Rep. 112 NL Traeger, Jörg (Bestand)
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Rep. 112
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Vorwort Biographisches: Prof. Dr. Jörg Traeger wurde am 21.01.1942 in Rosenheim am Inn geboren. In den Jahren 1948 bis 1952 besuchte er die Volksschule und anschließend bis 1961 die Staatliche Oberrealschule in Rosenheim. Nach dem Abitur studierte Prof. Traeger ab dem Wintersemester 1961/62 die mittlere und neuere Kunstgeschichte an der Universität München (Nebenfächer: Klassische Archäologie, Philosophie und Geschichtliche HIlfswissenschaften). Ab dem Sommersemester 1962 begann er parallel dazu ein Studium der Malerei an der Akademie der bildenden Künste in München. Nach einem Trimester an der Università per Stranieri in Perugia 1964, folge 1966 sein Abschluss des Studiums an der Akademie der bildenden Künste mit dem 1. Staatsexamen für das künstlerische Lehramt an höheren Schulen. 1967/68 war Prof. Traeger Stipendiat an der Fotothek der Bibliotheca Hertziana in Rom. Ende 1968 folgte dann seine Promotion bei Prof. Dr. Wolfgang Braunfels an der Universität München mit einer Dissertation „Der reitende Papst. Ein Beitrag zur Ikonographie des Papsttums”. Nach zwei Assistentenstellen an der Fotothek der Bibliotheca Hertziana in Rom und am Kunsthistorischen Seminar der Universität München, folge 1971 bis 1974 ein Forschungsstipendium der Fritz-Thyssen Stiftung an der Hamburger Kunsthalle zur Erstellung einer Monographie über Philipp Otto Runge mit vollständigem Werkverzeichnis. 1973 erschien seine Habilitation mit „Studien zum Werk Philipp Otto Runges” an der Universität München. Anschließend war Prof. Traeger von 1974 bis 1976 Privatdozent an der Universität München. Im Wintersemester 1976/77 erhielt er dann eine Berufung auf den neu gegründeten Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Universität Regensburg, an der er dann sogar vom WS 1978/79 bis zum WS 1980/81 zum Dekan der Philosophischen Fakultät I und anschließend zwei Jahre zum Prodekan ernannt wurde. Vom WS 1984 bis zum SS 1988 war Prof. Traeger als Mitglied des Senats der Universität Regensburg tätig. Sein Amt als Vizepräsident der UR belegte er ab dem SS 1986 bis zum SS 1988. Prof. Traeger war seit 1989 Mitglied im Künstlerischen Beirat des Museums Ostdeutsche Galerie in Regensburg und Vertrauensdozent des Landes Bayern für das Länderstipendium am Zentralinstitut für Kunstgeschichte. 1993 wurde ihm ein Forschungshalbjahr durch die DFG zur Durchführung eines breit angelegten Forschungsprojekts über den jungen Rapahael und sein "Sposalizio" gewährt. Ein Jahr später erfolgte seine Wahl in den Vorstand des Vereins zur Förderung des Kunsthistorischen Instituts in Florenz. Bestandsbildung Die Abgaben erfolgten kurz nach dem Tod Traegers sowie am 05.09.2013 und 06.09.2013. Verzeichnet wurde der Bestand dann im Laufe des Jahres 2022. Inhaltlich umfässt der Nachlass sowohl persönliche Unterlagen Jörg Traegers, sowie umfangreiches Material zu dessen Wirken als Kunsthistoriker und Lehrender an der Universität Regensburg. Bemerkung Witwe verteilte u.a. Schriftstücke von Thomas Mann, die sich in Traegers Besitz befanden, nach Lübeck. Andere Bestände UAR, Personalakte Nr. 19197
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 11:18 MESZ