheinstraße 75, wurde vom Bundesinnenministerium finanziert, das Land Hessen gewährleistete des laufenden Unterhalt des Instituts und die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanzierte die Großrechenanlage.
Die Organe der Stiftung waren das Kuratorium, der Wissenschaftliche Rat und der Stiftungsvorstand. Das Kuratorium war für alle Verwaltungsfragen zuständig und setzte sich zusammen aus Vertretern der Hessischen Kultus- und Finanzministerien, der Bundesministerien für wissenschaftliche Forschung und der Finanzen, der DFG und der TH Darmstadt. Der Wissenschaftliche Rat stellte die allgemeinen wissenschaftlichen Richtlinien auf und beriet den Stiftungsvorstand. Er setzte sich zusammen aus wechselnden Vertretern aus Wissenschaft und Forschung. Der Stiftungsvorstand (1961-1970 Dr. Ernst Glowatzki) war für die Aufstellung und Durchführung des wissenschaftlichen Arbeitsprogramms zuständig.
Findmittel: Online-Datenbank (HADIS)
Referent: Marion Coccejus
0,625 m
Bestand
Korrespondierende Archivalien: [[http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Rechenzentrum|http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Rechenzentrum]]
Korrespondierende Archivalien: Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, [[http://www.hadis.hessen.de/scripts/hadis.dll/direct?link=2277647|Bestand 504 Hessisches Kultusministerium]]
Literatur: s. die Druckschriften in: N 24 Nr. 6
Korrespondierende Archivalien: Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, [[http://www.hadis.hessen.de/scripts/hadis.dll/direct?link=2277647|Bestand 504 Hessisches Kultusministerium]]
Literatur: s. die Druckschriften in: N 24 Nr. 6
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
01.07.2025, 12:49 PM CEST