Beratender Finanzausschuss der französischen Zone (Bestand)
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BArch Z 50
call number: Z 50
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Bundesrepublik Deutschland mit westalliierten Besatzungszonen (1945 ff) >> Westalliierte Besatzungszonen (1945-1949) >> Finanzen, Wirtschaft
1945-1950
Bestandsbeschreibung: "In der französischen Besatzungszone Deutschlands gab es nach 1945 nur einige wenige beratende deutsche Institutionen, die für die gesamte Zone von Koblenz bis Lindau zuständig waren. Der im Juli 1946 auf französische Direktive eingesetzte "Beratende Finanzausschuss bei der Militärregierung der französischen Besatzungszone" (Comité Consultatif d'Etudes Financières) in Speyer zählte zu diesen. Den Beratenden Finanzausschuss leitete Dr. Heinz-Maria Oeftering, der zugleich erster Präsident der damaligen Rechnungskammer Hessen-Pfalz, dann Präsident des Rechnungshofes Rheinland-Pfalz, in Speyer, war. Der Beratende Finanzausschuss hatte die Aufgabe, die Tätigkeit der vier, dann drei Rechnungskammern bzw. Landesrechnungshöfe der Länder der französischen Zone - das waren Rheinland-Pfalz, Baden, Württemberg-Hohenzollern und bis Anfang 1947 auch noch das Saargebiet - abzustimmen und zu koordinieren. Des Weiteren übte der Finanzausschuss im Auftrag der Besatzungsmacht, Gutachter- und Beratungstätigkeiten in steuer- und haushaltsrechtlichen, das hieß in allen finanziellen Fragen, die die Zone als Ganzes betrafen, aus. Der Beratende Finanzausschuss existierte bis Juli 1949 und wurde dann in das "Büro der Sachverständigen der Finanzminister der französischen Zone" umgewandelt. Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland stellte das Büro zum Ende des Jahres 1949 seine Arbeit ein."
Quelle: http://sofis.gesis.org/sofiswiki/Politikberatung_an_Stelle_des_Parlaments%3F_Der_%22Beratende_Finanzausschuss%22_f%C3%BCr_die_Franz%C3%B6sische_Besatzungszone_und_seine_T%C3%A4tigkeit_1946-1948/49
Weitere Überlieferung:
- Landesarchiv Speyer: Bestand L 5 "Beratender Finanzausschuss für die französische Besatzungszone 1945-1949" (197 AE)
- Archiv des Rechnungshofes Rheinland-Pfalz, Speyer: Schriftverkehr des Präsidenten des Beratenden Finanzausschusses und des Rechnungshofes, Dr. Oeftering
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Findbuch C 30/1: Bad. Ministerium der Finanzen: Zentrale, 2. Organisation der Französischen Besatzungszone
Zitierweise: BArch Z 50/...
Quelle: http://sofis.gesis.org/sofiswiki/Politikberatung_an_Stelle_des_Parlaments%3F_Der_%22Beratende_Finanzausschuss%22_f%C3%BCr_die_Franz%C3%B6sische_Besatzungszone_und_seine_T%C3%A4tigkeit_1946-1948/49
Weitere Überlieferung:
- Landesarchiv Speyer: Bestand L 5 "Beratender Finanzausschuss für die französische Besatzungszone 1945-1949" (197 AE)
- Archiv des Rechnungshofes Rheinland-Pfalz, Speyer: Schriftverkehr des Präsidenten des Beratenden Finanzausschusses und des Rechnungshofes, Dr. Oeftering
- Landesarchiv Baden-Württemberg, Findbuch C 30/1: Bad. Ministerium der Finanzen: Zentrale, 2. Organisation der Französischen Besatzungszone
Zitierweise: BArch Z 50/...
Beratender Finanzausschuss der französischen Zone, 1946-1950
372 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Literatur: Amos, Heike: Der "Beratende Finanzausschuß für die französische Besatzungszone": Aspekte seiner Tätigkeit 1946 bis 1948/49. Forschungsberichte des FÖV, Nr. 239, November 2005. Speyer: FÖV 2005. Unter: http://www.foev-speyer.de/publikationen/download.asp?ID=239&REIHE=Spe&MB=N downloadbar.
Fisch, Stefan: Französische und deutsche Einflüsse in den Anfangsjahren des Rechnungshofs Rheinland-Pfalz. in: Rechnungshof Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Kooperation der Finanzkontrolle in Europa. Fachtagung anlässlich des 50jährigen Bestehens des Rechnungshofs Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften und der Europäischen Organisation regionaler Einrichtungen der externen Finanzkontrolle am 27. Mai 1997. Speyer: Selbstverl. des Rechnungshofs 1999, S. 349-358 und Dokumentenanhang.
Fisch, Stefan: Französische und deutsche Einflüsse in den Anfangsjahren des Rechnungshofs Rheinland-Pfalz. in: Rechnungshof Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Kooperation der Finanzkontrolle in Europa. Fachtagung anlässlich des 50jährigen Bestehens des Rechnungshofs Rheinland-Pfalz in Zusammenarbeit mit der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften und der Europäischen Organisation regionaler Einrichtungen der externen Finanzkontrolle am 27. Mai 1997. Speyer: Selbstverl. des Rechnungshofs 1999, S. 349-358 und Dokumentenanhang.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ