Appellation gegen die Entscheidung der Vorinstanz, als Pächter des Grafen Wilhelm Wirich zu Falkenstein, Herrn zu Broich, für dessen Schulden eintreten zu müssen. Die Appellanten hatten 1657 mit dem Grafen einen Admodiationskontrakt (Pachtvertrag) geschlossen. Für die 20jährige Nutzung des Hauses Bürgel mit allem Zubehör und Rechten sowie einer Weingerechtigkeit zu Königswinter verpflichteten sie sich, Schulden des Grafen in Höhe von 14000 Rtlr. plus Zinsen innerhalb von drei Jahren zu begleichen und dem Grafen zusätzlich jährlich 550 Rtlr. zu zahlen. Als Krey seine auf einer Schuldverschreibung aus dem Jahre 1648 beruhende Forderung von über 1000 Rtlr. (einschl. Zinsen) 1667 einklagte, gaben Stock und Engelbert an, dem Grafen schon den gesamten Betrag bis zum Ende des Pachtvertrages als Vorschuß gegeben zu haben. Die Hofkanzlei in Düsseldorfverurteilt sie dennoch zur Befriedigung der Forderungen des Krey, aber das RKG hob das Urteil 1673 im Sinne der Appellanten auf.
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Appellation gegen die Entscheidung der Vorinstanz, als Pächter des Grafen Wilhelm Wirich zu Falkenstein, Herrn zu Broich, für dessen Schulden eintreten zu müssen. Die Appellanten hatten 1657 mit dem Grafen einen Admodiationskontrakt (Pachtvertrag) geschlossen. Für die 20jährige Nutzung des Hauses Bürgel mit allem Zubehör und Rechten sowie einer Weingerechtigkeit zu Königswinter verpflichteten sie sich, Schulden des Grafen in Höhe von 14000 Rtlr. plus Zinsen innerhalb von drei Jahren zu begleichen und dem Grafen zusätzlich jährlich 550 Rtlr. zu zahlen. Als Krey seine auf einer Schuldverschreibung aus dem Jahre 1648 beruhende Forderung von über 1000 Rtlr. (einschl. Zinsen) 1667 einklagte, gaben Stock und Engelbert an, dem Grafen schon den gesamten Betrag bis zum Ende des Pachtvertrages als Vorschuß gegeben zu haben. Die Hofkanzlei in Düsseldorfverurteilt sie dennoch zur Befriedigung der Forderungen des Krey, aber das RKG hob das Urteil 1673 im Sinne der Appellanten auf.
AA 0627, 1562 - E 390/1361
AA 0627 Reichskammergericht, Teil III: E-G
Reichskammergericht, Teil III: E-G >> 1. Buchstabe E
1670 - 1672 (1648 - 1674)
Enthaeltvermerke: Kläger: Peter Engelbert, Bürgel (Hzm. Berg, Amt Mettmann), und Heinrich Stock, Kellner zu Bürgel, (Bekl.) Beklagter: Abraham Krey (Cray, Kray), Köln, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Dr. Johann Marx Giesenbier 1670 - Subst.: Dr. M. W. von Gülchen Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Philipp Nidderer 1670 - Subst.: Dr. Henrich Wilhelm Erhardt Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Herzog von Jülich-Berg 1667 - 2. Hofkanzlei Düsseldorf 1667 - 3. RKG 1670 - 1672 (1648 - 1674) Beweismittel: Urteil 1. Instanz 1667 (Q 5). Vorakten (Q 8), darin: Schuldverschreibung des Grafen zu Falkenstein (24 - 26). Schlußrechnung zwischen den gräflichen Kommissaren und Peter Engelbert 1668 (Q 15). Quittung des Grafen von Falkenstein über 3000 Rtlr., die er von Heinrich Stock, seinem Kellner zu Bürgel, erhalten hatte, 1668 (Q 16). Admodiationskontrakt (Pachtvertrag) zwischen Wilhelm Wirich Graf zu Falkenstein und den Appellanten 1657 (Q 20) und Konsens des Erzbischofs von Köln als Lehensherr 1655 (Q 21). Rechnungen und Quittungen der Appellanten (Aufwendungen für den Grafen) 1658 - 1667 (Q 22 - 25). Beschreibung: 4 cm, 173 Bl., gebunden; Q 1 - 26, 3 Beilagen 1673/74.
Sachakte
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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11.05.2026, 9:13 AM CEST